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Der israelitische Lehrer · 1869-09-29 · 39 (29.9.1869) · p. Seite 422

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
39 (29.9.1869)
Date
1869-09-29
Page
Seite 422 (sequence 2)
Language
German
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Armen - und Pensionswesens rc.; nach Außen durch; Zusammenfassung und. GesammtauSdruck dessen, waS ' an jüdischem Sinn die Gemeinden beseelt. _ 1 Der glückliche Gedanke, den unsere französischen Glaubensbrüder inder ^'lianes i*ra6lite universelle : verwirklichten: den im Druck schmachtenden Glaubens- I genossen materiell« wie geistige Hülfe zu bringen, soll im deutsch - israelitischen Gemeindebunde seine Verwirklichung im Sinne und nach den Anschauungen Keltischer Juden finden: Alles anzustreben, was dem Glauben zur Ebre und den Glaubensgenossen zum -Heile gereicht nrn mf.' Deutsche Glaubensgenossen in Nord und Süd, die Ihr allesammt deutscher Bildung huldigt, die Zhr allesammt trotz manichfachster Abweichung in religiöser Praxis und Anschauung ein jüdisches Herz habt, das heiß schlägt für Alles , was unseren Glauben 1 und dessen Genossen berührt — im deutsch - israelitischen Gemeindebunde, bietet sick Euck die von Bielen der Besten langersehnte Einigung, die anch dem Schwacken Krast giebt, Großes, zu leisten. Der Gemeindebund hat die Einheit und Einmürhigkeit der ReligionSAenossen zur^ Losung; sein Streben schließt keinen Glaubensgenossen aus, wie es keinen Andersgläubigen verletzt. Er will die Leistungsfähigkeit der einzelnen Gemeinden erhöhen, ihren religiösen Gemeinsinn steigern, und erblickt in dem Frieden der Confessionen, in der der Gleichberechtigung entsprechenden vollen Hingabe des Juden an das Vaterland, die Gemeinde und die GesammtheiS der Mitbürger die wesentlichste Grundlage für eine gedeihliche Thätigkeit. Die verehelichen Gemeindevorstände werden ersucht ihre Beitrittserklärung auf der Anlage vollziehen und bis 1. Oktober l. I. an Einen Der ergebenst Unterzeichneten einsenden;u wollen. Der Beitritt einzelner Glaubensgenoss en ist dringend «ünschenSwertb, und ihre Anmeldungen sind willkommen. Der geschäftsfübrende-Ausschuß des deutsck-isrl. GemeinderageS. Moritz Kohrrer, Vorsitzender (Leipzig.) Gmil Leb«an», Adv..- Schriftf. (Dresden». Geora Keigl (Prag). Dr. D. ftonigtaatm (Breslau). Josephthal, Adv. (Nürnberg). P. Wertheim, Secretär (Berlin). Wir werden uns nunmehr über die Aufgabe und Tendenz dieser angestrebten Bereinigung auSzusprechen haben, Wochenbericht. Ober-Ingelheim, 23. September. Herr Or. Leopold Stein in Frankfurt a. M. hat sc ebm ein neues Unternehmen angekändigt — die Herausgabe von Predigten. „Aus dem Westen" betitelt, sollen dieselbe in zwanglosen Heften erscheinen, von welchen 12 einen Band bilden und zu 1 fl. 12 kr. verkauft werden. DaS bereit« erschienene erste Hest enthält neben einer Einführung eine —wie wohl vorauszusetzen — meisterhafte Rede: Durch Klarheit zum Frieden; gehalten nach der Rückkehr von einer Erholungsreise in der Schweiz, Samstag, 7. Aug. 1869,.— Reumnnd Elul 5629. Es läßt sich mit Bestimmtheit ein großer Erfolg für die« Unternehmen erwarten, den wir ihm herzlich wünschen. In der Obstausstellung in Hamburg befanden sich auch 5 ausgezeichnete marokkanische ESrogim, die zusammen zu 50 und später einzeln zu20Thlrn. verkauft wurden. Einige Fromme Hamburgs hatten einm großen silbernen Pokal alS Preis für einen Myrthenstock (Hedes) auszesetzt, dessen Zweige von unten auf allen Anforderungen des RitualgesetzeS entsprechen, d. h je 3 und 3 Blätter im Kreise haben. In Kassel wurde der edle Gönner der Achaw«, Herr I. Rothfels, vom großen Bürzerausschu) mit an . Einstimmigkeit gränzender Majorität (42 von 44 Slim-! men) zum Stadtrath erwählt. Das demokrati'che Programm für die neue Bundesverfassung in der Schweiz stellt im §. 4 folgenden Grundsatz auf: Gewährleistung der CultuS- und Lehrfreiheiten im ganzen Umfang der Eidgenossenschaft, Unabhängigkeit der bürgerlichen Rechte und Pflichten vom Glaubensbekenntniß. Aldcrmann Salomons, der berühmte englische Jude, der vor einigen Jahren Lordmaj»r von London war, hat von der Königin den BaronetS-Titel als Anerkennung seiner Verdienste, erhalten. Darmstadt, 13. September. Unlängst wurde ich durch die Erklärung und Auslegung des Worte» „Trop", welche ick in Ihrer werthen Zeitschrift la», auf den Geoanken geleitet, über die Entstehung de« Ausdruckes „SprSnacht" der für „Samstagabend" üblich ist, nackzusinnen und kam zu dem Schluß, daher vielleicht von dem lateinischen „spes, die Hoffnung", herzuleiten sei, , da wir an genannter Zeit hoffen und dies ja auch durch! den Ausdruck „gute Woche" gegenseitig äußern, daß die künftige Woche un« Glück bringen möge. — Weit dav»n entfernt, dies als Behauptung aufzustellen, will ich mich im Gegentheil von Andern darüber belehren ■ lassen und bin begierig. Näheres hierüber von denen . zu erfahren, die tiefer, als ich, in das Licht jener schönen > Wiffenschaft, der Philologie, eingedrungen sind, da ich nur ein schwacher Kenner derselben bin." M. S.b ..... t. Aus Württemberg. Hier folgt der StaatSi anzeiger aus Württemberg mit einein ofstciellen Artikel,! den Sie zum Abdruck in Ihr geschätztes Blatt bringen! werden. *

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