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Der israelitische Lehrer · 1868-09-02 · 36 (2.9.1868) · p. Seite 191

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
36 (2.9.1868)
Date
1868-09-02
Page
Seite 191 (sequence 7)
Language
German
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191 lezrnheit, und man kann sich die bestürzten Gefickter der türkischen Unterbeamten wohl besser denken, als malen. Dock was thun? Fuad Pascha, Minister deS Innern, zerbieb den Knoten, indem er erklärt: ..Allah will es, und wem Allah ein Amt gibt, dem gibt er auck den Perstand dazu." . Und so hat denn der türkische Staatsrath zwei AvramS statt Einen. Wien im August.;\u der gestrigen Abendnyung deS Wiener Gemcinderathes rügte Stendel abermals die gesetzwidrige Erschwernng deS Religions- Wechsels durck den Magistrat. Der Vicebürgermeister I)r. Felder gab zu. das; eine einfache Anmeldung genüge und versprach Abbülfc. Bis jetzt haben in Wien säst nur Israeliten, welche in srüheren Jahren, nm das Auieftlhaltsreäfr in Dien zu erlangen, sich Harken taufen lassen, ron der bezüglichen Bestimmung res inkerconsesncnelltn Gesetzes Gebrauch gemacht, um zu der Religion ihrer Päler zurückzukehren. Es gab dies zu dem Börsenwitz Anlas;: „Alles gebt in die Hök»', nur die «Getauften geben zurück!" Mittstrilungen (Bulletin) - der Alliance Israelite Universelle. I. Leinener 18t>s. Auszug aus den Jitzungsprotokollen deö.Central Ausschusses (6oini'te ventral). (Fortsetzung. Docuwente. b x e u p i s d' e W esandt s cl> a f t. Herrn Ad. Cremieur, Präsidenten deS EentraG Ausschusses der' Allianc«« israelite universelle. Paris, April Mein Herr! Ich habe mich beeilt, Ihre gütige Zuschrift vom Ai. Mär;, in welcher Sie die Unterstützung Seiner Majestät des stönigs, meines erhabenen Herrn, bei'dem Fürsten .starl ron Rumänien;n t^unsten der jüdischen Bevölkerung jenes t'andes nachinchen, dein Herrn (Grafen von Bismarl zu übermitteln. Schon ans dem Schreiben des Hrn. Minister-Präsidenten vom Februar letzthin kon»len Sie die lebhafte Tbeilnahme eriebeii, welche die Regierung des Königs an dieser .Frage nimmt. Der Eifer, mit welchem M' Hr. Gras v. Bismark dem »n Ihrem Schreiben vom Ai. Mär; ausgedrückten Wunsche Folge gibt, ist ein neuer Beweis davon. Leine Ereellenr beauftragen mich, Sie zu benachrichtige». daß der preußische General -Eonsnt zu Bukarest alsogleict» auf telegraphischem Wege aiifgeforvcrt worden ist. dem Fürsten Karl die lebhafteste» BörsteUnngen gegen das die Israeliten betreffende, der Kammer in Bukarest so eben vorgelegte Gesetz zu machen. Genehinizen Sie, Herr Präsident, die Bersicherung j 'meiner ausgezeichnetste» Hochachtung.; Der preußische Gesandte: t gez. (üraf v ot o t tz. I Depesche von Ja,'s»,.! Sr. Ercellenz dem Minister des Aeußern mitgetbeilt. ln. April. t'ecea, Präfeet von Bacon, lief; nacti seiner Rückkehr . von Bukarest innerhalb Ji Sinnden "wHt in den Dörfern seines Bezirks wohnende jüdische Faniilien ansireiben. Greife, ' Frauen, Kinder sind dem größte» Elend preisgegeben und sterbe» dahin vor üalte oder Hunger. Wiederholen Sie unfern Aolhichrei und wenden Sie Ihren Einst»,; zur Rettung unsrer unglücklichen rumänischen Brüder an. Ministerinin der äußeren Angelegenheiten.! Eabin.eD,^ , Herrn Ad. Eremieur, Präsidenten des Eentral-! Ausschusses der Alliance israelite uliiverselle,! Paris, 11. April. - Mein Herr! Der Minister des Aeußeru hat den Brief empfangen, den Sie gestern an ihn ricktereih> um il»n eine telegraphische Depesche der isr. (Gemeinde in Iastn, bezug (ich der Anstreibniig von -Vu* isr. Famili.ii ans dem >nol dänischen Bezirk Bacon, zu übeneichen. . Zur Zeit,' als Sie die ersten auf ähnliche Thalsachen gegründeten Klage» Ihrer Glaubensgenossen zur stenntniß | des Ministers brachten, hatte Marquis de Moustier isich beeilt, den französischen Agenten in Bukarest und Jassy l Schritte vorzuschreiben, in deren Folge er von der rnmänl' scheu Regierung die eingehendsten (U* plus «tplicites Er! klärungen erhielt. Er halte also vollen Grund zu glauben, die in Bezug auf die ISraeliten angenoiumen und voll ihm bekämpften ainilichen Maßr'egelnngen seien aufgegeben und man könne sich über die Sicherheit' Ihrer rumänischen l Glaubensgenossen völlig beruhigen. Der vor wenige» Tagen in die Seffenilickkeil gekriingene .Fall von Bacon war von der rumänischen Regierung nnd' den Zeiknngeu der Kürftenthümer auf die allerbestininiiefke Weiferin Abrede gestellt worden, was zur Hoffnung berechtigte, daß derselbe sich nicht bestätigen werde. Ihr Schreiben ■ jedock, mein Herr', und das darin enthaltene Telegramm! erregen bei dein Minister die Befürchtung, es möge denn dock nicht so sein und er beauftragt mich. Ihnen zur : Kennt» iß zu bringen, daß er miver-ziiglich durch den Tele! graph unsren Bertretenl in den Fi^stenthümern den Be.! fehl crtbeilt bat, die Thatiachen, die vorgefallen sein mögen. X

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