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Der israelitische Lehrer · 1868-12-02 · 49 (2.12.1868) · p. Seite 296

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
49 (2.12.1868)
Date
1868-12-02
Page
Seite 296 (sequence 8)
Language
German
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296 thume über. Voiz. jüdischen Eltern geboren,-wurde er im Zahre 1846 als kleiner Knabe mit seinen Eltern und seiner Schwester sin Chvistenthume ausgenommen, und nun kehrte er zu seiner angestammten Religion zurück. Mehrere hundert Gefangene unter Leitung des Verwalters der Anstalt wohnten der Feierlichkeit bei. Nach dem Morgengebete sprach Goldschmidt zumersten Male den Segen über die Torah. Der hiesige Prediger Dr. Stern, der hie Feierlichkeit leitete, hielt hierauf eine ergreifende Rede. Sodann betrat Goldschmidt selbst die Kanzel, hielt eine AbscbiedSrede an seine christlichen Glaubensgenossen, in welcher er die Motive -seines Uebxrtrittes darlegte. Die rührende Feier schloß mit eirffcm von Goldschmidr gesprochenen Gebete für den Kaiser und die Dolsvertretung. (Abld.) Aus Ungarn im Novbr. Tie israelitischen Gemeindm Ungarns sind jetzt von deftigen Stürmen bewegt; es gilt die'Wahl der Deputirken zum israelitischen Congreß Die Wahl wird am 18. dS. staitfindcn und der Congreßzum 12. Dezember znsammenkrcten. Die verschiedenen Ricktungen bekämpfen einander in Wort und Sckrift: die Qrthodoxie, die Reformpartei, die Cbafiidim. Wir dürfen jedock bcst'cn, daß der, Sturm friedlick vorübcrgeben wird. ES ist zu bedauern, daß. .eine klare Parteisichiung nickt vorhanden. Man nennt hier Reformer, was in Deutschland orthodox ist, und den Chasiidim ist bekanntlich jeder ein Gottesleugner, der. ein angebendes Deutsch sprickt und schreibt. Die Reformer vom reinsten Wasser sind — leider oft indifferent und geben dann je nach den Umständen von einem Lager zum anderen über. Der gegenwärtige Congreß soll wobl blos die äußeren CultuSverbältnisie, Gemeindeftatuten, Sckule rc, ordnen. Allein gibt. es. wohl jüdische Verhältnisse,! bei denen die religiöse Ueberzeugung nickt in Betracht kommt? Ich werde Zhnen s. Z. darüber berickten. Zn Mähren werden ebenfalls die Gemeindevertretcr wieder tagen, um über die Verwendung des Landesmassenfcnds zu berathen. London im Novbr. Es wird.dahier der Bau einer neuen Synagoge mit dem Kostenaufwande von 25,000 Pfund Sterling vorbereitet. Wer Musik liebt den macken wir ganz besonders auf die Firma H. Heller in Brr« anffnerkzqm, welche Spielwcrke und Spieldosen, sowie die verschiedenartigsten Gegenstände mit Vkusik (letztere fast ausschließlich eigene Erfindung) in der größten Mannigfaltigkeit liefert. Wenn man die aufs reichhaltigste ausgestatteten Magazine besichtigt und eine Produktion der größer« Werke anhört, wie zum Beispiel die großen Oichestrions und die elektrischen Klaviere, deren Spiel, sowie das Sprüben der elektrischen Flammen, an'S jUnglaudticke grenzt, wird man unwillkürlich von dem Wunsche beseelt, abenfaüS ein solches Werk zu besitzen. „Der Wein erfreut des Menschen Herz" aber die Spielwerke von I. H Heller nicht minder. Liebhabern der Musik können wir dieselben um so mehr empfehlen, da der Ruf der Hcller'scken Spielwerke sich nicht nur über ganz Europa, sondern bis in die fernsten Gegenden jenseits der Meere erstreckt, rathen aber zu direktem Bezug, da, wie wir vernommen haben, durch sogenannte Vermittler vielfach unechte Werke untergeschoben werden. Wer daher seinen lieben Verwandten und Freunden oder sich selbst eine Weihnachtsfreude machen will, wende sick direkt an I. H. Heller in Bern. Unter stütz irngSe affe des Vereins israelitischer Elemeniarlehrer siir Westphalen und Rheinprovinz. An außerordentlichen Beiträgen sind ferner eingegangen: Herr Wal bäum in Menden. Nachtrag zur Aachener Kollekte. Herr B. Löwenstein, (Firma Gebr. Löwenstein, Hoflieferanten?c.) 15» Thlr. Herr Dahl in Schwelm. Collekte. (Die Herren David Meyer 2 Thlr., H. Meyer 1 Thlr., Marcus Rosendahl 7J/- Sgr., Moses Rosendahl 5 Sgr., Meyer Marcus 7'/^ Sgr., Herz Marcus 5 Sgr., Eahn Calmann 2'/^ Sgr., Zos. Her; Sohn 5 Sgr., Wwe. M. Herz lOSgr.) 4 Thlr. 12 >Lgr. 6 Pfg. Bielefeld, 10. Rov. 1868. _Der Vorstand. /^ipn der Religionsschule der hiesigen «A Spnagogen-Gemeinde, an welcher außer dem Gemeiude-Nabbincr als Dirigenten ncch drei Lehrer wirken, ist zum 1. Januar 1869 eine Lehrerstclle, zu bereit Uebernahme namentlich eine gründliche Kcnntniß der hebräischen Sprache ersorderlich ist, zu besetzend Das Gehalt dieser Stelle, welches einstweilen aus 300 Thlr. normirt ist, würde wesentlich erhöht werden, Falls der Eerrerber genügende musikalische Kenntnisse -besitzt, die ihn zum Chordirigenten und Vertreter des Cantors qualifiziren. Meldungen werden bis zum 6. Decembcr 1868 erbeten. Königsberg, den 6. Rov. 1868 Her torslani der Spappn-GmeMe. Briefkasten der Redaktion: Hr. B. in H.: Erhalten. Verantwortliche Redaktion und Verlag von Joseph 1kl ingenstein, Lehrer zu Odernheim in Rheinhffsrn. Für den Buchhandel in Cowrnission bei OSkar Leiner in Leipzig. — I. Gottileben's Buchdruckerei in Mainz.

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