Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Lehrer · 1868-11-25 · 48 (25.11.1868) · p. Seite 288

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
48 (25.11.1868)
Date
1868-11-25
Page
Seite 288 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/4896751-5428714-5431934--2194-4898574
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— 28ir gefaßt Bat und auch in der Folge dieselbe verwalten wird. . DaS ausführlich^ und inhaltsreiche Vorwort dieses Berichtes berührt nur die Mißstimmung, welcke das srübere Statut in den Gemeinden hervorgerufen hat und geht sogleich zu den aus jenen mißlichen Vorfällen hervorgegangenen vertraulichen und zweckmäßigen Resultaten über, zu der Wahl und Bestätigung des neuen- Curaloriums und den von demselben, im Sinne der von einem großen Thcile der Gemeinden kundgegebenen Wünsche, umge arbeiteten neuen Statuten, die. der höheren Genehmigung unterbreitet sind. Diese neuen-Statuten, sowie die vorzügliche Denkschrift^ deren schon früher im Zsr. Lebrer erwähnt wurde, find mit noch andern Anlagen in diesem Berichte abgetruckl. Hieraus besonders und der Denkschrift, gehet die ganze Sachlage der Stiftung klar und deutlich, hervor und muß sie auch jedem Unparteiischen vollkommen befriedigen. 'Das Resultat, des bisherigen/ von dem unsterblichen Profesier vr. Hainkorf vor 40 Jahren gegründeten und wäbrend vielen Jahren verwalteten Vereins, ist, nach tiefem authentischen Berichte, ein großartiges, besonders im Vergleich mit den Schwierigkeiten, mit welchen derselbe stets zu kämpfen hakie, und den wenigen Geldmitteln, .die ihm zu Gebote standen. Zweihundert und dreiundzwan^ig Lehrer sind in dem Vereine ausgebildet werden', die in ihrem Berufe segensreich wirken und dreihundert und neunundzwanzig Zünglinge sind seitens des Vereins zur Ausbildung als Handwerker :c. unterstützt worden. Die Lebrer-^öglinge erhielten stets und erhalten auch nach den neuen Statuten Unterricht und Logis fast ganz unentgeltlich, s.c.st« unbemittelt sind. Diese Zahlen beweisen mehr als alles andere für die ersprießliche und segensreiche Wirksamkeit des Vereins. Was wäre auch aus den Schulen der Gemeinden Destpbalenö und Rheinlandes. geworden ohne denselben? Weber hätten sie ihre Lehrer nebmen sollen? Und ivie viele tüchtige, und vorzügliche Lehrer sind nicht unter dem in dem Vereine ausgebildeten? Dem Schreiber dieses sind viele derselben persönlich alö solche belannt, sowie er auch -seit seiner Amtsthätigkeir viele derselben in seinen Gemeinden stets angestellt bat die säst alle zu seiner und der Gemeinden Zufriederheit segensreich wirkten und auck ein ächt religiöses und moralisches Leben führten- ES ist deßbalb schon die heiligste Pflicht der Gemeindet, diese unsere Stiftung, noch besser als bisher mit Beiträgen zu unterstützen, zumal dieselbe nach ihrer neuen zeitgemäßen Umgestaltung viel mehr bedari. Ebenso die der Lehrer, schon aus Dankbarkeit gegen eine Anstalt, die sie ausgebildet hat, daß sie mit Kraft für dieselbe'wirken und jede Empfindlichkeit, wie solche im vorigen Jahre von Seiten Einiger in diesen Blättern Aeußerung fand, zu beseitigen. Ich mache diese auf das, auch im Midrasch vorkommende Sprich- und Wahrwort aufmerksam: ,,In den Brunnen, aus welchem Du Wasser geschöpft bast, wirf keinen Stein." (Fortsetzung folgt.) Aufforderungr* Nachdem, was kaum erwartet werden konnte, dem Abgeordnetenhause das „Unterrichtsgesetz" den-, noch vorgelegt worden, ist unfern Ecllegen, von denen eine kaum nennenswerihc Anzahl zu unserer,Petition vom 14. Nov. v. I. ihren Beitritt erklärt, Veranlassung geboten, diesen Fehler neck gut zu machen, indem sie ihre Zustimmung — am beiten an das hohe Haus der Abgeordneten direkt — nachträglich aussprechen, wozu wir hiermit wiederholt dringend austordern. Jst auch nach allen Anzeichen kaum auf die Erfüllungl unsrer Wünsche zu rechnen, so dürfen wir selbst doch auch nicht scheinbar eine Zndisserenz in der Sache an den Tag legen. Thun wir das Unsrigel Bielefeld, 0. Rov. 1868. L. Blumenau Jn ,der Religionsschule der hiesigen Spnagogen-Gemeinde, an welcher außer dem Gemeinde-Rabbiner als Dirigenten noch drei Lehrer wirken, ist zum J. Januar 1860 eine Lehrerstelle, zu deren Uebernahme namentlich eine gründliche Kenntniß der hebräischen Sprache erforderlich ist, zu besetzen. Das Gehalt dieser Stelle, lvelches einstweilen auf 300 Thlr. normirt -ist, würde wesentlich erhöht werden, Falls der Bewerber genügende musikalische Kenntnisse besitzt, die ihn zum Chordirigenten und Vertreter des Cantors qualifiziren. Meldungen werden bis zum 0. December 1808 erbeten. Königsberg, den 6. Nov. 1868 Her Vontoii der Smopo-taMe. Verantwortliche Redaktion und Verlag von Joseph Kl ingenfiein, Lehrer zu Odernheim in Rheinhrfsen. Für den Buchhandel in Lommi'sion bei Oskar Seiner in Leipzig. — I. Sottsleben'S Buchdruckerei in Mainz.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.