Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 14 (7.4.1869)
- Date
- 1869-04-07
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Beilage zu Nr. 14 des „Israelitischen Lehrer." Bericht der Alliauce Isratflite universelle, (öortii-fcunä aus dein Hauptblaue.) Unser vermögen nimmt jedes Jakr ein wenig zu, aber es ist neck lange nickt groß genug für ein Unternehinen, wie bie Alliauce'israclite universelle. Ties Jahr zählen wir 2,100 neue Mitglieder, neue AuSi'cküsse haben sick in allen Ländern Enropa's. in Afrika, im Orient gebildet. Wir habe» in Paris einen Perbreilungs - Ausschuß, eine Propogande aus 20 (Gliedern bestehend, niedergesetzt, die ohne Unterlaß danach nachtet, die Zahl unserer Mitglieder zu vermehren. Sckon haben ihre Anstrengungen bedeutenve Erfolge erzielt und ihre Bebarrlickkeit in einer undankbaren, aber ihrer Hingebung wcbl würdigen Aufgabe verspricht unS noch viele andere. Diese Männer haben Ansprücke aut unseren Dank und wir beeifern uns, ihnen denselben hiermit öffentlich auszusprecken. •)lad) außen j in ,Frankreich, England, Deutschland, Italien, in allen Ländern haben wir eifrige Mitarbeiter und gerne bekennen wir ibnen, daß die Alliance den besten Tbeil ihrer Fortschritte ihnen verdankt. Die deutsche Gesellschaft, die sich zu einem dem unserigen ähnlichen Zwecke zu Frankfurt am Main gebildet, balle, bat uns bei ihrer Auflösung einen Theil ihres Kapitals großmülhig zum Geschenke gemacht, und ein Tbeil ihrer Mitglieder in zu uns übergetreten. Ter l$'iar<l »k Dcldgate» zu New-2)ork hat auf sein Budget UKW Franken erhoben und sie uns für unsere schulen üi Palästina Übermacht. Schenkungen, Vermächtnisse kommen uns zu. Ein wobllbätiger, in Venedig verstorbener Fsraelire, Herr Ocholt, bat sein Vermögen an mehrere.Wohllhätigkens- Annalten vertbeilt. Die unserige bat tO.OOO Franken empfange». Ein anderer Zsraelile, der wünscht, daß sein Name unbekannt hleibe, bat uns :!200 Rubel zum Geschenk gemacht, und einer unserer Cßlanbensgenosien auö Ttraßburg, Herr Altsckul, hat uns eine Rente übergeben,.um die Erinnerung an seinen Lohn, Eugen Altschul, Schriftführer des Ausschusses der Alliauce, zu erbalten, der in der.Blülbe feiner Fahre gestorben ist und ein »nerlöschlickes Bedauern b^i all' denen binterläßt, die seinen liebenswürdigen Ebarakter, seinen hohen Geist und seine Rechtlichkeit gekannt haben. Tie Begeisterkung für unsere Gesellschaft ivächst in dem Maße, wie dieselbe in ibrer Entwickelung fortschreitet und offenbart sich unter allen Formen, in allen Sprachen, allen Landen. Tie vor j. einigen Monaten zu einem Evngreß in Florenz vereinigten italienischen Israeliten übersandten der Alliance brüderliche Grüße und Glückwünsche für ihre Bemühungen zu Gunsten der unterdrückten Juden. Unser Unternehmen findet Mitgefühl bei allen Ebrenmgnnern. Setzer^ wir eS fort. Rufen wir alle unsere Glaubensgenosien zu Hülfe, das Werk erfordert aller unserer _ Kräfte. Was dürfen wir nicht alles von einer solchen ' Vereinigung erwarten! Sie wird uns die Mittel verschaffen,; für alle unsere Glaubensgenossen das zu thun, was wir, für einige thun. Wir können ibnen Allen, in allen Ländern Unterricht, Arbeit verschaffen, sie in Kraft und Wissen emporbeben, und durch sie die Völker, in deren Mitte sie leben. Tiefe Macht iin Guten, wir arbeiten daran sie uns zu erobern und unter 'Ihrer Mitbülfe, ineine Herren, wird es und auch gelingen." ' Anhaltende Beifallsbezeigungen folgten dem Verlesen dieses Rechenschaftsberichts. Herr Lronre Lehmann,. Mitglied des Central- Ausschusses, erstattet den RechensckaftS-Berickt über die finanzielle Lage der Gesellschaft. Meine Herren! Meine ebrenwerthen College» baben niick beauf- ' tragt, der General-Versammlung der Alliance den finanziellen Rechenschafts-Bericht der ^Gesellschaft vorzulegen. Ick bedauere,. daß besondere Umstände Sie des Vergnügens berauben, anstatt meiner Herrn Levi Alv areS zu hören, der diese Ausgabe seit mehreren Jahren mit so vieler Hingebung und mit einem Ta-; lenke löste, welches seinem Nachfolger leider fehlt.; Indem ick midi, ich.versichere Sie, sehr gegen meinen j Willen, mit einer Mission beauftragt sehe, für die! ich so wenig geeignet bin, möchte ick gerne mit Figaro s sagen: ..Man brauchte einen Rechner und bekommt I einen Tänzer." j Anstatt eii^ö Rechners, anstatt eines Mannes vom Handwerk, ist es ein Uneingeweihter, der Ihnen, meine Herren, so gut oder vielmehr so wenig schlecht als möglich und unter Anrufung Ihrer ganzen Nachsicht Einige Ziffern unterbreiten und einige auö diesen Ziffern sich ergebende Bemerkungen vorlegen wird. Folgende Tabelle wird Ihnen unsere Lage am 30. September, Schluß des Rechnungsjahres 1867 biS 1868 klar machen. Einnahmen. Beiträge von 1866 . FreS. 1435. 30 „ „ 1867 . „ 24,371. 90 „ 1868 . „ 20,560. 30 --- 40,367. 50 Gaben mit besonderer Bestimmung . Fres. 13,803. 25 Gaben für die Schulen .... „ - 3,891. — Für Unterstützung der jüd. Wissensch. „ 110. — Für jährliche Unterstützung der Gelehrten .......... „ "'100. — Verschiedene Einnahme (Zinsen von „ angelegten Kapitalien) . . . „ 2;757. — Summa der Einnahmen Fres. 67,028. 95 i