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Der israelitische Lehrer · 1869-07-21 · 29 (21.7.1869) · p. Seite 347

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
29 (21.7.1869)
Date
1869-07-21
Page
Seite 347 (sequence 7)
Language
German
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347 rA — in bcm er Ät ich fcD| Dir n'ljotf.'n we: Gehe in das jüdiich nach krrzem B. sinne Hnmath gefunden. Er vernahm ihr „Jeborcchecho" sicf im Innern. ' ,Icbrcchecho, Di wirst wiederlchren mit'Segen!-" Im Gefängnisse. Mosche wandte sich seinem Heimathlande zu. Aber nicht nach feinem Heinialhä nt, sondern nach einer benachbarten Grenzstadt wendeten sich eine Schritte. Kaum dort angelammen, -suchte! er einen hohen laing ichen Beamten auf. xi'ci i.jm mclb.tr er sich in der Früle des nächsten Tags. Masche gab sich ihm;Ü erkennen. ' „Sei mir herzli h gerügt, ehrlicher Mo'che,' sprach der Regierungsassessor Arnold von der Linde — so hieß der Beamte die.tzanv reichte, sage Dein Begehr, es een/ soweit meine Macht reicht. Ich kenne Dein früheres G.nchi k, ich weiß auch, das. Du damals zu einer starken GAärgnißstrc ke vcrurtheilt wu.dest — ich hoffe. Dir Helten zu können." Mosche trug feil Verlangen ror. Er wollte sich als Gefangener stelle» und eann die Gnade des König; nachsuchen. — WirlhshauS, sagte H rr von der Lind, n, dort werde ich Dich auffuchen lassen, wenn cs Zeit ist. Loch nein, komm Morgen zu mir! Ich muß den braven Jus en meiner Frau vorstellen, der eininal, als ich als Student einer dummen Streich mit seinem Pferde auf der St aße auskiihre r wollte, und ihn zwang, mich dasstlbe besteigen zu lassen, glei h daraus, als das Pierd in eine» Abgrund zu stürzen nahe wai Komm mein Freund' edel genug g sinnt, Am anderen M Heran wen der Linde geführt. E ne Frauen aus die Stirne gezei der Rr-ttcr meines A mit eigener Lebensgefahr mich rettete. .M ine E.lla ist ein edles Weib, menschlich mi. in inen L.bensrettcr in Dir zu ehren. Tann wollen wir sehen, was weiter zu ihm ist. - Mit frohem M> the kehrte Molche in einen vom Affeffor bezeichnet«!! Gasthof «in. rgen liest er sich zur bestimmten Z it bei melden. Er ward in das Familie zinrnier igcstalt, der die edel menschliche Gesinnung hnet war, trat ihm entgegen. „Sie sind stnold," sagte sie. „Er hat mir schon davon erzähl, Gott segne Sie kaiür. Setzm Sie sich zu mir. Arnold sagte mir, daß Sie sonderbare Sch cksale erlebt haben. E wird bald kommen. Er ist eiligst in drmgendcn Geschäften abgerufen worden, - erzählen Sie einstweilen. Wie fühlte si h Noiche angenguihef von dieser freundlichen Rede. Wer hat nicht das wohlthuende Behagen schon gefühlt, daß nur gebildete and warmiühlende Frauengestalten deui Sorgenvollen cinzusla reu im Stande sind, wenn sie mit zartem Finger unsere Wunder berühren — uns zu ihrer G.sühlswärme erhlbend? Er erzählte. Mit steigendem Jiitercffe hörte Eilla bis zum Schlüsse, dis zum letzten Sabbate zu. Da flog die'Thi re aus. Schreckensbleich stand £>err von der Linde auf der Schwelle. .Fliehe, Mosche/ fliehe!* | lFortsctzung folgt.) Zur 18. deutschen allgemeinen Lchr^rvertamml'ung zu iMin<;Ktcn -Der ^Leirrst and. *) Ta' VclnftnnC ist der Weinst and, Er webrt der Seele streicht / Er siebt nud l'.rrrl an ihren Pivnen, Und weckt nud ruft mit Llebesworten, Ais sie ersteht in lichter Bracht. D er Lehrstand ist der Wehrstaud, * Er wedn der. Erde 'Jiotlr, Und lehrt, mit emsig irohen Hände», .- Zu sainmel» rings die (stolleü'vendeu, Die deiitn sich ivandeln nnü in Brvd. Ter Lehrstand ist der Wehrstaud, Er webrt dem Knechteosinn: Und webt ruK> bei.'gein Teelenalnten, Der Freiheit gvld'ne Hi'.»mels'«ahneii, Und pflanzt als Heiisxanier sie bin. Ter Lehrstand ist der Aährsland, Er iiähri den schwachen i^eistl' » Und giebi ihm Kraft und Liesenstärke, Auf das; ein jedes seiner Werte, Hinaus ziiiil ew'gen Lickste iveist. ' Ter Lekrstand ist der Häbl stand, Er nährt des Herzens »'•Mmlv; Hilf schürt die lwil'ge» Himmesssiamineii. Taff treu die Menschen steh'n beisammen AIS Brüder stetö mit trenein Muth. Ter Leirrstand ist der A'äbrstant, Er näl>rt des Blickes Kraft; Und dehnet weit dein irdisich Hoffen, Und bält dein Aug' gen Himmel offen, Taff nickst verzagt dein Mutt« erschlafft. Der Lebrstand ist der Ehrstand, Er ehrt den zarten Keim; Und spüret nach den <°>w:lesspure», - Und sucht nmber ans keil'ge» Fluren, llub kehret Abends wonnig heim. *) Wir glauben unsere Leser w'rvcn uns Dank, wiffen, wenn wir ihnen den Text dieses von einem jüdischen Schuldirektor lHorwitzi verfassten und von >ineM jüdischen Kapcllin ister (Lewandowski) componüten Liedes unscrcr Zeitschrift vorführen. , Red.

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