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Der israelitische Lehrer · 1869-12-08 · 49 (8.12.1869) · p. Seite 505

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
49 (8.12.1869)
Date
1869-12-08
Page
Seite 505 (sequence 5)
Language
German
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505 für die es selbst in unserer Zeit als ein Glück betrachtet werden muß, daß ihr Centralsttz in Paris ist. wo eben internationale Angelegenheiten der Juden auS verschiedenen Gründen sicherlich am besten sich leiten und fördern lassen. An unS aber ist es, westen Landes wir auch seien, zur Stärkung dieser Macht unser Scherflein beizutragen, um dadurch Antheil zu nehmen an hem "Segen, den sie stiftet, an der Entwickelung, deren sie fähig istan der großen Zukunft, die ihr unzweifelhaft bevorsteht! Die Alliance zählt jetzt erst ca. 12,000 Mitglieder; das ist gewiß eine für die kurze Zeit ihres Bestehens ansehnliche, aber keinesweges der Größe ihrer Aufgabe und Wirksamkeit entsprechende Zahl. Sie ist vor Allem in Deutschland nicht genug verbreitet, weil in ihrer großartigen Wirksamkeit bisher n'cht genug-erkannt; lasten Sie uns nun nach unserem Theile das Versäumte nachholen! Wir sind überzeugt, daß auch in Ihrer geehrten Gemeinde sich Viele freuen werden, mit der genaueren Kunde von der Eristenz dieses Vereines zugleich Anregung und Gelegenheit zum Amchluß an denselben zu erhalten, und können andererseits in AuSsM stellen, daß je nach dem Maaße unserer Betheiligung auch eine deutsche Vertretung im Central- Eomite Platz finden wird. Schon durch einen jährlichen Beitrag von 6 FrcS , also von 1 Thlr. 18 Sgr., der allerdings nur ein Minimalsatz ist, kann die Zugehörigkeit zu der Alliance erworben werden! (Art. IV der Statuten). So vereinigen Sie Sich denn, sehr geehrte Herren, mit uns zu diesem Bunde und zu dessen Verbreitung. Gründen Sie in Ihrer Stadt einen Zweig- Verein der Alliance und setzen Sie Sich entweder direkt oder durch unsere Vermittelung mit dem Central- Comite in Paris (rue äs Drevise 37) in Verbindung, oder fördern Sie Ihre Gemeinde in irgend welcher geeignet erscheinenden Weise einfach zum Beitritt auf; wir sind unsererseits gern bereit, wenn Sie es wünschen, Ihr Mitglieder-Verzeichniß nebst Beiträgen pro 1870 entgegen zu nehmen und zu befördern, Ihnen die gedruckten Berichte über das laufende Semester, sobald dieselben vollendet sein werden, zu übersenden und jede sonstige wünschenSwerth« Auskunft in dieser Lache zu ertbeilen; wir bitten nur um gefällige Mjttheilung hierüber innerhalb vier Wochen, damit wir die betrestende Anzeige noch rechtzeitig bis zur nächsten General-Versammlung, die Anfangs Januar k. I. zu Paris stattfinden wird, machen können,, und sehen jedenfalls einer Antwort von Ihnen entgegen. Wir hoffen zuversichtlich, daß Sie, geehrte Herren, unserer Bitte Gehör schenken, daß sie namentlich den hohen Einfluß, den Sie in Ihrem Wirkungskreis genießen, dieser heiligen Sache, die der Begeisterung aller Edlen in Israel so würdig ist, werden zu Gute kommen lasten; wir reichen Ihnen in dieser Zuversicht unsere Bruderhand zu herzlichstem Gruße. Das Local-Comite der Alliance Tsraelite Universelle zu Liegnitz: Dr. Moritz Landsberg, Rabbiner. Beer sen., Kaufmann. Louis Pol lack, Commerzienrath. Literarisches. Praktisches Handbuch für den Unterricht tn dm deutschen Stilübungcn von Ludwig Rudolph, Oberlehrer an der Luisenschule zu Berlin, 3. Auflage. Berlin, Nikolaische Verlagsbuchhandlung (A. jEffert und L. Lindtner) 1869.; Der Unterricht in den Stilübungen ist nicht allein der schwierigste, sondern wohl auch oer praktisch bedeutsamste in der Volksschule. Und doch scheint es, j als herrsche in keinem Gegenstände mehr Verschiedenheit in der Anschauung über Mittel und Wege^ über die methodische Behandlung überhaupt^, als ist dem vorliegenden. Cs find unü im Laufe der letzten Jahre eine solche Maste von Lehrbüchern für diesen Unterrichtözweig zur Hand gekommen und es liegest uns auch zur Zeit nochmehrere vor, daß man glauben könnte, es sei für diesen Gegenstand genug geschehen. Das vorliegende zeichnet sich vor den Uehrigen einestheilS durch die Klarheit des Zweckes, anderntheils durch Gediegenbeit und durch das Interessant^ der dargebotenen Stoffe vortheilbaft aus. ES bring) eine vorzügliche Auswahl von Fabeln; Erzählungen; Parabeln, Märchen lUird Sagen; Erzählungen nach! Gedichten, Erzählustgcn aus der Weltgeschichte, Briefe, Beschreibungen, Erklärung synonymer Auseinandersetzungen. Die einzelnen Themata sind gut gewählt und praktisch geordnet.^ .Wir erkennen darin den praktischen Schulmann, den' Methodiker, einen der bevorzugten Schüler Diesterw^g's, der zu den Füßen des Meistergesessen und ihm treu blieb - bis ans Ende. Wir bedauern, daß uns die erste Abtheilung des Werkes unbekannt ist und wir darum „Plan und Zweck der ganzen Arbeit" nicht besser brurtheilen können. Wie uns das Buch vorliegt, scheint es uns, als könnte der Selbsttbätigke l der Schüler etwas mehr zugemessen werden. Rach der Ansicht des Verfassers sollen zwar die Aufgaben eines Abschnittes nicht sämmtlich nacheinander gebracht: Es scheint ihm zweckmäßig, „nicht bei einer Art vo r Aufgaben zu lange zu verweilen, weil die Schüler hierdurch leicht ermüden. Im Gegentheil hält er es für zweckmäßig, eindn mannigfachm Wech'el eintreten die Ansicht, „daß in andernDis nes Lebenund zu last n. — Ebenso erscheint uns der deutsche Unterricht alles cipliuen Erworbene in eigeln n e r e Anschauung verwan-

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