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Der israelitische Lehrer · 1869-07-14 · 28 (14.7.1869) · p. Seite 340

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
28 (14.7.1869)
Date
1869-07-14
Page
Seite 340 (sequence 8)
Language
German
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340 — imb nun ktnn, ja, lemoan haschem ulemaan horachamim, laßt mich nicht Io lange in der fürchterlichen Angst hier fitzen; ich kann Alles hören, sagt's nur. , , - „Sei ruhig," sprach Chajim, „Du sollst Alles hören, früh genug. Tu warst noch'nicht lange fort, da starb Golde'S Mutter und daS war gut für die Schwachsinnige. Aber nach 4 -Wochen starb auch Deine Mutter plötzlich, 'meine Zippor stand an ihrem Todtenbette, denn Golde war io schwach geworden und hatte keine Thronen mehr. Kurz vor ihrem Tode ries sie nur noch einmal „Mo,'che, Molche' und dann entfloh ihre brave Ncschowo* **)). wie ein würdevolles Eschethchajil "j oleho Hascho- Jont***). Deine Golde war nur noch ein Schatten, so schlich sie durch das Torf, jeder harte Rachmanus *) mit ihr Sie wollten ihr Unterstützung bieten aui dem Frauenverein, aber das nahm sie nicht an. „Mein Mosche wird für mich sorgen," sagte sie. - Da kam ein Brief von Dir am Tage ihrer Entbindung. Wir wollten, sie solle - schreiben. Nein, sagte sie, soll ich chm schreiben, daß alle seine Lieben hingegangen? Gott wird sorgen, und wenn «r auch keinen Brief bekommt, kommt er vielleicht > und drückt mir, die Augen zu und die Regierung wird ihm die Strafe um meines'a> men Kindes willen nachsehen» da der Gensv'arm. doch nicht glstocbcn ist. ■ J (Fortsetzung folgt.« Anzeigen. Inserat. Ein früherer Lebrer, Borbeter und Prediger, der seit einiger Zeit, einem unteren Berufe lebt, wünscht während der bcheiu Festtage in einer anständigen Gemeinde den Gottesdienst zu versehen. Näheres bei dem Herausgeber dieser Leitung unter Ehisfre M. C. S. Wir können diesen Mann, den mehr innere als äußere Gründe zu diesem Dienste zu treiben scheinen, warm empfehlen. Ned. des „Jsr. Lehrer." Worte öos. ^tßkhieöes. Die Gestaltung der israelitischen Lehrerverhältnisie im Allgemeinen sowie manche mir persönlich widerfahrene Unbill im'Besondern haben mich -veranlastt, aus meinem, bisher innegebabten Lcbramre in Neukirchen bei Ziegenbain -und auS dem Lchrsiande überhaupt auszuscheiden und in Eisenach eine K u n st-,. P ap i e r- und Lchreibinaterialienhandlung zu errichten^ Es ist kein leichrcS Unternehmeneine gewohnlp Tbäligkeit. mit welcher man ", Seele. **) Diederweib. ***) Friede mit. ihr. *) Mitleid in 33jährigem Wirken mit allen Fasern seines Geiste» uud GemütheS verwachsen ist, zu verlassen und im Herbste des' Lebens seine Laufbahn gewissermaßen wieder von vorneu anzufangen. Ich thue diesen Schritt im vollen Bewusztsein der ganzen Schwere desselben. Es gibt Verhältnisse im Leben, in welchen man entweder sich selbst oder diese aufgcben muß. Wer mich kennt, wird eS begreiflich finden, daß ich über die. Wahl nicht la.ige unschlüssigsein konnte. Wenn ich aber auch aus der äußeren Thätigkeit meines bisherigen Berufes scheide, sc scheide ich deßhalb doch nicht aus dem gei'«i',n Kreise heraus, I dem mein Wirken bis jetzt onge. ert hat. Die Schule und i,bre Lehrer werden stets >n «ntinem geistigen Sein ■ einen bevorzugten Platz einnehm n. Meinen iöraeli-! tischen und christlichen College«!. mit welchen ick stets so collegialisch-innig verbunden gnvesen bin, sage ich! für ihre mir bis jetzt bewiesene Freundlichkeit und - Freundschaft meinen herzlichsten Dank. Mögen sie meiner stets in Liebe gedenken und mögen ihre Er-! fahrungen im Amte und im Leben immed erfreulicher Natur sei»! Ick werde im Geiste und im Gemüthe mit ihnen vereinigt bleiben. Meine Liebe. meine Freundschaft und mein — Bedauern (?) wi«d ihnen stets zugewendet sein. Eisenach, den 4. Juli 1869. B. Hanse. i’flirtf-Uncrtitj: Für das israelitische Lehr- und Erziehungs-Institut zu Pfungstadt bei Darmstadt wird unter sehr günstigen Bedingungen ein tüchtig-r Elementarlebrer sür hebräische und deutsche Fächer zu engagiren gesucht. Der Eintritt könnte gleich stattsiuden. Anmeldungen beliebe man unt«r Einsduhtmst^von Zeugnissen an -den lliuerzeichueten zu richten. l)r. Joel, Direktor. crr Lehrer Waldbott in Nockenh'ausen wird den Herren Subscribcnten der trad. „Synagogen- Gesänge" die Exemplare im Aufträge der Wittwe W a l d b »Ls aus Oberlustadt übersenden. Derselbe nimint weitere Bestellungen auf obiges Werk entgegen. Fortsetzung und Schluß der Gesänge für die hohen Feiertage folgt bis zum 15. August d. I. Preis der dritten Lieferung 15—20. Sgr. . Hat». K? Bcrantw'orrlilbe Rcdaction und Lcrlaq von Joseph Klingen st ei». Lehrer zu Oderrcheim in Rheinhessen. Für.« r B« chhant el in Commission bei Lskar Leiner in Le.pzig. — Q Gottslebcn's Buchdruckerei in Mainz.

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