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Der israelitische Lehrer · 1869-01-13 · 2 (13.1.1869) · p. Seite 10

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
9 (1869)
Issue
2 (13.1.1869)
Date
1869-01-13
Page
Seite 10 (sequence 2)
Language
German
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10 n Lüsfelr Wal. in ÄaiierJIautern, Dr. IareezerpSkf in (rrnirr, (Jo'tiiliuf in Rdtenbmg, Hommel in Schweinfurt, Dr! M. Stern in Frankfurt a. O., Aron in Oftftefen, Dr.' Frhrenbach in Detmold (5 Tblr. Nachzabiung >. 'RcrdhauS in Paderborn, (Eppstein in Lichenrotb vlei'chhauer in Eamberg,, Schlesinger in Götlingen Benedikt Hause in Äeufirchen, Rothschild in Oberanla, Simon Lekmann in Lregenbeim. Kahn in Ho!:b't!wn. M e u i i Mitglied: Hieronymus Stein in Dasterstein. Iabrbücker: Simon in Laasvbe 2 fl 48 kr., Lub2:t in Fürfelk 27 kr., Waldbott in Oberlustadt 3 »!. 4; fr.. Rothschild in Treysa 4 ft. 34 kr., 2iei in?'7;er£ci.v 3 fL,-öal5 irt flai'evslautevn 7 fl 12 kr., 23i:i-.r: in Karlsruhe kt. 12 fr., S traust in Grünstar. 4ä fl. 48 fr.', Böhm in Bernburg 3 st. 17» kr., Pc.,er in Offenbach 72 st 2! kr., Dovenbeimer in Emmeudinsen 1» st. >8. kr.; Fleischhauer in Eamberg 2 ft. 24 fr., S. Kramer.in 'Ansbach 16 st. 48 fr., Dr. Falk.'»beim str'Kosten IQ st. 30 fr. "-rankenn M, 1. Januar 1860. - Der Rechne:: Leop. Dann. Die Gründung einer neuen jüdischen Schule. Etn 'Gutachten. (Schlust.) — Mm kann murr solchen Umständen wohl einen Dit.'krcr wählen, der die Organ:fazi»n res Lehrkörpers für :ebr! icht hält 'aber Schüler wird er wobt nicht mitbringen.- Ein wirklicher Pädagoge jedoch, ein areie-tener Schulmann, dem es tfriut ist um seine Lebensaufgabe, der genügende Einsicht, Berus und Gewissen hat, der nickt, blöS eine Stelle, sondern einen gesegneten Wirkungskreis sucht, wird diesen PorauSsegungen. gegenüber einem.solchen Ruse nickt genügen wollen. Der Mann must zur Stelle taugen, nicht die Stelle für den Mann geschaffen werden. Freilich sind.die Männer, die gewöhnlich an die jüdischen Schulen als''Direktoren berufen werden, nicht eigentlich Schulmänner, sondern Gelehrte: Philologen oder Theologen. Ich will hiermit meiner bekannten Ansicht oon dieser Sachlage zurückhalten, die deutsche Pädagogik, die bedeutendsten Männer auf dem Gebiete der Schule — Diesterweg, Lange, Lüben. Dütes, Kebr u. Ä, haben diese genügend gekennzeichnet und — gerichtet. Bei den jüdischen Herren Doetoren kömmt-noch der traurige Umstand in Betracht, dast gerade d:ese Herren gewöhnlich die xrononeirtesten ertremen reliaiösen Parteirichtunaen vertreten Dabei läuft jedoch die Schule Gefahr, von vornherein und noch vor ihrer Eonstituirung in diese oder jene Parteirichtung mit hinein gezogen zu werden, sie wird P a r t ei a n ft a 11, und verliert den einzigen richtigen Standpunkt friedlicher Entwick- , lung und Selbstständigkeit; sie schafft sich prineipielle Feinde unk Gegner in der Gemeinde — ein trauriges, l unwürdiges Verhältnis;, das nicht für die Schule i taugt, cie eine Stätte des Friedens, ein geheiligter > Boden fein soll, auf dem Alle fick einig fühlen. Gs taugt freilich auch nicht für einen Lehrer, ein Kämpe für eine ertreme, religiöse oder politische Partei sein zu wollen. Der Schulmann, der seine Feit unk Kraft seinem erhabenen Berufe schuldet, auf dessen Gebieten es Raum genug gibt für gesegnete Thätig Feit zum Heile des Ganzen, darf diese Feit unk Kräfte nicht in unnügen Parteikämpsen ausreiben Der Lehrer, der stets eine heitere Gemüthsftimmung sich zu erbalten suchen soll, darf sich nicht verbittern durch Parteikämpfe. Diese Zurückhaltung hindert ihn nicht, -zu jeder Feit, austerhalb und innerhalb seiner Sckule, seiner gemästigten, friedlichen Ueberzeugung zu leben, dieselbe durck Offenheit uns Klarheit zu betbätigen. Die Pädagogen wandeln den sichersten Pfad, wenn ne stets ihren Blick versenken in das Auge und in das Gemüth des reinen, heiteren, nicht präkestinirten und nicht prädeterminirten Kinkes. Das hütet vor Einseitigkeit, die den Frieden der Schule stört. Ich komme nun zur positiven Ansicht über die 'Art, wie eine neue jüdische tmehrktassige Sckule gegründet nnk aufgebaut werden soll. Soll eine Schule werden, stch als ein Organismus entwickeln, so must sie entstehen Klasse für Klasse von unten herauf. So wird die Schule wachsen unk gedeihen, sich entfalten, das ibr eigentbümliche Gepräge erhalten. Indem Sie beschliesten, eine Schule gründen und ihr die höchstmögliche, m den Gemeinde-Verhältnissen und -Bedürfnissen gegebene Ausdehnung geben zu wollen, haben ne »ick den Weg zu dem bedeutungsvollen Werke gebahnt. Sie nehmen neue Schüler, derenMebrzahl noch keine andere Schule besuche bat, stellen einen oder höchstens zwei Lehrer an, denen Sie von Jahr zu Jahr einen Lehrer für die höhere (oder je nach Befund für eine niederes Klasse zugesellen.' Sie übertragen provisorisch dem tüchtigsten am besten von den Lehrern 'selbst zu wählenden Lehrer die Leitung; sie fegen jedes Jahr einen Lehrer und eine Klasse zu unk so bild en Sie sich selbst ihre O b e r k 1 a s s e n. Ist die Schule soweit gediehen, dast das gemischte Klassen- und Fach- .system eingeführt werden must, so ist es Feit, den Dirigenten destnitiv zu ernennen, zu bestellen. Das wird eimreffey, wenn die 5» untersten Klassen besegt sink, wenn Ihre zuerst aufgenommenen Kinder etwa das 11. Jahr znrückgelegt haben. Der Direktor

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