Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 50 (15.12.1869)
- Date
- 1869-12-15
- Page
- Seite 514 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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514 Herrn Holländer, t;e frcfc so segensreich auf allen jüdischen Gebieten äußert, hat also auch hier tcn ihr gebührenden Lohn gesunden. Tie Astrid e,S Hirrn Holländer ist rcn der größten Beecutung aua sür die Stadt Lecbschütz, 'da sie eine große Zahl Arbeiter ernährt und beschäftigt, die an Hrn. Holländer einen edlen und brimanen Brodberrn gesunden haben. Vom Rhein, 2!). Nor. Zck bitte den Herrn Leeser, Präsidenten der Spezialkriiicrent Lübeck« wegen ihrer Tagung zu Vlctbo und wegen besten UnabhängigkeitSerklärung in 2kr. 45 d. Kl. ums Wort. — Präsident Leeser: Herr vom Rbein. der grimmige „Zelote" hat das Won.— Meine Herren von der Vloibcer-Eonferenz! Wir ünd nicht der Ansicht d-S geehrten Ccrrespondenten „von der Saar" in Nr. 45 d. Kl., meinen vielmehr und diese unsre Meinung gründet sich auf Erfahrung, daß Speckalkönffr.nzen jbre rolle Berccktigun.' haben und.Ersprießliches zu fördern wohl vermögen. Kei solchen Sresiclkcnskren;e:i heben -n der Rege! nur die Mitglieder das Neckt, darein reden";» dürfen, tieies aber nur io lange, a's d'e „Spezialkonferent" über ihre Erifien; und Tbnn nicht an öffentliche Blätter berichtet. Sobald tefes geicheben. ändert sich die Sachlage gnd cs bat jeder das Recht darüber mit;usprechen, der fick boniberuffn füf!t; durch ein solches Mitspreckeii wird aber weder d'e Unabhängigkeit der Svesialkonferenr angetaner, neck die Stelle eines E£rv ~r in der'elben, die' wir dem Herrn Präsidenten Lee'er m Lübbecke gerne überlassen, uiurpirt. Sind demnach die Ausfälle des Herrn Präsid. Leeser gegen uns okllig unbegründet und ist die- Unabhängigkeitccrklärüiig eine nutzlose Heldentbar. so sind Ausdrücke, wie grimmiger „Zelcr" u. f. w. gänzlich ungeziemend, zumal unser- Korwuri, daß-die Spezialkonferen; nicht Zugleich mit der Generalkonrerenz tagen durste, durch solche Redensarten durchaus nicht au? dem Wege geräumt worden. Man konnte reckt leickt die Spezialkonierenz — um deren Mitglieder vom Besuche der Generalkonserenz nickt abzubalren — auf eine spätere Zeit vertagen. Tiefes hätte keine Schwierigkeiten geboten, da ie Mitglieder >m engen Kreise zusammenwohnen imk cbnr viele llmffände von. dem Vertagungsbeicklnsie inKenntniß gesetzt werden konnten. Sc mußte man bandeln; t.-nn „ immer strebe zum Ganzen, schließe an ein Ganges Tick an." Tie rheinisch-wesipbälifche, israelitische Coinerenz vertagte aus solchen Envägungen ihre Sitzung aus den Herbst, damit keines ihrer Mitglieder vom Besuche der allgemeinen deutschen Lekuerversammlung in Berlin, welche wieder ein größeres Ganze ist, abgehalren würde. Dieses Persahren war taktroll. Ta-inan diesen Weg in Lübbecke, welcher der einzig richtige nach unserm Da- . fürhalten war, einzusch'agen unleriassen bat, so liegen! eben nickt sebr lobenSwertbe Motive zu Grunde Dock wir wollen abbrccken, da wir kein Freund von nutzlosem Streite — und das ist er in Bezug auf die Vergangenheit — am bänSlickcn Heerde find. Herr Lceicr ist älter, als wir und ein verdienstvoller College, dem wir daher, ungerme ru nahe treten. Sollte derselbe uns aber ferner prcvosiren, io werden wir ihn gebührend zurückweisen Wir prüfen daher die Wichtigkeit seiner Conferen; pcrläufig nickn, und bemeiken nur, daß er mit feiner Netmensunler'chri't nicht eiiizufchüchlcrn vermag. 'chDem Ccrr. von der Mosel Antwort in nächster Nummer, j Vom Rhein, ^d.ch danke der vcrcbrl. Redacrion für die vortreffliche -Nachschrift auf die Erklärung des Herrn Holländer. Wenn ich mir die- Zeitung des Zubentd. rcm 23. Rcvl-r. , Seile 944 :c.j genau anffhe, so scheint es mir f.-.si, als ob in Felge meines Artikels hV,cm Rhein im Tot ober» vom l>). Ncvbr. Herr Pbilippson Brannfchweig und Breslau zu den in feiner Zeitung angegebenen Zuschriften veranlaßt babe. Ta'ür 'pr.cht besonders der Breslauer PaifuS z Seite 94-k j. „Für das geiammie Tcuifcklanb?c." Sehr äusiälllg ii' ti? Resolution des Philippsrn'sckni Snbecmilcs in Breslau, daß die von dem Philip.'. Snbecmite g -ammcilen Gelder „unter vollkommener Uebereinstimmuug mit der Wirksamkeit der All. isr. univ.;ur Verwendung kommen sollen". Tie'e Erklärung ist datirr Breslau den 24. Ociober 1,^,9. Vorausgesetzt, baS Bresl. Subcomile habe die'e Erklärung in Uebereinffimmung mit dem Praesee der Subcomire'S, Herrn Philipps, abgegeben, so muß off'enbar das Datum ,?24. Tedbr." gciäl'ch't fein - denn : das Memorandum des Herrn Philippi. in der „Köln. Zeitung" ist datirt vom 20. Oe'.br. und hier ist mir keiner Silbe der All. isr. univ. erwähnt, viel weniger einer gemeinsamen Mitwirkung mit derielben. Ta man aber annehmen muß, daß das Breslauer Sudecimre am 24. Sctbr. erwähnte Erklärung abgefaßl bat. so folgt nothwcndigerweiie, daß es im guten Glauben auf die Billigung derselben Seitens Hrn. Phil, die H-nweifung auf die Al!, isr. univ. betont bat. ZedeusallS muß genannter Erklärung des Breslauer Sudccm'tcs Anerkennung gezollt werden. Herr Philippion selber aber har fick mit keiner Silbe bis heute billigend darüber geäußert*); es wird ibm schwer fallen jene Erklärung zu der seinigen zu machen, aber er wird es müssen Angesichts der bereits begonnenen Thäligkeil der deutsch-russischen Grenzccmiles der All. isr. univ. Herein also, Herr Philipscn, in die Allianz, oder ^ie haben die schwere Veran'ivorlung, in einem großen WchlthätigkcitSwerke nur Zwiespalt säen zu wollen. Die Zdce der Auswanderung entlehnte Herr Phil. * Das hat sich mittler weile auch wieder geändert, worüber in der nächsten Rümmer. Redaction.