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Der israelitische Lehrer · 1869-09-08 · 36 (8.9.1869) · p. Seite 400

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
36 (8.9.1869)
Date
1869-09-08
Page
Seite 400 (sequence 4)
Language
German
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T — 400 — Ein Glaubensgenosse aus St. Petersburg cheilt mit. daß es ihm ein Leichtes sein würde, eine schr große Anzahl von Beitrittserklärungen zu sammeln, wenn die Alliance in Rußland gesetzlich zur Annahme ermächtigt wäre. — Der Hr. Schriftführer theilt mit, daß unser Hr. Präsident die nöthigcn Schritte zur Erlangung dieser Ermächtigung thun werde. Hr Rabbiner Äaljichcr in Tborn war von dem Ausschuß ersucht worden, die von ihiil für die Colonisation Palästinas gcfäminelten Gelder uns zu überwachen : feine Antwort läßt Kosten. daß die Geber dieser Sunnnen sie. der.Alliance zur Verfügung steilen werden. Der Ausschuß, zu «^alatz meldet, daß die Israeliten zu Galatz eine Vergütung von 5000 Dukaten für den durch den AuftuKr des . 3/ Oktober letzthin erlittenen Schaden empfangen hätten; daß der „Rumänische Moniteur' den an den Wiener „Wanderer" gerichteten Brief adgedruckt habe: in ivelchein die Israeliten die Hoffnung auf ihre Emancipation aussprechen; daß die Vertreter Englands und Oesterreichs gcuieinsamc Schritte bei der Rumänischen Regierung gettun" hätten. um die Zurückziehung der Drohung Betreffs der Vertreibung der Juden aus den Landgemeinden zu erwirken. (Fortsetzung folgt.) Wö^enbericht. _@fr»' ^in OstftieS(and), 27. August. Audiatur et altera pars. Wir der „Israel. Lehrer" aus einem von der kürzlich in Hannover ftattgcfundrnen -Lehrer-Confcrenz erhaltenen Berichte mittheilt, ist die Ausführung deS schon längst vorhabenden Projektes, eine UnterstützungSkaffe für jüdische Lebrer-Wittwen und Waisen der Provinz Hannover zu gründen, nunmehr gesichert und soll erwähnter Kaffe, wie in demselben verlautet wird, wahrscheinlich schon mit dem 1. Januar 1870 CorporationSreckt in Aussicht stehe». Demgemäß füble ick mlck im Interesse der oftsriesischen jüdischen Lehrer zu nachstehenden nicht arg gemeinten Bemerkungen tief gedrungen und türfte vorausgesetzt werden, daß diese auch von Seiten de-VereinS gebübrende Anerkennung finden werden. Was die obwaltende Harmonie der fraglichen Kaffe anbelangt, so dürfte diese hoffentlich uusern Herren Landrabbinern und auch dem Vorstände deS DerxinS schon aus den -mehrmals schriftlich abgegebenen Erklärungen nicht ganz ftemd geblieben sein, denn in der That hat auch kein jüdischer Lehrer-von Ostftiesland über diesen , wichtigen Gegenstand mehr die Feder gespitzt, als 1 meine Wenigkeit. Im Jahre 1862, 63 und 6habe ich in dieser Angelegenheit an unfern Herrn Landrabbiner Hamburger in Emden geschrieben, item am 6. März 1866 und Ende April 1867 an Herr n Landrabbiner Hr. Meyer in Hannover und am l3 . Sept. 1866 an den Vorstand des Vereins, Herrn Lehrer Fleischhacker zu Harburg. In all diesen Schreiben habe ich deutlich zu erkennen gegeben, daß ich mit dem Hauptprinzipe des qu. Projektes völlig einverstanden sei, und auch gleichzeitig die Mittel und Wege zur Erlangung eine» Fonds sowohl, als auch zur Möglichmachung einer Vereinigung von sä mmtlichen jüd. Lehrern der Provinz Hannover, meiner unmaßgeblichen Ansicht nach, klar und deutlich angegeben. Um so mehr muß es mich wundern, daß von all diesem keine Spur in den bisher abgehaltenen Lehrerconferenzen zum Vorschein gekommen ist. Hwar ist es nicht zu verkennen, daß die jüdischen Lehrer OstfrieSlands so wenig Interesse für Lehrer-Societät hegen, sonst müßten diese sich weit mehr mit der Feder gerührt haben; allein was hätte eS genutzt? sie würden ebenso unberücksichtigt geblieben sein, als .ich. Ich habe di« etwas zu schroff abgefaßten Paragraphen: 7, 11 und 30 unserer Statuten im Jahre 1867 schriftlich gerügt, weil diese sich mehr für ein Lebensversicherungs-Institut, als für einhumanes, wie Lehrer-Wittwen- und Waiseninstitut, qualificiren, und bin noch bis dato resultatlos darüber geblieben. Wäre eS nicht empfehlender und wünschenswerther gewesen, schon um „ü’pj Dn'vn’ halben, wenn der Vorstand des Vereins unfern Herrn Landrabbiner Hamburger in Emden schriftlich ersucht hätte, daß Letzterer die Lehrer seine« Bezirks zu einer Conferenz nach Emden beriefe, um sich mit diesen über die Statuten sowohl, als über die Schulinteresien gemeinschaftlich zu berathen und gleichzeitig einen Ausschuß für die Landdrostei Aurich zu wählen, der auch mit dem in dieser stattgefundenen Spezialversammlung gefaßten Beschlüsse verseheg zugleich als Vertreter der ostfriesischen jüdischen Lehrer bei der Lehrerconferenz in Hannover persönlich fungiren könnte? — Die Lehrer OstfrieSlands würden gewiß Folge geleistet haben und hätten auch die Reisekosten ihrer Vertreter gemeinschaftlich tragen helfen. ES steht noch ein Weg offen, mittelst dessen sämmtliche jüdische Lehrer der Provinz Hannover mit einander , so euren könnten. Ich schlage vor, daß man Bezirks- und Provmzial-Schul- oder Lehrer-Synoden aus den 3 berechtigten Faktoren der Schule, in ähnlicher Weise wie die Rabbiner- und Kirchen-Synoden, bilde. Dieses Projekt scheint mir in diesem Moment um so empfehlenSwerther, als das jüdische Volksschulwesen zu seiner gedeihlichen Weiterentwickelung nach dem Prinzip der Selbstverwaltung gesetzlich geordneter Schul¬ oder Lehrer-Synoden bedarf. Diese sollen daö Organ zur Vertretung der Schulinteressen sein, wie auch ein solches Synodal-Mitglied künftig den Lehrerconferenzen als Berechtigter beiwohnen dürfte. Uebrigen« -s

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