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Der israelitische Lehrer · 1869-08-25 · 34 (25.8.1869) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
34 (25.8.1869)
Date
1869-08-25
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Der gsraclilisrfa Iekrer. Wochenschrift für die allgemeinen Angelegenheiten des Judenthums und insbesondere des israelitischen Lehrer st an Organ für den Verein „Achawa." kS. M 34. Den 25. August 1869. 9. Jahrgang Scifntlid»- 1 Nummer Biertelfährlicher AbonnnnentSvrei« 40 fr. — 11'.2 Tgr. Anzeigen zu I Lar. t,e ^etiteeilr He teUunge» , nehmen alle Postäuiter und Buchhandlungen >in. , Seit dem 23. August wohnt der Herausgeber dieser Zeitschrift nicht mehr in Ldernhcim. Seine derzeitige Adresse ist: I. Klingenstein in ^berrJngelbeim, Rkeinkefsen. Tic Perlaqsstcllc des „0, Sr. Lehrer" wird mit dem nächsten Quartal ebenfal s-nach Ober-Ingelheim übergehen und bitten wir dies bei der Bestellung gesil beachten und betr. Poststelle darauf aufmerksam machen z > wollen. r Ter Umstand, daß wir nun weitHäher und in direkte Bahnverbindung mit dem D.uckorte kommen, wird uns in den Stand icn.ii, ♦:n;ir£)m unsere ,'eittchrift jederzeit pünkl ch und rechtzeitig zu befördern. Qber-Jngetherm, 23. August 1669. Per Kerausgeö,r. Das jüd. Schulwesen in Mahren. Bis vor zwei Zahrzehnlen blühte in den mährischen Gemeinden das i. g. (shedei wesen, d. i. Privatichülen. in welchen b:e. .Binder den ganzen Tag über gehalten wurden, mir die Bibel in der Ursprache, biblische Gregese und etwa auch den Talmud zu pflegen: »reilich bestanden auch nebenbei Trivialschulen, allwo neben den Gegenständen der Volksschule stoch die Relig'on in der Muttersprache gelehrt wurde; diese wurde aber höchst unregelmäßig, kaum 2 Stunden täglich besucht und wäre ganz beseitigt worden, wenn nick: das. besetz zuni Schulbesuche .einen Zwang auferlegl bätlc. Der önenkliche Lebrer selbst wurde;unicist mit sckelem-Auge angesehen, weil der Gemeinderorüand mit ibm nickt so willkürlich wie mir andern Gemeindebedienstelen verfabren konnte, da denen Anstellung desinitiv von der Sckulbebörde gesichert war. AUmälig wurden der Privatschnlen immer weniger. .:no die Gemeinden mußten darauf bedacht -ein , den Unterricht des Hebräischen mit den off ent lieb er. Schulen zu vereinigen. . ÄniangS war der Unterricht privatim von den betresst nden Lebrern erthkilt wor-! den; nack und nach wurden die Schulen 1 niter gewissen Vorschriften und Bedingungen bcbvr >lich be- 1 ftätigle s. g. bebräisch - deutsche Schulen. Wie die Bebörden mit glnem Gewisse» 2d)iilcn nnte> Umständen, wie sie neck beute bestehen, genehmigen konnten, bleibt jedem erfahrenen Sckulmanne ein Rath iel. Das Mindeste der Unterrichtszeit mar ans täglich 7 Stünden festgesetzt, wovon der größere Theil dr Pflege der hebräischen Sprache zugewendet werden - mußte. Diese 7 Stunden, die der Behörde zu vie scheinen mußten, waren den Gemeinden noch viel u wenig, aus ihre Veranlassung wurde die Schulzeit nuf 8, ja 9 Stunden ausgedehnt, da ein bedeutender Lehrstoff zu bewältigen war, 100 und auch niebr >dai itel B.dO im Urterte, bebräische Grammatik, biblisch' Creqese n. s. w. balbjährlich, in mancken Schulen.'kam dazu nock der Talmud-Unlerrickr als geistige Tnr lern. Zn diesem Zustande bennden 'ick ne jütischer Scknlrn Mährens rumeist brnluitea": ir Lebrer iqlbst sehen wobl die obwaltenden Uebesttäiche mit all lbeiligen folgen ein, vermögen ade nicht b'i "> nach ntfvc zu

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