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Der israelitische Lehrer · 1868-11-04 · 45 (4.11.1868) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
45 (4.11.1868)
Date
1868-11-04
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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er i Zeitschrift für die gesummten Interessen des Judenthums 'und insbesondere des israelitischen Lehrrrstand e-s. Organ für den Verein „Achawa.' ^§45. Den 4. November 1868. > 8. Aahrgang. Wöchentlich 1 Rümmer vierteljährlicher Abonnementspreis 40 kr. II>/z Sgr. Anzeigen zu I Sgr. di» Petitzeile. Bestellungen " nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. llrber Leitung eines jüdischen Lehrerseminars und insbesondere die Ausbildung von Religionslehrern, von T. K. (Fortsetzung.» Die Schulvorstände sind bald despotisch, bald gan; indifferent; der Gehalt bald spärlicher, bald reichlicher. Unter allen diesen Verhältnissen ist es aber des Lehrers Ausgabe, klug und weise das Beste nach Kraft »ich Ginsicht zu thun. Mit dem Berufe des Religionslehrers verbindet sich aber noch in" sehr vielen kleinen Gemeinden der de- Predigers oder Vorbeters. ES ist bei ihnen, zur Freude jedes Denkenden das lobenswerthe und fruchtbringende Bedürfnis) nach einem Kanzelvortrag vorhanden, der wohlgeordnet und eindringlich vorgetragen, das Gemüth erheben uud den Verstand belehren soll. Sobald es nun die Gemeindemittel nicht gestatten, einen besonderen Prediger u.-Rabbiner anzustellen, so wählen sie gern solche Religionslehrer, die derartige Verträge zu halten im Stande sind. Es eröffnet sich also für den Zugendlehrer noch ein gan; besonderes, höheres Gebiet pädagogischen Wirkens. Die Jugenderziehung erhebt sich zur Volkserziehung, die Jugendbelehrung zur Volksbelehrung. Hier must er tief den Geist des Judenthums erfassen, tief blicken in das menschliche Her; und menschliches Leben, Umschau halten auf allen Gebieten menschlichen Wirkens, in dem Herzen der Hörer das Gute zu pflegen und das Schlechte zu tödten suchen, bohe Wahrheiten lehren, verderbliche Jrrthümer geißeln? Er muß über einen geordneten und wahrhaft erhebenden Gottesdienst wachen und durch seine Person seine Lehre verkörpern.. Ist aber der Lehrer Vorbeter, so muß' er durch tief empfundenen, wohltönenden, das Gefühl des Schönen und Würdigen nicht verletzenden Gesang und Gebetvortrag in den Herzen der Gemeinde Andacht erwecken und ihnen das Gotteshaus zu einer Stätte machen, in dfr ne gern weilen und gern sich erbauen lasten. Seltener trifft es sich, daß mit dem ^lime eines Lehrers das des Geimeindeschreibers oder »Schächters verbunden ist; doch giebt eSurrch eine zieinlich/Anzabl solcher Stellungen. In jedem Fall abet wird oder soll doch der : Religionslehrer zu den Gebildetere» gezählt werbt», ja oft repräsentirt er allein vielleicht das Zudentbniii in seiner geistigen Beziehung, die Intelligenz im Orte, und dies ist gewöhnlich in Landgemeinden der Fall — und dieser Umstand verleiht dem Lehrerberufe noch eine ganz besondere Bedeutung. Der Lehrer hat dann die Pflicht, dem Judenthum und der Intelligenz im Allgemeinen durch seine Person in den Augen seiner Glaubensgenossen wie der' Andersgläubigen im Orte Achtung zu verschaffen und zu erbaltm, den Sinn für jedes das Allgemeinwohl fördernde Wert zu wecken und zu. pflegen, als'ein Herold der fortschreitenden Ent Wickelung Bildung zu verbreiten. Es werden an ihn mancherlei Anforderungen gestellt, deren Erfüllung zu versagen sein Ehrgeiz ihm verbieten wird, oft aber auch ein richtiges Taktgefühl ibm verbieten soll, ohne daß er sich als Meister in allem Wissen und Können;;n geriren braucht. Somit ist der Gesamintberuf des l jüdischen ReligionslebrerS in seiner, inannigsachen Gestaltung ein wi htiger und bedeutsamer, so daß wir nun zur Beantwortung der zweiten Frage übergeben müssen. Der Han da Von Ros Frankfurt Buchhandlsr - Dieses diesen Blättern sent sich damals Buch (Fortsetzung folgt.) Literarisches. beits - Unterricht in Schulen, lie Sch allenfeld^ Zweite Aust, a. M. IK6S. Ehr. Herrniann'sche ng «Moritz Diesterweg.) ist schon bei der ersten Auflage in gesprochen worden, nnd daß der Recenn seinem Nrtheile nicht getäuscht bat. be-

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