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Der israelitische Lehrer · 1869-06-09 · 23 (9.6.1869) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
23 (9.6.1869)
Date
1869-06-09
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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er Wochenschrift sich die yllgemeiuetl Anaelcgenheitcn des Iudenlhums und insbesondere des israelitischen V e r e r st a n d e k. Organ für den Verein „Achawa." Jt'i 23. Den 9. Juni 1869. 9. Jahrgang. Wöchentlich 1 Rümmer Vierteljährlicher Lbonnemrnisprei« 40 h. — 111,2 Sgr. Anzeigen zu I S>n. die Petit,eil» PesteUungen nehmen ave Posiämte. und Buchhandlnnqe» an. Die Synode. Odernheim, den l. Zum. Die Synode wird am LN. Zuni in Leipzig staiisinden. To schreibt der ütetaklenr der allgemeinen Heilung dev Zudenlhums — und daS dcnlsck'e Zorael lauscht andächlig diesem Orakel. Zn kielend — ad) „ein, leider in sehr wenigen deulschen israelitischen Gemeinden rüsten sich einige Gemeindeverlreter. — weniger Rabbiner und ncch weniger cder gar keim Lehrer zur Wallfahrt nach .dem Millelpunkle des deutschen Buchhandels. Bon noch rincr anderen Klasse spricht die Einladung, von den „jüdi sch - t h e 0l ogischen Gelehrten". Wer sind diese, wo sind sic? Wer prüft deren Recht auf diese- Prädikats Welche Facultät ist berufen, dg« Diplom auoznsertigen " Wo ist die Grenze, wo der Laie ausbört uild der jüd.l tbecl. Gelehrte anfängt? Wir, möchten »ist einer so beiligen Angelegenheit n-ckt Spott rrebcn; aber fast möchten wir glauben, was man unö schreibt, dag die Thüren zum Hciliglhum der ersten jüdisches Snnode der Neuzeit nur denjenigen izichibeamtetrn „jüdisd)- theologischen Gelehrten," geöffnet werden sollen, die Stücke aus Dr. Philippfoir'o „die W-elt nicht bewegende Phrasen," aus dessen „israelitische Reli- | gionSlehre" und „Gcbelbuch" auswendig kennen, mindestens beweisen izmssen, dag sie diese für tbeurce i Geld erkaufte Bücker ausgeschnitten haben! Doch wir — wollen unS nichts aufschneidrii lassen. Constatiren wir wiederholt nur das Eine: Philippscn ist nicht der Schöpfer, der Beranlasier dieser Synode; er war vielmehr, was wir nidu zu beweisen brauchen, rin Gegner derselben von Anfang her. Und nun geriet er sich als Meister und Prophet derselben, gewährt und versagt nach eigenem Gutdünken Eintritt und Stimme — einem ganzen Stande, dem Stande, der ebenso sehr hingrhörl als ider der Theos logen; ohne welchen in der heutigen Zudenheit, nach I ter ganzen Gestaltung, die unsere Entwicklung genommen bar, gar nicklo geschaffen werten kann. And) Lehrer rüsten sich zur Reise nach Leipzig. Wir werden uns.wohl ein geschäftsordnungSg-mäßeS Mandat verschaffen, aber nicht: weil, sondern — obgleich. Wir wollen darum heute Streitfragen im Beraus zu Ende bringen, Ungebührlickkeiten abweisen, um unsererseits auf dem Boden der Snnode selbst nicht Veranlassung zum Streite zu bieten. Tort soll Friede herrschen! . Nachdem die Rabbinerversammlung beschlossen Halle, die Synode — eine Sache der Allgemeinheit ---;>.t veranlassen, war sic nichl berechtigt, rin Organ ausschließlich als das alleinige zu bevorzugen, ein Organ, das zudem — wie z. B. die Behandlung der Brochnre drS Herrn Ilr. Wiener zeugt — einseitig und parteiisch nur den Ansichten drS Redakteurs Raum gewährt. Alle Veröffentlichungen des Bureau» mußten allen jüdischen Blättern Deutschlands zugehen; oder ist unsere Zeitschrift den Herren de» Bureaus nicht bekannt? Die Svnode bat erst das Recht, sich ihr Organ'zu wählen. Wir machen für diese Bernachlässtgunz immer nur den Herrn Redakteur der „Z. d. verantwortlich. - Zn der neuesten Nummer beantwortet Herr I)r. Ph. eine Anfrage eines Lehrers wegen der Theilnahnie der Lehrer an der Snnode eigenmächtig dahin: „Besitzt der jüdische Lehrer jüdisch-theologisches Wissen, so gehört er der Kategorie der „jüdisch-theologischen Gelehrten" an, die ausdrücklich ein Element der Snnode auSmachrn wird. Besitzt er.dieses nicht, so wüßten wir nicht, was er auf der Synode sollte?" Er bat gesprochen. — Wir gestehen, wir waren über diese Äeußerung' eben'o verblüfft als empört. WaS heißt das zu Deutsch? Nun, Ihr „jüdisch-theologische Gelehrten," wenn Zhr zufällig daS Unglück habt-, Lehrer zu sein, so hat das nichts zu sagen, man wird, d b. ick, der

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