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Der israelitische Lehrer · 1869-10-20 · 42 (20.10.1869) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
42 (20.10.1869)
Date
1869-10-20
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Der JülMlitiAlP Lrlirer. Wochenschrift für die allgemeinen Angelegen?,eilen des Iudruthums und insbesondere des i s r a e l i t s ch e n V c i c rstande ö. Organ sür Sen Verein „'.’lrfuumi.' M -> 2 De» 20 Oktober I8Ö9 Jahrgang. Wöchentlich I Nummer VierteljäKrliMer Abonnkmcntsvreis 40 Ir =- lltl2 S nehmen alle Postämter und' Buchhandlü praktische Ziete. t Fortsetzung.) Wir sind wobl überzeugt, daß der größte Theil der Mitglieder des.Grmeindetag-S utd>t einmal ahnte, tat; das Vorgehen in dieser Richtung einerkeitö zwecklos andrerseits illoyal gegen das best'hcnde u> d mit zrrßeul Segen wirkende Institut, gegen die Alliance ier. universelle war. Wir brauchen wobl nur art' die in diesen Blättern aus'ührlich msigetbeilten L-richtr hinzuweisen, i»n unsere Behauptung, daß die Alliance ihre 'Aufgabe erfüllt, zu erhärten. Geacn diese Thalsache Hilst kein Polemisiren. In einer jüdischen Zeitschrift wurde wenige Wochen vor dem Gemeinderag die Behauptung laut, daß sich daS ganze Wirken der/Alliance auf etwa ein halbes Dutzend Schulen im Ciijfiit beschränke, von welche» die meisten beute eröfsnei, merzen wieder eingingen. Thatsache ist, daß im vorigen Jahre durch die Alliance begründete und erhaltene Schulen bestanden, von welchen noch nicht eine einzige eingegangen Ist? Doch dies ist nebensächlich. WaS der Gemcindetag in dieser Richtung bezweckte, hat eben nur Sinn und Bedeutung in der Bereinigung aller Israeliten zu einem großen Ziele. Die fördersame Einwirkung ans die Entwicklung des JudenthumS, auf die Kultur aller Juden, ist auch Aufgabe der gesammten Judenhcit. Nicht die französische, auch nicht die deutsche Judenheit für sich allein kann diese Ausgabe erfüllen. Die Alliance ist nicht, wie. beim Gemeindetag immer und wiederholt ausgesprochen und behauptet wurde, eine französische, sondern eine allgemein-jüdische Institution, (universelle), die in der großm Weltstadt Pari« wohl nur ihren naturgemäßen Mittelpunkt, ihre Glieder iw der ganzen Welt hat. *) *) Wir können hier bemerken, daß nach unserem Verzeichnisse vom 1. Jan. wir deutsch« Berichte an 2650 aktive Mitglieder der Alliance zu versenden hatten, und daß wir im Ganzen so eben 7000 Ezempiare des deutschen Berichts (Bulletin) versendeten. . Jlmetgcti in , Lgr. oie 'tzctitreile : Bestellungen naen an. Glaubt ma l nun einstlich eine höhere Pflicht zu erfüllen, '.v ■ :i i man dem sestbegründ.ten Institute Evncarren; machen strebt? | Es .oit also die Ausgabe '.es GcuieindetageS, den allgcmrnen Anschluß der deutschen Judenheit au die bestehende große B.reinigung auSzusvrechen, zu fördern und zu unterstützen, nicht eine Ccncurrenzanstalt errichten zu wollen. Nur so. nur auf diese Weise konnte er dem großen Zwecke, den auch ver Gemeindeverbc nd anstreben will, der Hebung der g.'sainmten Judenheit, dienen. Man har zu behaupten gewagt, die Alliance, diene nur reit äu erlichen Zwecken; es wäre dieselbe gleichsam > ur geschaffen, um die politische Gleichberechtigung zu erwirken und die Natur des Deutschen widerstreite solchen Bereinigungen, die aus rein äußerlichen Mot ven entstammen und solchen dienen rc. Wie sonderbar! Ist wirklich die Gründung voin Schulen, die bedeutst mste Wirksamkeit der Alliance,! etwas'auf rein äußerliche Zwecke dinzielendes? Ist nicht da« Moment dir Vereinigung der gesammten Judenheit an und für sich ein positiv - ideales, ein innerlich wirkendes, ja im eminentesten Sinne religiöses? Jndeck der Gemeindetag, statt für hie Alliance einzustehen/ ihr, wenn auch nur passiv entgegenwirkte, hat er in sehr unpraktischer Weise das bedeutsame Ziel verfehlt, dem er zu dienen berufen war. Der Gemeindetag hat auch eine vielköpfige Commission für die westrussischen Juden geschaffen. Die Wirkfamkei l derselben äußerte sich bis jetzt in der Bildung von Comitö's, Subcomitv's n. s. f. — Was ist damit bewiesen? Für oaS hungernde polnische resp. westrussische Judenthum hat die deutsche Judenheit bereits so viel gethan, daß eine abermalige Wirksamkeit zu diesem ' Zwecke rein unmöglich ist. Möglich wäre nur, für die Sache jauch fernerhin thitig zu sein, wenn dadurch der Calamität in jenm Gegenden g r ü n dl i ck entgegen-

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