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Der israelitische Lehrer · 1869-09-22 · 38 (22.9.1869) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
38 (22.9.1869)
Date
1869-09-22
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Der Kraelitisclie Lekrer. Wochenschrift für die allgemeinen Angelegenheiten des IuderrthumS und insbesondere des israelitischen ^ehrrrstandes. Orgau für den Verein „Achawn."' M 38. Den 22. September 186S ll. Jahrgang. fBMmtlidi 1 Nummer Biertrijährticher Sbonnemmtäprri« 40 k. 11% Sgr. Ln>«igm jt» 1 Sgr. dir Prtüzrite. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. A ch a w a. Die verchrlichcn Mitglichrr »erden u» gefällige, schleunige Einzahlung der statutarisch seit dem 1. Juli fälligen und noch rückständigen Beiträge ersucht. Pe^sumüberecht'gle wollen ihre etwaigen Anträge behufs Prüfung ze.tig emsenden resp. erneuern oder durch d'e Bczirk-comite'S erneuern laffea. 4 - Frankfurt a. M, 9. September 1869. Die Verwaltung. 3«r Tchulfrage A« Kuttenfefie. - Di« Festtage sind bald vorüber und mit ihnen gehen auch die schönen Tage de« Sommer«, die Hellen und freundlichen Zeiten zn Ende und herbstliche unfreundlich« Tage nahen. Während wir hier arbeiten, zersaust der Sturm die Bäume vor unserem Fenster; die grüne« Zweige, die uns so sehr erfreuten in heißer Sommerzeit, welken und werden nach alle Winden hin zerstreut und verjagt wie — di« Hoffnung««». Auch wir gingen diesem Sommer mit großen Erwartungen entgegen, mit Hoffnungen, vollen, grünen, vielversprechenden Hoffnungen für den Stand, dem wir angehiren; für die- Sache, die wkr in birseri Blättern vertreten. Der Herbst ist da — die Hoffnungen sind nicht erfüllt; sie sink ihrer Erfüllung nicht einmal näher getreten. Wir stehen heute, wo wir im Frühling standen, nur um unsere Hoffnungm lind wir — ärmer geworden. „Du sollst dich freum — Du nnd der Levite", d. i. der Lehrer. Sie — die- Lehrer — find die- ®ot» trsdiener unsrer Zeit. Der Stamm Leui al« gesom dertr« Glied der Judenheil ist' nur eine Erinnerung, «ine Mumie in der Gegenwart — nicht bedeutung«- j vdlkn für da« relkgikst Leben» ab« jeder andere I Jsraelite; nicht einmal ein besonder» ehrwürdige« Denkmal au« alter Zeit, denn wir wüßten au« der späteren Pertode, au« der Epoche seiner Wirksamkeit ta Lande Israel, keine besonder« ihn verherrlichend« That. Aber die Lehrer der Gegenwart, sie find di« treuen Wächter, die echtrn Priester; fle sind die festen Säulen der Ztstmrst de« Judenthum«, st« find die Erhalter der Gemetndea, auf ihnen beruht da« Heil und der Segen, aus ibren Schultern liegt eiue hohe Verantwortung, liegt Me«, wa« wir von der religiösen und allgemeinen Bildung für Israel erwarte». Habt ihr, Männer in Israel, daran gedacht, sie am Feste zu erfreuen? E< gab eine Zeit — und in vielen Gemeinden mag e« jetzt noch so gehalten werden, — daß man anch dieser Pflicht in einer Weise zu genügen suchte, «te e« den Anschauungen unserer Väter und Mütter in jener Zeit angemessen war. Man sendet dem Ährer, dem Äorbetrr irgend ein Geschenk, nnd — damit hat man seine Pflicht erfülle —'Hat man? Wir, die Männer der Gegenwart, wir, Lehrer der Neuzeit, wir „tragen weit höher» Verlangen.- Wir sehen mit' offenem Auge, wie der Lthrerstand jnrückt geht, wie die jüdischen-Gemeinden vrrdumpfen unter' j dem Drucke von Verhältnissen» die abzuändern nicht' I in unserer Macht' lietzrn. Wir fetzen,' wie div Acht

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