Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 42 (14.10.1868)
- Date
- 1868-10-14
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/4896751-5428714-5431922--2131-4898515- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
er Ismelilisclie Kehrer. Zeitschrift für die gesammten Jntereffen des Iudenthums und insbesondere des israeli t i schen Lehrer st andes. Organ für den Verein „Achawa.' *12 42. - Den 14. Oktober 1868. 8. Jahrgang. Wöchentlich I Rümmer Vierteljährlicher Abonnementspreis 40 kr. — 111/2 Sgr. Anzeigen zu 1 Sgr. die Petilzeile. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. Achawa, darin zur Unterstützung hilfsbedürftiger israel. Lehrer, ^ehrer-Wittwen und -Waisen in Deutschland. September. Spenden: Herr I)r. Cohn in Wannfried 17'/, Sammlung i des Herrn Lehrer Stein in Schwanfeld 10 fl. 27 kr.; bei einem BeschneidungSmale bei Hrn. Baumblatt 1 fl.; vom Handwerker-Verein daselbst■ 1 fl. 6 kr. Vereinsbücher: Westheim in Abterode 21 fl.;! Mayer in Gießen 5 fl; Weil in Landau 7 fl. 55 kr.; j Kramer in Gleicherwiesen 2 fl. 45 kr. Jahresbeiträge: Schwab in Neustadt a. d. Haardt, Mayer in Gießen, Luß in Spangenberg, Katzenstein in Borken, Gutkind in Zierenberg, Eichengrün in Meinbreffen, Freudenberg in Nentershausen, Wertheim in Dolkmarsön, (dessen Nachzahlung als neues Mitglied 5 fl. 15 kr), Hofmann von Wenkheim, Rosenfelder in Unteraltertheim, Mülheimer in Montabaur, Fuchs in Leobschütz, Zondorf in Zirndorf, Vanderwart in Neustadt a. S. Mittheilungen der Alliance Isra^lite Universelle. Don den Falafchas. Aus dem Berichte des H. Halbvy an den Centralj Ausschuß det Alliance isra&ite. I Fortsetzung und Schluß.) -! Ihre Nahrung besteht größtentheils aus Kuchen von Thief, einer An dünnen Korns, dem Mohne ähnlich, der Teig wirdtbeils gesäuert, tbeils ungesäuert verwenden man kennt auch die Turra *; daSin einigen Provinzen gebaute Koni ist' für die Annen zu tbeuer. Man ißt nur sehr selten Fleisch. Der widerlicke Gebrauch, roheo Flenck Bcsend ol zu eflen, der bei den Ambaraö so lwrrsckend ist, konnte unter den Falascha's, die das Blut, verabscheuen, nicht Wurzel fasten. Tie geriesterte Brübe, Wal, ist sehr allgemein verbreitet. Auß^r Wasser trinkt man ert, besonders au Feiertagen, Mell, 'x\i e a y) und eine Art berauschendest Bieres Tbella.1 Wegen der das Land oerbeerenden Bürg er kriege gibt es wenig Milch, noch weniger Butter: .stäke bereitet man in Abyssinien gar nicht. Tie Falasckas errichten ibre Häuser immer in der Nähe eines fließenden Wassers, um ihre zablreicheu Waschungen bester vornehmen zu können. Ibre Hausgerätbe find äußerst einfach: eine Matte oder ein Fell dient ibnen als Tisch, alS Stuhl und alS Bett; dock findet man auch zuweilen die A l g a des Sudan, eine Art Bett, das durch netzscrniig geflochtene Stricke befestigt wird. Calebasten Flaschenkürbisse, von verschiedenen Größen dienen alS Flaschen, als-Trinkbecker, als Lcküsteln. Zwei Steine, um das storn zu mablen, stastee und besonders der unentbehrliche rolbe Pfeffer stnden ssck immer am Eingang deö Haiii'es aufbewabrl Eine Eisterne, um das Waffer und das gäbrende Bier zu bewabren, einiges irdene Geschirr (*•„ terre cuitc zur Bereitung des Brodes und der' Gerichte fehlen in einer wobl eingerichteten Haushaltung nie. Tie Gruppirung der Häuser ist bei den Falasckas keine gleichgültige Sacke.' DaS Haus des Familienvaters befindet sich stets in der- Nähe besten ictnev Eltern. Daneben erwich- - tet ,uan eine kleine Hütte zur Aufnahme derer, dir ibrer Unreinheit durch ein zur Abendzeit 0" i>«o) genommenes kaltes Bad ledig werden. In einer gewissen Entfernung, manchmal sogar außerhalb der die Häusergruppe umschließenden Hecke, bemerkt man eine Hütte für diejenigen bestimmt, die sich im höchsten Grade verunreinigt haben -(»onMö» par l’impurete la plus fl^trisaaate), z. B die Frauen während ») Bekanntlich eine Art Hirse, Hauptnahrung des Volkes in Aegyten, Abimismien, Syrien. Der Ueber'ctzer.