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Der israelitische Lehrer · 1869-03-10 · 10 (10.3.1869) · p. Seite 78

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
10 (10.3.1869)
Date
1869-03-10
Page
Seite 78 (sequence 6)
Language
German
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I 78 treibungen in der Moldau, des erschreeklicben Trauers.'iels von Galacz. des Einspruchs der europäischen Negier»» gen, des Waffenstillstands, der unsere Angriffe aus die Ntmä uiscke Negierung beinime, nach dem von derselben gegebenen versprechen, den Lsraeliten Rüde unk NecklS^ch!::- weder zu verlcilvn- Ader'die Nückkel»;ur l^eievlichbeil, di.-! mit der -öffentlichen Meinung, war inr die egierur, ' rin Bruch-mit..der-Partei, welche die Gwieindever valuing, die öffentlichen Aeinter in Hanken.dal, weiche lue >iv.ifi der Negierung ausmachl, und das Herannalwu der Wc l>teu für die Erneuerung/der .Kammern machte der Regie ung die tlnterundnug seitens dieser Bariei;ur vn inigängliche» Motbwendigkeil. Lite Negierung gad il>r de LsraAilen Preis, und diele Partei predigte den Au»iand rege» ne -setzte bei den .Gemesntebebörden und dei d,r Negierung Berwalrnngsmgftregein durch, welche alle Neckte der e nden verletzten, dis dadiuj, wo der Bend der Ma orirät ii den Beriöi'i ring!»tainmern es idr erinöglichen würde, in durch Gew» ' ge billigtet' Weise gegen Es war gegen brachen nach einank. ne voranzugeben. Ende des LalreS l-^, loS zu Ealaralsch nnd Ealararsch nitrzie sich die Masse ans die Lupen uiiiesder kind ennorder nnd , Aufs Berlad. Anklage, -ne bätre» (in an den Btanern geitornenes Ebrnren reffen Blut rn. religiösen <^edrälicken verwendet, --tu Berlad wurden die Silken bektbnlkigl, ände Ln emen Mönch, den wiituenden Bernaw,. der in svelge i^on Aus. schweinnrgen aller Art gefforden war, vergiftet Eines Tags wurden die Lsraeliten angesalte den binlereinanver in den 3iraßen iniükande i. il> der nand rkeu,-!, ge ilvlf belagert und der Plünderung vreisgegebeu: fand >ogär eiueri Tckuk in' der 2r-eigerung irgend eine.'klage durch den Telegrapben näck A langen;u lassen. Ueberalt war den Anfftänki'ch loffakeir sicher. gleiLvr Leit wurden die Luken von maßregeln pari getroffen; ne winken von lsen ösientlschen Berffeigernngen ansaeschtoffen, den «verichisl'^ien nur re die >ea s 3rnnn adeii e > ä„,'ev B.nwtlt ings Genebmi-znng solcher Lmmobillen einer der 'iLniraivnien ein Lude war: niedrere rinde Verwaltungen verboten den Luden lchrinliche Kalten, ändere verdoien innen dein Berkalff Tleuffdv eon B-.or und Fleisch-au die Ebristen: mau ichlox ibre 3 s ulen wieder 'olien er Tik visraeliien beklagten f»ti;j vergedei wir ihre 'i lagen dei der Negierung!, trotztevi sie dac sprechen gegeben'bat», gerecht gegen ff'r zu f in i Lm Eegentdeil.e, von Tag zu Tag verP>!im»,er die t^age der- Lsraeliten- Lm Monar Ledruar voririe die '!an:> welches den Militärdienst rür die Luden Pstrchl machte nnd idiien zugleich jedes Blsrrncten hi der 'Armee versagte. Tas war nock nickt genug. Ein nnd. dreißig Tevulirte, darnnrer dsr 'iammsrvrä r-.ido^u sich , ler'ein <seiet;, zur gesei licken wo en zu sident und vier Universitätsprofefforen, überreichten einen (Gesetzentwurf bebufs Regelung der jüdischen Verhältniffe. Wir sagten damals, der' Gesevvor schlag sei daS Werk von ->l Wilden: es ist uninöglick, die Urheber dieses ungeheuerlichen Enlivur-sS anders zu bezeichnen- Eine Auseinandersetzung der Motive, iü riimänischer, deutscher und französischer Sprache geschrieben und gedruckt, gebt kemselbea voran. Man spricht darin ganz ernsthaft von der Ucberschwemmuiig Rumäniens durch ö<K>,<K>> Luden, „die sich durch ibren Ursprung, il're Tille», ibre 3prack,e, ibre Uebcr- ..lieserungen, ibre Moral von den Nnmänen unterscheiden, / .die in gewerblicher' mid gesellsckasklicher Hinsicht Nnmänien „erobert und inmillen der Nnniäniscken Weiellfcbaft ein „verabschenungwertbes Monopol 'begründet bällen, das de» »'lleinbandel und das »ileingewcrbe völlig vernichtet', sie „seien aller Trren unumschränkte Herren geworden, bätlcu „die eingeborenen Hanvelslenie lind Handwerker verdrängt, „sich als ein fremder Körper zwischen die verschiedenen ge „sellsckaftlichen >ilasse»! eingeschoben, weigern sich jeder „näbern Gemeinschaft n il der örtlichen Bevölkerung, sondern „sich ab, gründen in Nismänen, wie aUerwärlo, den jüdischen „3taat, der sie verbinderr, in Spanien Tvanier, in Eng „land Engländer, in Frankreich ,Franzosen, in Polen Pole» ^„zu sein." i Hieraus iolgr das besitz, das den Luden verbietet „sich! „obne stadträlbliche Plistimmung in den städtischen Gemein „den, aber gar nickt, selbst auch nickr vorübergehend, unter „welchem Borwand es auch sei, in den Vankgcmeindeii „niederznlaffen; das ibnen nnleriagl, städtisches oder länd „lickes Grnndeigenrbnm zu besitzen, i'andgiirer, Tckenken, „Mnl'len, Brennereien, Brücken, Weinberge, Weideplätze, , 3rälts;mn Blebmästen, Tckaspserche, Herberge», Wirtbs- „bänirr an den i'andstraßeu zu packten, irgend euren Hantel „mir 3peiien nnd Getränken für Ehrinen, irgend eine andere .Art des Handels obne besonderes Patent der Gemeinde „bebörke zu treiben, a» den öffentlichen Bersteigernnge» „lbeilznuebmen, endlich die israel. Bereine nnd Ansichüffc „sorilwsteben zu lassen, die bisher in verschiedenen 3lädle» „geduldet oder anlorisirr waren." Tie tViuclii, daß diese Ausschließung der Luden ans allem geselligen Berband an dem Linereffe, selbst an; der Menschlichkeit der 'Numänen scheiten, möchte, veranlaßie kie Antragsteller, kein (besetze ein ganzes 3>,stein gewalt tbätiger 3trafen binzuzufügeu, karnmer auch Ernlnnlernngziir Angeberei: ei» Tbeil der den Liiden durch gerichtliche Beschlagnahme emriffenen (süier sollte de» Angebern zusalleii. Mau trifft iu der Okeschichle der Bölker grausame «besetze, gegen die Lute» an, iiöuige, die iu ihrer ffvilllür und iu ihrer' Gewinnsucht hinreichenden Cffrund fanden, die Lndcn zu verjagen und ihre Güter in Beschlag zu nehmen: . aber sie alle sind nickt so gehässig nnd verabscheuungswerik - wie kiese Numäniscken Gesetzgeber, welche die ^Austreibung der Luden uirk die Beschlagnahme ibrer Güter durch eni ä

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