Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 49 (8.12.1869)
- Date
- 1869-12-08
- Page
- Seite 503 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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A hawa Ober-Jngelheiu», 1. Dezember. Im Lause dieses Monala soll die Sitzung der Verwaltung unserer Achawä stattsinden Wir mochten darum diese-' nigen unserer geschätzten Eollegen, welche mit ihren Äeiträgen noch im Rückstände sind, bitten, dieselben schleunigst einzuseudm. Wir bitten serner die ver>hrlicken BezirkscomitvS, über alle Veränderungen, welche in ihrem Kreise stattgesundcn haben, unö Benckt zu geben, damit wir solche bei Ausarbeitung des Enlwurio zum Rechenscha tsberichle benützew können. J»öbeiondere wollen dieselben auch die in ihren Kreisen befindlicken Pensionäre aufmerksam machen, ihre Anmeldungen zu erneuern. Wir müssen hier, um etwaigen Zrrtbümern und den über diese nothwendige Maßregel unzufriedenen Aeuszerungen ein für alle mal zu begegne», erörtern, daß diese alljährliche Anmeldung bei der Ausbreitung des Vereins unmöglich zu uuigcheu ist. Tie Verwaltung kann nicht wissen, ob die Verhältnisse der einzelnen Pc,,sionäre nach Ablauf des Jahres »och dieselben geblieben sind, ja, ob diese nur nock am Ltben sind. Es ist darum nothwendig, sich in dieser Richtung alljährlich wiederholt Aufklärung zu verschaffe», um Allen gerecht werden zu können. Man hat sick mehrfach 'darüber aufgehalten, daß unser Drgan so wenig über die Ackawa bringt, während U'-$ jetzt die Alliance so vielfach beschäftigt. Wer unsere Thätigk it ke>W, wird sich darüber nicht wundern. Die Alliance ist eine im Werden begriffene Institution, die uns zur Erweiterung unseres Plattes zvon lj2 zu l Bogen) veranlaßt hat. Wir müssen darum ihrer Entwicklung treue Fürsorge schenken. Ist dieseweit genug gediehen, wird auch sie unS nickt mehr so vielfach beschäftigen. Die Achawa ist, Dank Gott, fest begründet; eine Institution, .-die in ihrer Entwicklung so gefördert ist, daß das stetige und gesunde Fortschreiten derselben außer Zweifel steht. Wir wüßten nicht, was wir über dieselbe noch sagen köunten und sollten. Unsere Eollegen wissen, baß sie .nser liebstes Werk ist; wir schauen mit gerechterund stolzer Befriedigung auf eine Aniialt, die jetzt, nack kaum süllsjährigem Bestehen, schon-so außerordentlich reichen Segen stiftet. Nur wenige aber mögen abnen, welche Mühe, welche Aufopferung, welche Fähigkeit, welche Arbeit, welche Energie nothwendig war, um das Werk in seiner ersten Lebtiisepoche zu erhalten, wo wir mit wenigen treuen Freunden einer geschlossenen Reihe' von Gegnern der heiligen Sache gcgenüberstanden, wo selbst die besten Freunde zagten und dem Gelingen mißtrauten,, und welche' Schmerzen, Sorgen und Kümmernisse unö die jetzt fest begründete Ackawa verursachte. Gott sei Dank, es ist jetzt vorüber. Nun haben wir nur noch einen Theil an der Verwaltung, die sestgeordnet und geregelt ist, während bei ihrem Entstehen naturgemäß gewissermaßen Diktatur und Alleinherrschaft nothwendig war, stne ja in allen neuzubegründenden Veranstaltungen eine Hand da sein muß, die d-n Grundstein sestlegt Wie wir allereit den Interessen unseres Standes — dem Lchrerstande, vorwiegend dem noch vielsack zurückgesetzten Volks- und Religionslehrerstande in den kleinen 'Gemeinden — treu dienen werden, so werden wir auch die Interessen der Mitglieder unserer Ackawa in diesem Sinne allezeit wabren. Wir sagen daS jetzt, weil einzelne Paragraphen unserer Statuten, insbesondere das jetzt auf zehn Thaler angcwacksene und ans einmal zu zahlende Eintrittsgeld viele i ock vom Eintritte zurückkält, und diese nctbwendige Maßregel von mancken Lehrern sogar als unstattkast, weil für viele unerschwinglich erklärt wird. Wir glauben bei der Verwaltung durchsetzen zu Können, daß Einzelnen, welche sich j e tzt nock melden, weustanders die Verhältnisse normal und entsprechend sind, in dieser Hinsicht Erleichterung durch Raten- und Frist Zahlungen gestattet werde. Im Allgemeinen kann natürlich von den Bestimmungen der Statuten nickt abgcgangen werden, die bei einiger Prüfung als gereckt utid unumgänglich erkannt werden müssen. Mögen unsere Eollegen nickt versäumen, einer Anstalt" beiznt.eten, die, wenn unsere Berechnungen nickt irren, sckon in diesem Iabre einer Wittioe fast so viel bieten dürfte, als irgend eine staatliche PensionSanstalt für. Lebrerwittwen; und die, weyn sie nock einige Jahre normal wächst, diesen eine vollständig für den'Lehensunterhalt hinreichende Pcnsipn gestattet. Jur Hebung der „Ackawa" wer-den wir in.diesem Iabre der Verwaltung, wenn möglich, auch eine Verloosung verschlügen. Wir möcktcn hierüber jedoch vorher noch die Ansicht unserer Freunde und E >llegen nehmen. ' Wir fühlen uns, da die Akte der Verwaltung bekanntlich immer nur vom Präsidenten ausgehen, verpflichtet/ schließlich auszusprechen, daß wir hier, in dem redaktionellen Theile unseres Blattes, eben nur unsere persönliche Ansicht äußerten, die wir auch allpin zu vertreten haben..!Kl. Alliance israelite universelle.! AuS Liegnitz wird soeben an die übrigen Gemeinden in Schlesien rc. folgendes Circular verendet. Im Auftrag israelite universell Sehr geehrte Herren! e des Central - ComiteS der Alliance e zu Paris, deren Statuten und