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Der israelitische Lehrer · 1869-01-13 · 2 (13.1.1869) · p. Seite 16

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
2 (13.1.1869)
Date
1869-01-13
Page
Seite 16 (sequence 8)
Language
German
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16 1 1 * kümmert und mißachtet. Allerdings stehen wir hinter unfern übrigen Mitbürgern an Zahl weit zurück, an Pflichttreue aber und Bürgertugend stehen wir ihnen vollkommen ebenbürtig zur Seite; was. ihnen gelührt, gebührt auch uns. Unsere.Gleichberechtigung zur ungeschmälerten Geltung zu bringen,-ist Pflicht und Aufgabe jedes Recht liebenden Volksvertreters; mir liegt 'sie noch besonders am Herzen. Die ehrenvolle Anerkennung, die-Sie mir im Namen meiner Glaubensgenossen entgegenbringen und welche ich bis an des Lebensende in dankerfülltem Herzen bewahren werde, wird meine Bestrebungen in dieser Richtung erfrischen und kräftigen. . Wie gering auch noch der Erfolg, durch Mulb und Ausdauer werden wir, unverzagt, ob des langen und schweren Kampfes, den Sieg erringen/ denn: Recht must doch Recht bleiben! Pcsth, 3. Januar. Die Hoffnungen aus einen günstigen Erfolg der Congrest-Bestrebungen werden immer geringer, die. Verwirrungen immer gröster. Es ist kaum dabin gekommen, dast Commissionen für die Schul- und Gemeindestaluten Entwürfe ernannt worden find. Die Parteien stehen sich schroff einander gegenüber. Die Fortschrittspartei lehnt fick an die Regierungsvorlagen und steht überhaupt allzusehr im Gerüche, mit der Negierung durch Dick und Dünn zu geben. Die Drtbodcxen kcmuen immer und immer wieder mit Verwahrungen, Prctestaticnen; ihnen ist alles gefährlich weil sie hinter jedem Beschlüsse, hinter jedem Worte selbst Heterodcrie, Neologie wittern. Die Kernfrage, um die es fick hauptsächlich bandelt: soll eine Rabbiner- und Lehrerbildungs-Anstalt errichtet werden, ist ihnen besonders verhaßt; würden ja dann die kleinen und großen Iescbibas Schaden erleiden! Dast die Fortschrittspartei nicht dadurch gewonnen hat, daß sie. einzelne unentschiedene Elemente in sich ausgenommen, ist nur zu richtig! Sc sieben wir immer leider noch bei den Vorfragen! Mittlerweile kostet aber der Ccngreß täglich 10o0ft , die aus dem ungarischen Schulfonds gedeckt, perden, .— und noch lange ist an eine rubige Discuffion nicht zu denken. Wae'bisher geschehen ist, :st für die Berichterstattung unbedeutend, — vielleicht kann ich Ihnen später jedoch interessantere Mittbeilungen für die nächste Nummer machen. ' Mew-Bork. Die hiesigen Blätter veröffentlichen einen Privak-Bries Grant's, worin er sich wegen seines bekannten Edikte von Tennessee zu rechtfertigen sucht und 'erklärt, keine judenseindlicken Absichten bezweckt zu haben. Er sei der Meinung gewesen, damals in solcher Weise dem öffentlichen Interesse zu dienen. Zm günstigsten Falle rechnm wir Grant nach diesem Briefe für^WMs"Heuigen Sünder, aber immer bleibt er durch WMüngereckte und. ungerechtfertigte Handlung ein Sünder. •* Anzeigend ie mit einem Gehalt von 500 Tblr. resp. 400 Thlr. verbundene 2. ipilr 3- Lehrerstelle an dem Seminar und ^^^lementar- Schule unserer Stiftung sollen mit dem 1. Oktober künftigen Jahres besetzt werden. Oualificirte Bewerbers norden ersucht, ihre Offerten nnter Beifügung ^genügender Zeugnisse portofrei an chie urUerzeichnete Stelle gelangen zu lassen. ' ' Münster, den^W^^ezcmber 1868. Stiftung. C^ie erste Cantor- und HülfSreligionslehrexstelle der hiesigen israelitischen Religionsgemeinde soll durch eine Persönlichkeit besetzt werden, die die beiderseitige Befähigung in sich vereinigt. — Tie Stelle kann sofort angetreken werden, und wird mit einem firen Gehalte von 875 fl. dotirt. Reflectanten. belieben sich, bei Unterzeichneter Stelle unter Beifügen der betreffenden Zeugnisse zu melden. WormS, im Dez. 1868. Der Vorstand der isr. Religions-Gemeinde: Isaak Ps«ngst Bei Adolf Hob«, Verlag und Antiquariat in Berlin. Dorotheenstraße 57/ ist erschienen und durck alle Buckbandlungen zu beziehen: Kochbuch für israelitische Frauen. Don Aebecka 'gfoff, geb. Hcinemann. Rebst vollständiger Speisekarte und HauS-Avotheke, Anweisung zur Führung einer religiös jüdischen Haushaltung. ' 4. verbesserte Auflage. Preis geh. 1 Thlr. Saub. geb. l'/i Thlr. Verantwortliche Redaction und Verlag von Joseph jil ingenftcin, Lehrer zu Ldernheiin in Rheinhefien, den Buchbandel in Commission bei Cifor Leiner in Leipzig. — Z. Eottöleben'» Buchdruckern in Mainz.

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