Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 9 (1869)
- Issue
- 3 (20.1.1869)
- Date
- 1869-01-20
- Page
- Seite 24 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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24 Selbstverständlich haben wir allen diesen Bestrebungen jegliches Knckentbum in jeder Form fern zu halten. Ja, es ist endlich unsere erste und letzte Ausgabe, alle Veran-, staltungen für die Zwecke der Volksbildung, in erster Reihe die Volksschule,. unabhängig von jeglichem Kirchenthum (oder von jeder" Priesterherrschaft) zu machen. Das sind unsere Ausgaben im Besondcrn. Wer' hat nun an die Arbeit zur Erfüllung derselben zu geben? Alle! — Vom ersten bis zum stylen Mann und Weib, der einzelne Bürger und die Gemeinde, vor allem die, welche schon jevl für die Volksbildung arbeiten oder arbeiten sollen: die Lehrer, die Schriftsteller, die ganze Presse, die politischen, die Arbeirer- und Bildungs-Vereine, kurz: alle! Tenn auch das gebärt zu dem viel vcrläugneten Grundsätze von der Gleichheit älter,-daß zur Arbeit für die politisch-soeiale Eiltwickelung jeder zugeiästen werde. Es kommt nur daraus an, daß die große Gemeinschaft dem einzelnen die reckte Stelle anweise, um sich nützlich zu macken, um mit Lust und Freude arbeiten , zu können. Gerade die Arbeiten für die Freiheit und für ein menschenwürdiges Tasein sind nickt, wie das'bisher Krauch'war, solchen zu überlasten, welche sich als die „Auserwählken" betrachten. — ein Fehler, der uns vielleicht mehr geschadet bar, als alle Vorrechte in Staat und Kirche zusammen. Als ein Srgan für die Arbeit in dem oben dargelegten; Sinne wird vom »j. Januar 1869 ab von dem Unterzeichneten herausgegeben werden: .Ter Wegweiser. 0roin für bi* CTolkjbjtiftuxQ m fitntf&iaxib. Es brauck'l wobl nickt mehr hervorgedoben zu werden, daß der' „Wegweiser" kein „Fackblatt" sein wird. Aber es wird seine besondere Ausgabe sein, alle die Volksbildung betreffenden Fragen , welche bis jetzt fast ausschließlich nur in pädagogischen Fackbläriern oder in den abgescklostenen Kreisen der' Lehrer und der niit der Leitung des Bildungswesens betrauten Gemeinde- und Staatsbehörden behandelt und beschlosten wurden, dem ganzen Volke zur-Erörterung und zur Entscheidung zu unterbreiten. Alles soll in einfacher, verständlicher- und möglichst ansprechender Form behandelt werden. '• Mehrere hervorragende. Männer und Frauen baden ihre Mitwirkung bereits zugesagt i hoffentlich werden noch andere sich für diese Arbeit gewinnen lasten. Ueberbaupt ersuche-ick dic,Freunde der Freibeit und der allgemeinen Volkswohlsabri — das eigentliche Ziel aller humanistischen Bestrebungen! — ihre Tbeilnabme in der einen oder andern Weste dem „Wegweiser" zuwenden zu wollen. Der Wegweiser wird in-einem großen Bogen zu jedem Freitage in Leih zig ausgegeben. Alle Postanstaltcn und Buchhandlungen nehmen Bestellungen auf denselben an.' Er kostet vierteljährlich 18V, Dgr. Berlin, Linienstr. 249, am Weihnachtsabend 1868. Eduard Sack, Lehrer, weil, in Königsberg i. Pr., Herausgeber des „Schulblatt für die Volksschullehrer der Provinz Preußen." Anzeigen. in junger israelitischer Lehrer, der insbesondere tüchtige Kenntnisse im Französischen bat, findet gute Stellung in einer Pensionsanstalt in Frankfurt a. M. Näheres bei dem Herausgeber dieser Zeitschrift. 6'in Kaufmann vom Lande, der ein bedeutendes - Manufakturwaaren-Geschäft hat, sucht einen Lehrling mit guten Schulkenntnissen. Kost und Wohnung im Hause. Gute Behandlung und Gelegenheit zu tüchtiger, allsertiger Fortbildung. Näheres unter Chiffre Zok. Ll. besorgt die Expedition dieses Blattes. <^ie erste Cantor- und -Hülfsreligionslehrerstelle der ^r hiesigen israelitischen Religionsgemeinde soll durch eine Persönlichkeit besetzt werden, die die beiderseitige Befähigung in fick vereinigt. — Die Stelle kann sofort angetreten werden, und wird mit einem fixen Gebau^von 875 fl. dotirt. Reflectanten belieben sich, bei unte^ikUMar"Stelle unter Beifügen der betreffenden Zeugnisse zu melden. Worms, im Dez. 1868. Der Vorstand der isr. Religions-Gemeinde: Isaak Pfungst ie mit einem Gehalt von 500 Thlr. resp. 400 Thlr. verbundene 2. und 3. Lehrerstelle an dem Seminar und der Elcmentar- Schule unserer Stiftung sollen mit dem 1. Lctober künftigen Jahres besetzt werden. Qualificirte Bewerber werden ersucht, ihre Offerten nnter Beifügung genügender Zeugniffe portofrei an die Unterzeichnete Stelle gelangen zu laffcn. Münster, den 29. Dezember 1868. Iffarks-Haindorfsche Stiftung. Verantwortliche Redact'gn imfc Verlag von Joseph Kl ingrnjtein» Lehrer zu Odernheim m Rhein Hessen. Für den Buchhandel in Co»-«nisfi»n bei Oskar Le in er in Leipzig. — I. Äotttleben'i Buchdruckerei in Mainz. r7