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Der israelitische Lehrer · 1869-11-03 · 44 (3.11.1869) · p. Seite 467

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
44 (3.11.1869)
Date
1869-11-03
Page
Seite 467 (sequence 7)
Language
German
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467 die König Wilhelm als frühere- Schutzgeld der israe- > lisischen Centralkirchenkasse überlieg. Diese Steuer, 21.' Kopfsteuer, hat schon etwa- Lästiges und es wird Sache der Delegirten sein, einen anderen Steuermodus für diese Eultsteuer zu finden. Berlin. Der Mechaniker Cornelius Franke, Israelit, verfertigt und versendet jeyl Pumpen, mit oenen er an jedem Orte, selbst dem scheinbar trockensten Boden trinkbares Ouellwasser entlockt. Das System wurde.schon in dem amerikanijchen Iclavrnkriege und rer englisch - abessynischen Expedition angewandt, und bat sich da;um großen Partheile bewäbrr. Franke bat das System neu vervollkommnet und jüitgst auf dem Potsdamer Schloßhofe, desgleichen auf dem Schloß- Hofern Petersburg nnd dem Hof der rukstschen Gesandtschaft in Perl!» glänzende Proben abgelegt; er bedürfe hierffir nur 45 Minuten. Ist es noch ein Wunder, wenn Moses dem dürren Saude oder dem barten Ielfn der Wüste Wasser entlockte? Auch aus anderen Gebieten bat es sich gegeigt, das; die Porzeil Kenntnisse hatte, welche verloren gegangen sind und erst wieder neu entdeckt werden mußten. Das; vre ägnp- ' tischen Priester im Besitze erweiterter Raturkcuutnisse waren, ist ebenfalls bekannt. Eine anders Probe bat sich vi.lleicht auch in der Auffindung der Trichinen gegeigt, welche das Perbor oeö Schweinefleisches erkläre». ssamburg. Bei der hiesigen' imernaticuale» Gartenbau-AuS>tellunz bat sich die fromme Iudenbei: auch für „koschere HadaS" d. i. Myrtben nach rituellen Anforderungen für den Ieststrauß am Hünenfesle interessiit. Rabbiner Stern und I)i. Ratban > Talmud- Lehrer) wurden zu Preisrichtern ernannt. Der Preis war ein Becker von HK) Tblr. Werlb. Es waren mehrere Exemplare eingesandt worden; das Preisge krönte wuioe von einem frommen Reichen angetanst und an :>tabb. Stern verschenkt. «Hamagid., Iafsy, Lst. Sepi. Man meldet rer „N. fr. Pr." von nachstehende Iukenbeye: „Gestern um die achte Abendstunde war der hiesige s. g. „Primaria-Garten" namenst-ck von vielen Iiraeliken besucht, da dieser Abend der letzte des dießjäbrigen Liubbütten festes war. Da ftür;te plötzlich aus verschiedenen Alleen eine Unzahl junger Rumänen, meist Studenten res hiesigen . höheren Gymnasiums, bervor und bied mit Stöcken, Ruthen und andern Instrumente:!, die sie zu diesem Zwecke bereit hatte, aus die eines solchen Ueberfalles nickt Gewärtigen ein. Die Schlägerei dauerte wohl eine halbe Stunde. Die Bedrängten wendeten sich an die Äckerbeiloorgane, deren Anwesenheit mehr eine Ironie aui eie persönliche Sicherheit zu sein schien, denn das Bitten verhallte wie der Hülferuf in der Wüste. Pie'.e israelitische junge Lenke, welche stark ins Mitleid gezogen waren, eilten zum Präfecten, welcher sich sofort an Ort und Stelle begab, um die Jache zu eruiren. Alder Präfect in dem Garten erschien, hatten sich die Unruhestifter Herr tS nach allen Richtungen zerstreut. Er rügte wohl die Sergeanten wegen ihrer Indolenz, doch aus unsere Behörden passen trefflich Heine'S Worte: „Sie predigen öffentlich Wasser und trinken beimlick Wein." Die Mißhandelten wollen die Jache noch schriftlich vor die Justizbehörde bringen, ihrer Beschwerde ist aber kein günstiges Schicksal zu proznosticiren. wenn nickt von Außen ein moralischer Druck auSgeübt würde. Die hiesige Iudemckaft sieht mit gerechtfertigtem Zangen dem „Morgen" entgegen, nachdem sie das „Heute" mir Schrecken verlebt bat. So uns die Iustände irr der Moldau-Walachei geartet; möge dieser neue tale Act euvlich die Aufmerksamkeit der gebildcleu Wett aui die Vorgänge in Rumänien lenken!" Dtinsk. Der hiesige Gouverneur Kafinow, welcher in der jüngsten Jen ost als Iuveiureunv genannt wurde, ist plötzlich gestorben. Die Angelegenheit der von Roth bedrängten westrussischen Grenz- Iuven bat an ibm einen warmen Interessenten verloren (Hamagid.) Pari». Prostisor Ovpert. der berühmte Orientalist, welcher jüngst mt dem großen zweijährigen Preis ceS Instituts gekrönt worden ist, wird beauftragt worden, Frankreich im Gebiete der Acebäologie au» dem' inrernationalen Eon groß in Kopenhagen zu ve. treten. Adolph Neubauer durchreist bekanntlich im Aufträge des sranzösi'cken llinerrichrsminister.umS Spanien, um Klöster unk Bibliotöekeu im Interesse der Wist'e,lschail zn durchrorichen. Er bat bereits von reichen Iand-m in die'er Beziehung berichtet; der detaillirte Bert cht darüber ist nock nickt bekannt. (P. c.) literarisches Goickickre des bebpäischeu Pottes und, > ein er Literatur von Samuel Ebarpe. Mit Bewilligung res Perfasfers berichtigt unk ergänzt von Dr. H. Ioloivic;. Leipstg und Heidelberg E I. Wiiner'sche Perlagsbankliing i86!>. Das vorliegende Buck ist eine Ueberietzung des englischen fti-Nory of : the Ilebrew Nation null irs I.irerature. D as Buch ist nickt ohne Perdieust. nicht v'oglcick, louren: weil cs von den. gewöhnlichen tzebttzückern abmerckl. Es! erzählt nicht blcs 'Geichickleu, sondern «beschichte und! zieht veßbalb auch die jüdische Literatur mil in daS'! Bereich ser Poritelluug, weil diese iowobs von den > Ereignissen bedingt w..rde, wie diese auch lstdingt. bat Fachmännern wird rwar nicktS Neues geboten, die ' Darstellung berühr nickt auf selbstständiger Forschung z aber ivsr sinken e>n Perdienst darin, daß durch dieses ' Buck Die wissenschaftlichen Ivr'chnnacn über die bibli-

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