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Der israelitische Lehrer · 1868-09-23 · 39 (23.9.1868) · p. Seite 212

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
39 (23.9.1868)
Date
1868-09-23
Page
Seite 212 (sequence 4)
Language
German
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212 US ist möglich, daß die geschätzte Verfasserin mit diesem ] Lehrmittel die gewünschten Erfolge erzielt — Lehrer, die j an den Anfangsunterricht die strengsten Anfordecunj gen stellen und hier besonders nach pädagogischen Ue- | berzeugungen und klaren Ideen verfahren mhch-! 'len, werden sich in der Anlage dieses Büchleins sticht : zurcckt finde». Da kommen ganze Reihen von Lese- > und Schreibebuchstabsn, die zu gleicher Zeit auf einmal euigeübl werken sollen; dann kommen Sätzchen, in welchen die Dingwcne und Namen mir kleinen Aniangsbuchstabcn geschrieben sind. Dann wieder die frosten Buchstaben, diese jeder allein, mit einem Nennchort zur Seite: zu welchem Zwecke? Auch die ersten Ldsestücke sind nicht gut gewählt. - Sie sind für die ersten Anschauungsübungen zu cömplicirt. Wir nehmen da-; für besser Gegenstände, die sich einzeln betrachten ' lassen: ein Fenster, sine Kuh, ein Pferd, Hin l Hans, einen Sä-ornsteinfeger u. s. f., und nicht die sta- ' milie, die Tages- und Jahreszeiten, die für dies Alter : kaum wirkliche Anschauungen bieten; die Datersljadr; und nun gar — den Therm ometcr! mit säst vollj ständiger Erklärung.' Ans den „Anmerkungen für den! Schrcibleienurerricht" uns wir noch weniger klar ste- > worden, uns trotz der'Autorität des .vSrti. ür. R'-e, j ans die sich die wertste Pcrsasserin bcruit, sind wir ' auch damil nicht einverstanden. 1 ~:n. Neue Lcseniethode für den hebräischen , Lese- und Sprachunterricht in der 1. Klasse von Wilhelm Singer, Hauptschullehrer. Pen 1S6I, Persag ' v. Wi'belm Lauster. ESgr. Ein wahrhaft stolzer, fast messia,tisch klingender Titel. Gn neues Licht! Soll es die vpri dunkelten Wohnungen und Schulen Israels erleuich-! ten, daß wir uns bald Alle Seines Lichts erfreuest? ' Bescheidene Titel sind oft die Kennzeichen vorzüglicher ' Werke. — Die ,vibel ist gut; sic ist nach der Laulirmelhisde geschrieben. Der große, deutliche Druck ist sehr!zu loben. Die Buchstaben werden einzeln knrchgeüSt; zwischen einsilbigen und zweisilbigen Wörtern ist nicht genug unterschieden.. .Der Weg von dem Einfachen zum Zusammengesetzten, nicht genau eingehaltqn. Die Trennstriche zwischen den Solbcn wirklen verwirrend. Am Schlüsse der Laut- und Buchsrabenübungcn :ommi einiges „zur Hebung" ans der Tephilla. Dann ein deutsches Lied.„Elohai nefchome" ittir Musikbegleitung,- das Gedicht von Jrankl, die ' Musik von Sulzer, selbstverständlich vorzüglich: aber! »sie kommt das deutsche Lied hierher in die hebr. Jibel? Dann einige Gebete: das kleine Morzengebet (die ' Beracha» der Kinder. Keduscha, Kaddisch, cinzelste i Segenssprüche; der erste Tbeil des jiicn des! Kindes (hebr.) Nachtgebet; kann — eine Unzahl eistj zelner hebräischer Wörter zum Auswendiglernen, nie i später von den Kindern, immer als einzelne Worte, aus dem Deutschen in's Hebräische übersetzt werden sollen; dann Worte unpunktirt, für die Kinder zum Punktiren; der bestimmte Artikel; wieder jüdische und deutsche Worte als Uebersetzungsübungen zum Auswendiglernen; dann — wir machen hieraus die Verehrer dieser Schriften besonders aufmerksam — das „Züdisch-deutsch-Lesen" und „Jüdisch-deutsche Schreibtaseln". Das Schriftchen ist, wir wiederholen, recht gut geordnet und praktisch für diejenigen,, die einer solchen, die Selbstthätigkeit des Lehrers nitd der Kinder weniger herausfordernden Methode folgen wollen. Aber — ein tznn tn ist es denn eben doch nicht! — Mitteilungen (Bulletin) der Alliance Israelite Universelle. i. Semester 18tK AuS Dokumenten. (Schluß.) . on der Note vom ±J. April besctuildigen Sie den öftr. Herrn General-Eonsul in Jassy der Verbreitung dessen, was Sie Erfindungen nennen und was ick die treue Darstellung von Tbatsackeu iieniien muß, die sick nur allzu wirklick zngenagen haben nnk die heute auf nnwiderleglicke Weise festgestellt sind. Es war mir peinlick, Hr. Minister, daß Sie, auf un genaue nnd allzuleickk hingenommene 'Nackrichten Inn, Bescknldiguiigen gegen einen staiserlicken Beaimen rickten, denen Ehrenhaftigkeit nickt in Zweifel gezogen werden kann und der im gegebenen ssalle Beweise eines Eifers abgelegt Hai, der Akren Beifall wohl verdient Harle. In Wahrheit bat dieses Drgan der Aaiserlicken. Negierung zuerst die begonnene Ansführnng eines (^esetz-Entwuns ösientlick knndgethau, den die Iürstlicke Negierung selbst von der Redner bühne herad gebrandmarkt hatte. Sie haben sick nickt darauf beschränkt/ Herr Minister, mir Ihre Ansicklen, die ick unbedenklich als irrig erklären muß. initzukbeilen; Sie sind noch weiter gegangen; Sie haben sie den Gesckäfrslrägern der Schutzmäckle in Bu karest amtlich zufertigen lassen. Ick sckmeichle inst, daß Sie sein, über den wahren Kustand der Tinge in der Moldau besser aufgeklärt, sick beeilen werden, diese eben so ungenaue als beleidigende Mitlheilnng zu berichtigen. Es genügt nickt, Hr. Minister, die in der Moldau stattgefubdenen Gewalttharen und Machtüberschrcirungen zu Ihrer.rienntniß zu bringen; es ist auck noch meine Pflicht darauf zu bestehen,'daß Sie sich bei der Regierung Sr. durchlaucktigsten Hobest dahin verwenden, daß augendlicktiche

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