Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 35 (26.8.1868)
- Date
- 1868-08-26
- Page
- Seite 184 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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t- 184 * nabmsmaßregeln gegen dik Inden, gebührender Ersatz für die Familien der Spfer und für die, welche der gegen sie gerichteten Verfolgung -entronnen find, dies Alles zu fordern, das ist's, was.wir von Ihnen, Herr Minister, erbitten. Gewiß har Frankreich das Reckt, seine Stimme laut zu erbeben bei einer Regierung, die ibrc Schöpfung und zugleick ibr gesetzliches Dasein Frankreick verdankt. Ihre Stimme wird sicherlick gebört werten. Schreiben, an dir.Gesandten der Großmächte in Paris - gerichtet. Herr Gesandter! Och babe. die Ehre Ew. Ezcellen; nackstebendesbeklagenswertbes Telegramm vorzulegen, welches mir in der vergangenen plackt zugekomuien ist. Ich glaube, das. beste Mittel, cs zm ricnininß der verschiedenen Mäckte-zu bringen, deren Hobe Vermittlung die jüdiscke Bevölkerung Rumänien's anstehl, ist, es an Ew.-Exeellen; zu rickten. Ihr etelmülhiges Her-; wird fidkilidin-jn ganzes Mitgefühl tiefen Unglücklichen zuwenken, die von einem religiösen Hast mit einer'Heftigkeit verfolgt werden, die unser Iahrbundert nickt begreifen kann, von einem Religionshaß, der sich in jenen Gegenden zu keiner früheren Zeit gegen sie erhoben -l>at. Genehmigen Sie, Herr Gesandter, die Bereicherung meiner vollkommensten Hochachtung. Ter. Präsident der Alliance isratlite universelle. . Ad. Cremieux. Paris. 2<». Diärz 1K58. Depesche. Große Gefabr bereitet fick gegen uns. Ter Präsident nebst 3>> Teputirren mackt in der stammer Pläne zur Ausrottung der Juten in Rumänien. Helfet uns sogleich ohne Verzug; wir sind in Berzweistung. Oralieniicke Gesandtschaft. Paris, 22. Mär; Herrn Ad. Eremieux, Präsidenten des Ceniral- Ausschusses ker Alliance israelite universelle. Mein Herr! Ock tbeile inir kein vollsten Unwillen meiner Vernunft und von ganzem Herzen die Gefühle, welcke die neuesten Rackrickten aus Jassy in Betreff eines nickt zu gualisicirenden Gesetzes über die Behandlung der' Juden, Ihnen eingeflößt baben. Glücklicher Weise braucht diese Sache vor dem Europa des XIX. Jahrhunderts nickt mehr vertheidigt zu werden und ick boffe, daß dieselbe, trotz dieses gehässigen Ansbrucks, der für seine Urheber, eine ewige Schmack ist, auch in j Rumänien siegreich bleiben wird. . i Indessen ergreife ick mit Eifer die Gelegenheit, die Sie mir durch Ihre! Zuschrift gütigst darbieten, um meine unveränderliche Syistpathie für Ihre verfolgten Glaubensgenossen laut auszusprecken und Ihnen meine Wünsche darzubringen für das Ausbören einer Intoleranz, die zur Stunde, in der wir.leben, nur ein öffentlicher Scandal ist. Genehmigen Sie, m- H„ die Versickerung meiner ganz besonderen Hochachtung. (gez.)Migra. Englische Gesandtsckaft. Herrn Ad. Cremiciip, Präsidenten des Central- Ausschusses der Alliance israelite universelle. - Paris, 27. Mär; 1H08. Mein Herr! Ick beeile mick. Ihnen den Empfang Ihres Geehrten, das Sie unterm Gestrigen an mick zu ricklen die Güte batten, ho wie des demselben beigefügten Telegramms anzuzeigen. Tie Rackricki, die Sie mir darin mittbeilen, war bereits .. zur »renmniß der Regierung der Königin gelangt, welche : nickr verfehlt hat, dem Geschäftsträger Ihrer Majestät zu ' Bukarest die nörhigen Instruetionen zugehen zu lassen. Ick ergreife diese Gelegenheit, um. S>e, m- H., der Tbeilnahme zu versichern, welche die Regierung für die Sacke der israelitischen Gemeinden in Europa hegt, so wie des Amheils, -den ick persönlich daran nehme und bitte Sie, nt. H., den Ausdruck meiner vollkommensten Hochacktung zu genehmigen. (gez.) Lyons. riaiserlick Sttomaniscke ,, „„ Gesandtschaft. " Jix\ 403 ' Herrn Ad. Erbmieur, Präsidenten des Central- Aussckusses der Alliance israelite universelle. Paris, 27. März 16L6. Herr Präsident! - Ick habe die Ebre gehabt, Ihre geschätzte Zuschrift vom 2»>. dss. Mts. zu empfangen, worin Sie die Vermittelung der Sltomaniscken Regierung anrrifen, um die strengen, gegen die Israeliten ist den Tonanfürstenthüinern projectirten Maßregeln zur stenniniß des Mächte zu bringen. Ich beeile mick Ihnen mitzulbeilen, daß ich heute schon Ihr Ansuchen Seiner Hoheit Fuad-Pascka übermache. Ich benütze diese Gelegenheit, um Ihnen, Hr. Präsident, die Versicherung meiner tiefen Hochachtung zu erneuern. (ge;., Djemil. - (Fortsetzung folgt.) Verantwortliche-Reddction und Verlag von Joseph Klingenstein, Lehrer zu Odernheim in Rheinhessen. Für den Buchhandel in Con-miision bei Lskar Leiner in Leipzig. — I. Go-ttslebenA Buchdruckern in Mainz.