Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 11 (17.3.1869)
- Date
- 1869-03-17
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Jsradafem Iekirer.; Wochenschrift für die allgemeinen Angelegenheiten des Judenthums * unb insbesondere des israelitischen Leh^erstandes. Organ für den Verein „Achawa.' Jfo 11. j i Den 17. Mär; 1869. 9. Jahrgang. Wöchentlich 1 Rümmer Vierteljährlicher »bonnementspreiS 40 lr. — Il'/r Sgr. Lnzeigen ,» I Sgr. die Petitzeile. , Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. ' [Acliawa. Verein jur Unterstützung hilfsbedürftiger israel. Lehrer, Lehrer-Wittwen und -Waisen in Deutschland. Februar-Einnahme. Spenden: Bon Herrn Levi in Euerbach von ihm selbst 30 kr., bei Beendigung seiner sel. Frau Sophie 5 fl. 24 kr., gesamtnelt bei der Hochzeit des Herrn Bernhard Lichtenauer in Brünnau mit Fräul. Ernstine Mai aus Frensdorf 4 fl. 36 kr., Legatdes .seligen .Henn Baron James v. Rothschild in Paris 100 FrS. 47 fl. 30 kr., von Herrn Leopold Dann und Eomp., Geschenk zu Pstrim 40 fl., durch Hfrrn Rabbiner Her; in Göppingen 4 fl. 40 kr., Frau Karoline Löwi in Adelsdorf 3 fl. 30 kr., durch Hrn. Lehrer Wrrthan in Bischbaüsen, gesammelt bei einer Hochzeit 52 kr. . Freiwilliger Iah resbejitragi pro 1868)v.on der II. Beerdigungsgesellschaft in BreSlau 3 fl. 30 kr. Ehrenmitgkiederbeiträge: die Herren: Juda Scheuer in Frankfurt a. M., Julius Feist da-' selbst, vr. Guido Löwe daselbst, H. B. Heymann in Nassau-Diez. Mitgliederbeiträüe: Marschütz in BurghaSlach, Buchmann in Adelsdorf, Marschütz in Frankenweinheim, WolfSdosf in Erwitte, Katz in Niedermeiser (inrl. Nachzahlen 5 st. 15 lr.), barsch in Anröchte (pro 1868 und 1860.) Frankfurt a. M., 1. Mürz 1*69. Der Rechner: Leopold Dan». . Zeichen der Zeit. (Fortsetzung.) , Diesterweg sagt: „Und dock sind praktisck gebildete Elementarlebrer,, die von der Pike aus gedient baben, die einzig nützlichen, die wichtigsten Lehrer an einem jSeminar." „Es mag in mancher Beziehung gut sein, wenn der Direktor akademische Bildung hat, nothwendig ist es nicht. Last er ein Theologe sein müsse, halte ick für eine sebr schädlicke Marotte. Ein künftiger Seminarlehrer kann aus der Universität Stoffe sammeln, das Lehren aber kann er daselbst nicht lernen. Alles, wa« er von akademischem Wesen in das Seminar hineinträgt, verdirbt die Anstalt; dieses gilt sogar von dem „wissenschaftlichen Inhalte"; pon dep Methode, vom Dociren versteht es sich von selbst. Die Literaten sind in der Reget oie Verderber der Seminarien, die praktischen Lehrer find ihre Hauptlehrer." — So Diesterweg. I Diesterweg ist freilich für eine gewisse Klasse von Lehrern eben für die „Gelehrten" keine Autorität mehr. /Leider! sie bezeugen damit ihre pädagogische Insolvenz. / Holen wir «ns darum noch ein anderes Uriheil. I)r. Karl Schmidt, eine der erhabensten Gestalten auf dem theoretisch - pädagogischen Gebiete der Neuzeit, der .Vater der Geschichte der Pädagogik, war aus dem geistlichen Stande bervorgegangen. Er und seine Beurtheiler geben zu,, das, die« seiner praktischen Wirksamkeit am Seminar«.geschadet,.hat,, daß er sich von seinem theologisirenden rtzrv docirenden Tone nie habe ftei machen können. Dieser selbe Schmidt sagt in seiner Schrift „Die Reform der Lebrerseminare": „Die Lehrerbildungsanstalten haben Lebrer zu bilden, die können, was sie sollen." Nicht blo» wissen, — können muß der Lehrer nnd zum Können hat deshalb die Lehrerbildungsanstalt ihre Zöglinge vor Allem zu erziehen. Ein Lehrmeister ist nur, wer den Lehrling und die Lehre kennt, und wer dann dieser Kenatniß gemäß die letztere dem erüeren zur rechten Zeit und in rechter Beschaffenheit zu reichen versteht." „Der Seminardirektor muß Herr der pädagogiscken Wissenschaft sein." | „Nur ein Mann, der selbst ei» Meister in der