Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Lehrer · 1869-03-31 · 13 (31.3.1869) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
13 (31.3.1869)
Date
1869-03-31
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/4896751-5428712-5432002--2361-4898722
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

♦ Wochenschrift mr die allgemeinen Angelegenheiten des Juden; hüms und insbesondere des israelitischen V c l r e r st andes. - Organ für den Verein „Achawa. Jfi 13. Den 31 März 186». " . 9. Jahrgang. Döchcnrlich I Rümmer Bierleli-chrlicher Abonnrmcntvvreis 40!r — 111,5 2<W- Anzeigen z« 1 Sgr>. die Petitzeile. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. Mit dieser \ummer sehliesst da*« erste Quartal unserer Zeit.sehr!ft und ersuelien wir um baldgefällige Erneuerung der Abonnements zur Post, damit die Zusendung keine liiterbreeliuug erleide. Protestantismus, Jndentkum und .Humanität. Die .»Ilgeiiitiite deiltsclic Lrhrer/ritunfr“ brockte in ihrer Nr. 1 nachshlgenoen Artikel von dem Herausgeber dieser Zeitschriss, den wir hiermit auck unteren Lesern vorzmühren stnS erlauben und dessen Veranlassung diese wohl aus dem Eingang dev Artikels selbst entnehmen. Es ist endlick an der Zeit, daß wir auck solcken Berunglimhfunqen des JudenthuinS entgegentreten, und zwar nicht nur in den jüdischen. Zeitschriften, wo sie den Gegnern und ibren Leiern nur selten vor die Augen foitutten, sondern womöglich in den n i ch tjüdischen Blättern selbst, in deren Spalten solche Artikel erscheinen oder | wo die Mißachtung des JndenthumS und das Gespeijst der allestiseligmachenden Kirche überhaupt umgeht. Indem wir den Lesern , einer hockst geachteten, freisinnigen und sehr verbreiteren pädagogischen Zeitschrift einmal ein klares 1 Bild des IudenthumS vor Augen brachten, glauben wir nur einer Heiligen Pflich^ genügt zu Haben, nach-; dem wir bis zum Rüsttag des VersöHnungsfestes, wo 1 wir den Artikel schrieben, vergeblich aus einen andern , geschickteren Vertheidiger unserer Religion gehofft Hatten. Wir fühlen un» hier jedoch! zu unserer Ireude verpflichtet, zu bemerken, daß;bie urhane und lonale Correspondeiiz des Hochgeehrten Redakteurs der „allg. deutschen LeHrerzeikuugdeS Herrn Direktors I)r. Berthelt aus Dresden, uns die Ueberzeugung gab, daß derselbe bei der Aufnahme des unten besprochenen . Artikels des Herrn Herold durchaus nicht die Abstckt I batte, gegen das Judenthum Iront zu machen, was wir bei den bekannten, stetS toleranten und edlen Gesinnungen dieses Herrn vvraussetzten. Auch von Herrn Herold laus Irankfun a. M.) erhielten wir, wohl als Erwiderung, einige frühere Nummern des „DeutickkatholischenSonntagSblaites" mit einem Artikel aus seiner Jeder. ä^>ir fühlen uns zu seiner Ehrenrettung verpfl-cktet, zu gestehen, daß die darin niedergelegten Grundsätze viel humaner sind, als die in dem unten beregten Artikel. Jedenfalls aber ist der ganze Vorgang ein Beweis mehr, daß über die Lehren und Gebote des Iudenrhums noch allseitig Unklarheit herrscht und daß eS a» der Zeit ist, mehr und mehr Aufklärung in dieser Richtung zu verbreiten. Die Emaucipation der Juden ist erst dann vollendet, wenn auck daS Iudentbum die ihm gebüorende Anerkennung gefunden bat. Der Artikel in der „AUgcm. deutschen Lebrcrzeitung" lautet wörllick: Der jüdisch christliche ReligionsuMerricht. Ein Artikel unter dieser Ueberschrist, von W. Herold, erschien in Nr. 17 ^bm vor. Jahre dieser Zeitschrift. Ick hoff'e bisher vergeblich, die Unklarheiten und Inkonsequenzen jenes ^Artikels würden Beran lafiung für Andere bieteü, demselben entgegenzrtreteu. Da kies bis hierher nock nicht geschehen, sc mögen mir, einem Juden, einige Worte in Beziehung auf denselben erlaubt sein. Herr Herold läßt im Eingänge seiner Arbeit unentschieden, ob er Ireund oder Gegner der konfessionelojen — Parität?- oder Simultanschule, wie er sagt — und des konfessionslosen Religionsunterrichts für die öffentlich^ Volksschule ist, obwohl er davqn spricht. Seine Worte bezeichnen ihn als Gegner. Dem freisinnig sein sollenden Charakter seiner Arbest entsprechend, sollte man doch wohl das Gegentheil voraussehen; und mit uits bleibt wohl jeder freisinnige und tolerante Schulmann, jeder Scküler Die-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.