Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 43 (27.10.1869)
- Date
- 1869-10-27
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Wochenschrift für die allgemeinen Angelegenheiten des Iudenlhums und i-nsbefonderc des israelitischen Vehrerstandes. Organ für den Verein „Achawa." M 43. Den 27. Oktober 1$69. 9. Zahlgang. Wöchentlich 1 Nummer Bieneljährlichrr LbonnememSxrei» 40 kr. -- n>,r nehmen alle Postämter und Buchhl r Hgr-! -andtung Anzeigm zu I Sgr. die Petilzril«. Bestellungen tungen an. praktische Ziele.! (Fortsetzung.) i, Der "/edante, die reultchäoraeliliichen Gemeinden zu gemeinsamer Thäligkeit im Interesse der Gesammistrii — das ja immer auch das des Ei>'re1ne» ist — ru verrini.cn, in immerhin ein icköner und erhabener und des Schweines der Evlci, wertst, Vur dars ein solcher Bund nickt in's Blaue hinein Anstrengungen machen, die weder notbwendig noch sördersam sind und dar'. alS blos deutscher Verein, nicht die Granzen seiner Lstätig'ei: aus Gebiete hin ausdehnen wollen, für die bereits ein allgemeiner und unbegrän zter Ak'ein i» gesegneter Weise wirkt. -.Kint in in veipzig auch ein Gedanke auoq^ ftrrchen worden, den wir stier berühren müssen, weil er sckön, gn: und heilsam, aber — leider nicht durckjüstrbar ist. Man möchte einen Verein gründen, der arm? und bedürftige Gemeinden bei , der Erbauung vor. Svnagogcii und Lchnistäuiern, bei der (Erhaltung den A'abbiner», i'ehrern und Cuituöbeamlen unter' nützt. Allerdings, der Gedanke ist schon zu wieder' stellen Malen ansgetauchk und mag sich hinter dem Vücherlisch oder am halbrunden, grünbeschlagenei, Vornandsiische einer großen und reichen «Gemeinde herrlich ausnehmeii. Aber leider! Es gebt ihm. wie je vielen anderen schönen Plänen und Gedjankcn — >ie sind in der Nähe betrachtet undurcksührbar. je schöner nnd herrlicher üe sich aus der Herne ausnebmen. Wenn ein solcher Verein dnrchsührbar wäre, dann sreilich wäre Allen geholfen. Aber gerade, weil Allen geholfen werden müßte, weil wohl mindestens die Hälfte der jüdischen Gemeinden nur mit der , Aufbietung aller Kräfte die Kosten für die Erhaltung ihrer Anstalten zu erschwingen vermag, weil inSbe-! sondere wohl dreiviertrl der kleinen Landgemeinden mehr und m?br zurückgehen, weil alio, sobald in, solcher 'Weise aus einer Eeniralkast'e Beisteuern gegeben würden, die Ansprüche in's Enorme sich steigerten, weil - gelinde gesagt, eine Zahl von mindesten« 2«i00 «„linsgemeindeis in Deutschland sind, die gleichmäßig der Unterstützung beenrien. ivaS bei der nur mag,gen an eine würde. > nndnrchillstrdar. Wir einzelnen Dnrch'chniltssnmme von jährlich 200 Gulden Gemeinde doch -Hjo, 0»Gulden ergeben arum — ist der Groanke schön, aber leider müssen »ach wie vor die Anstaltn der Gemeinden diesen allein überlassen oder Anstrengungen, der Thätigkeir in kleineren unk ii» bescheidenen Maste, >0o dann eine erspriestlichere Wirliamkeit in di-sen Beziehnngen wohl ester ermöglicht sein dürfte. zu diesem Punkte gelangt, bleibt uns als t für einen zu begründenien Gemeinde Ber-?enlsckla»d -den nur das Elve, was »ns stets gröstt? Bedürjnist des deutschen ZndenthumS doch der ik'eisen Bi«i Thäligkr band in a.s das der t^eguiwart. als die Ausgabe collekliver Thätizkeit e'ichiens g nngen sollen einer grbsten allseitig genügende» Bildungsanstalt für i ist, was einer einzelnen Gemeinde unmöglich kan», wo, an sick naturgemäß Alle betheilizrn ifrtb müssen — wir meinen die Gründung r'ebr-r, legende atfcinoi' werden könnte, yu; ^dd xn das ist eine groge, welche zugleich eine Anstalt für die grund- Vorbildung in hebräischen DiSciplinen filr erhabene nnd würdige Aufgabe -für einen Gemrineebiind; auf kiele allein suchten wir die .'.usmerksamkeit des G"mr ndetages hinzulenken; fte bleibt r ack unserem Dann halten auch noch jetzt die Aufgabe; eines solchen »der ähnlichen Verbandes. Mjin hat wohl in der jüngsten Zeit, auch in diese,, Blättern, die Ansicht geäußert, dast eine jüdische Üehrerstüdungsanstalt nicht im Geiste unserer Zeit sei, weil sie; die Eonfesslonen trennen und unseren jüdischen Jünglingen eine zu specisisch jüdische Richtung gäbe, die jüdische Lvrechweiie (den Zargon) und dergl.