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Der israelitische Lehrer · 1868-09-23 · 39 (23.9.1868) · p. Seite 211

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
39 (23.9.1868)
Date
1868-09-23
Page
Seite 211 (sequence 3)
Language
German
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211 bir cntiernteflcn Länder zuerst: (die Balkan-Halbinsel, die europäische Türkei, Königreich Italien u. s. f. nnd! — ganz zuletzt — Deutschland und Oesterreich. I _ Wir finden die Erklärung dieser Eigenthümlichkeit nicht im Buche und müssen auf die pädagogische Erläuterung derselben verzichten. BvlkS-Gevgraphie über alle eheste der Erde für Schule und Haus; zugleich als Leitfaden zu Amthor und Jstleib's Volks-Atlas, unter Mitwirkung von Dr. Th. Liebe, herausgegeben von Wilbelm Jstleib. Gera, Verlag von Zstleib und Rictzfcbcl I8ti8. (Preis ft Sgl.» Vorliegende Vosks-Geographie soll eine Erläuterung des VolkS-Atlas sein, dessen wir schon in einer . früheren Nummer dieser Zeitschrift gedachten uns den wir seiner vorzüglichen Brauchbarkeit und Billigkeit wegen wiederbolt empfehlen. Auch diese Dolksgcographie ist gut, und wenn auch bezüglich der methodischen Anordnung des Stoffes Manches zu wünschen wäre, so erklärt sick das aus der doppelten Aufgabe des . Buches — für die Schule und für das Volk — nnd der Verfasser erkennt an, „dast der Lehrer den geographischen Unker-richt vernunflgemäsz mit^ der Hei maihskunde beginnen und von der ersten Hcimatb aus den Gesichtskreis des Kindes immerinchr erweitern wll, daher beim Unterricht der Geographie die Freibeit haben must, vou. der Ordnung des Leitfadens abzugeben." Doch geht er von einer Uebcrsicht. Europas alsbald zu Deutschland über und ordnet den Stoff überhaupt schulgcrecht. Dabei ist daö Schriftckcn reichbaltig, gut geschrieben und ebenfalls — IO Bogen für ft Sgr. — sebr billig. Weltgeschickte in Biograpbi e u. ,yür Volksschulen bearbeitet von Herrmann Labrscn. 2. Tbeil. Alte deutsche und mittlere allgemeine Geschichte bis Ende der Hohenstaufenzeit. Leipzig, Verlag von Julius Klinkhardr 1868. (Der erste Theil ist uns unbekannt) Tie deutsche Geschichte bildet gerade im Mittelalter den Mittelpunkt der Weltgeschichte; es ist die Glanzperiode des deutschen Reiches. Darum wird dies gut geschriebene Buch, das diese Geschichte so warm zu erzählen weist. das Interesse denkender Schüler anregen und als höchst bildende Lektüre auch dorr Platz finden, wo die Verhältnisse der Schule — in gewöhnlichen Volksschulen — für diesen Unterrichts zweig eine knappere Behandlung empfehlen. Die Lebrer mögen dieses Buch für die Schulbiblidthek anjchafien und — selbst tüchtig studiren, damit sie erfahren, wie man Geschichte zu unterrichten und zu e rzählen hat, auch wenn sie lange nicht Alles vertragen können, was hier erzäblt wird. Geschichte der neueren.»Zeit (Weltgeschichte 111 nnd IV Bändchen für Schule und Haus, iastlich dargestelll vou Paul Frank. Leipzig, Verlag von Carl Merseburger. - (III Bändchen; Von der Reformation bis zur -französischen Revolution; IV Bändchen: von der französischen Revolution bis zum deutschen Krieg 1866. lDie ersten beiden Bänkchen sind uns unbekannt.) 'Weniger für die Scht le a/o zur Lektüre für das Haus bestimmt, sind diese gleich immer ein trefsendcs biographischen Bilder zu B'ld der Zeil. Sie sine klar gezeichnet, oftmals das Detail gar zu sebr berücksichtigend, dadurch aber um so iickeressanter für den Geschichlsfreund. Die Sprache dürste etwas edler sein. Für das Volk ist oft das Beste nickt gut genug. Wir werden mit der Geschichte bekannt; aber sie soll unS auch erbeben, veredeln, begeistern. Das tbut dgs kräftige Wort, das etwa, ein Mitglied der Rational- Versammlung gesprochen bat, on besser, als die Einzelheiten der Geschichte. Ansgewäblte Gedichte zur Benutzung beim Geschichtsunterricht. Von Mattb. Correus. Hamburg 186 k. Herrmau» Grüning. Wer die Bedeutung eine.s guten (gedicktes beim Geschichtsunterrichte ersabren bat, wird dieses Schrinchen,. das, was die Hauptsache ist, zumeist nur sebr gme, wirkliche nnd wabrbaste Poeiieen, keine Rei mereien, entbält, mit Freuden begrüsten. Fibel von F. Bebrens und F. Heege. Mit 10 Illustrationen, Braunschweig', 'Verlag von Alfred Brühst 1868. 'Rebst: Einige Auteutnngeu über den tstebrguch der-Fibel ec. >c. Eine sehr interessante Arbeit, .die zum 'Nachdenken veranlastt, und ans der denkcuden Präzis tüchtiger Schulmänner envachsen ist. Die. Fibel bringt zuerst einsache Formen — krummlinige, und daun geradlinige — zu Anschauungsübunge», zur Ueberleitung zum Schreibe» und Lesen; dann einzelne Laute; dann 80 Normalwürter, jedes durch ein Bild der Anschauung näher gebracht, an welchen das Kind auf qnalytlichsynthttischem Wege lesen und idfrcibfn lernen soll. Zuerst Schreibschrift — dann Lesesckr st; (erst eine Schwierigkeik, dann die andere); . das Eine wird gleichsam in das Andere übersetzt. Die Normalwörter ge den Berunlasiung zur Fortsetzung der Anschanungsübungen, schliestlich Erzählungen, Gedichte, Worte zur Schreib - Übung sind Orthographie. Man sieht, wir haben es hier mit einer Schrift zu tbuu, die der Beachtung wohl würdig ist, und aus der selbst junge Lehret, wenn sie denken, vielleicht noch viel lernen können. S ch r e i b-L es e s i b e t für die Bürger und Volksstule von Caroline Maper. Hamburg. B. S. Berendsohn. 1867. | Eine deutsche Fine' von einer jüdischen Dame — wir! bedauern, rast das Recen'ei.teiuzewissen nicht erlaubt, bi>r zn lob'.", und zu empfehlen.

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