Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Lehrer · 1869-06-09 · 23 (9.6.1869) · p. Seite 300

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
23 (9.6.1869)
Date
1869-06-09
Page
Seite 300 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
79% known words query
IRI
…/4896751-5428712-5432022--2470-4898821
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

I — 300 — ■mit trcuV. 2rt>rit;t und TLcifi>r Haube bctleidkt, die nach alter Sille däs Haar vollkommen bedeckke- Es war eine bebäbiae bestall, der dio Fröinmiakeil, die .-stiNietenlril, die Viebe und käs das ne in ibivin Hau'e, in ihren Lieben, au der ieierlickien Sabbathrnhe tank, aus den Auaen ftrahlie. An ihrer Seile. standen zivei blühende Mädchenaeskalieu, niefcr gerade schön, aber dock einfach, edel und anmulbig, van etwa und 1^ fahren, mit üblicht qe fcheiielien fchwarlbtonden Haaren nnd läckien blauen Augen, so lickt n:nd bla», daß ne dein Gaste bis ins Innerste des Herzens bineiulenckieten. Tie allere, die der Weift gestern schon stachlig aeststen ckattc, stand binrer der Müller, das i'tckl fiel he! auihr «e-nntlickes Augenckt, von dein der Gast »•.:::e,i Blick nickt abivenden konnle, während die Jüngere ibr Augenckl uiebr der Mnlter zugewenket bakle, die freundlich läckekie bei den heileren Scherzen, die den Sippen des schalkba'ien Mädchens entströmen mußten und die nur Etwas nck genräßi.Tt' bauen beim Eiinrilie des Gastes. Dreier' reibst blieb still und ruhig in der A'äbe der Tbüre. Es war eine festgedrungene k'^nalt. nicht aroß aber krästig gebaut, mil.einem schwarzen Bollbarl. in der geralielen Stirne das ZcngUiß eines vielgeprüften Gebens. Er mochte etwa ■'!<> ölabre zählen. Mll der Hank über den Äugennand er io eine Weile da, und nachdem er stille, glelckiam wie nur für sick mehrnials „<^nr Sckabh's" wiekerboli balle, — jenes Wort, das alle Seliqket: des wahrhaft jüdische» Familienlebens in stck schließt. — und 'ein herzliches „Gut Eahr" dafür empfangen baue, lrar er an den Ti'ck, als wollte er auch den Segen der Ä'ellorn nuleinofangen inil den Sckweftdru und besonders mit tiU' alleren, nur —Golde! j r'cachem 2ckolo»i aleckem -iznd Viddnfck*, ge'agl war, fetzte man fick -still .zu Tifcke- Salme ließ beule keine Rührung an-kommeii: Lhm war der Tag zu heilig, der Tifch am Freitagabend darf, nick: enlweibl werken kurck düstere Stimmung. Heileren Sinnes soll der Zude fein — - stets feines Gebens stck freuen^ selbst das Vefccn des Geistes und Gernütbes fei ein-erbeitender, /robmackender Genuß. Darum sind alle Feste, selbst 5re l-eiligsten Bußtage—„Zcmin lowim" - gute Tage. — Bald war denn auck ein heileres Tischgespräch angeknüpfi, an dem fick' auck unfer Mofckc lebhaft und beglück! beibeiligte, so daß die Blicke der Faimlienglieder will Befriedigung a»s ihm rubrei: und als zum Schluß, -vordem Tischgebete, der Hausherr sein „sto! mekadefck schwii" und ,,'ma jons ** i'ang, da klang auck die sonore Slimmc Moscke's wacker dazwischen und Reizcken und Golde fangen mit- ST heiliger Freitagabend .... 'Fortsetzung folgt.. *) Friede sei mit Euch, und Heiligung de» Sabdatd» über Lein- **) Sabdatliche Tischlieder, „Smtroe" genannt. Anzeigen. fC*'n ^bßorrs ErziebungS Institut sucht zum l. Oct. c. tine.s unverheiratheten Lebrer. Die Stelle ist gut dctirt und bietet bei bewährten Leistungen sichere Aussicht auf Gehaltserhöhung. Gest. Meldungen beliebe man an die Redaktion dü. Bl. einzusenden. Ekincurrenz-Lröffnung. Die Stelle eines pädagogisch gebildeten ReligionslebrerS, womit rin jährlicher sizer Gehalt mit 600 st. verbunden ist, ist alsbäld in unserer Gemeinde zu besetzen und wollen concurrenzfihige Bewerber sich längstens 4 Wochen dato unter Anschluß der Zeug nisse an Unterzeichnete Stelle wenden. Worms, den 27. Mai 1869. Für den Vorstand der isr. Religionsgemeindo zu Worms. Der Vorsitzende: * J. Pfnngwt. Lehrer-Hacauz. Für das israelitische Lehr- und ErziehungS- Institut zu Psungstadt bei Darmstadt wird unter sehr günstigen Bedingungen ein lück'tigkr Elemrntarlehrer sür hebräische und deutsche Fächer zu engogiien gesucht. Der Eintritt könnte gleich stattsinden. Anmeldungen beliebe man untrr Einsendung von Zeugnissen an den Unterzeichneten zu richten. Dr. Jogi, Direktor. Offene Lelirerstelle* Bei der unterfertigten israelitischen Gemeinde ist die Stelle eiurs Religion»- und Elementar-Lehrers nebst Funktion eine« Vorsänger» xrledigt. Gehalt -350 fl. nebst freier Wohnung und Beheizung sowie nickt unbedeutender Nebeiieinkünfte, besonder» wenn Bewerber Unterricht in fremden Sprachen rrtheilen könnte, für deren Minimum 100 fl. garantirt wird. Bewerber wollen unter Beifügung ihrer Zeugnisse sich innerhalb vierzehn Tage wenden an die Jsrlltlitilchk jKlllills-KkkvsItllllg in Redwitz bei Hochstadt (Bayern). Verantwortliche Redaction und Verlag von Aseph jklingenstein, Lehrer zu Odemheim in Rheinheflen. Für den Buchhandel in Coir.rnilsion bei Cslat S>in«r tn Leipzig. — Kvttsleben'i Buchdruckerei in Mainz.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.