Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 34 (19.8.1868)
- Date
- 1868-08-19
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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er Jsraetttisdic Ickrer Zeitschrift für die gesummten Interessen des Jüdenthums und insbesondere des israelitischen Lehrer st andes. Organ für den Verein „Achawa. " JI2 34. _ Den 19. August 1868. i 8. Jahrgang. Wöchentlich 1 Rümmer Vierteljährlicher Abonnementspreis 40 k. — N>/z Sgr. Anzeigen zu I Sgr. die Petitzeile. Bestellungm nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. Bericht über die am 1. Juni zy Hannover abgehaltene 3. ordentliche Versammlung israel. Lehrer der Provinz Hannover. - , (Verspätet.) Harburg. Ende Juli. Nachdem sich 21 Mitglieder des Vereins, wie auch als Ehrengäste die Herren vr. Meyer, L.-R. zu Hannover, vr. Frensdorf aus Hannover, vr. Sophar aus Celle und vr. Landsberg aus Hannover, eingefunden hatten, eröffnet der bisherige Vorsitzende. Fleischhacker aus Harburg, dieConferenzmit! einer Ansprache, worin er, anlehnend an die Worte des R. JSmael 'ui nno mry , constatirt, daß die heutige Versammlung, nachdem die beiden vorhergehenden sich nur mit der zu gründenden Wittwenkasse beschäftigt, sich den allgemeinen Interessen des j Lehrfaches und Lehrerstandes zuwenden würde. Um i jedoch einigen an ihn gestellten Fragen, den Stand j der hannoverschen Wittwenkasse betr., gerecht zu werl den, habe er mit Hrn. vr. Meyer verabredet, daß dieser, sobald der erste Punkl der Tagesordnung, Vorstandswahl, erledigt sei, der Versammlung den nöthigen Bericht darüber erstatte. Die Neuwahl des Verstandes ergibt wiederum Fleischhacker aus Harburg, als Vorsitzenden, als dessen Stellvertreter Cahn aus Sarstedt und als Schriftführer Nathan — Celle. Nachdem diese Herren die Wahl angenommen und für das Vertrauen ihren Collegen gedankt, ergreift auf Ersuchen des Vorsitzenden Hr. vr. Meyer das Wort. Derselbe legt dar, daß die bisherige Verzögerung der Constituirung der Hann. Wittwenkasse nicht Schuld des in Hildesheim gewählten Ausschusses sei. Dieser habe im Laufe des Jahres die Revision des Statuts vollendet; als er aber dasselbe der Regierung zur Bestätigung vorgelegt, sei ihm von dieser die Antwort geworden: ES unterliege gar keinem Bedenken, die Casse als solche zu genehmigen Wenn derselben jedoch nöthige Zuschüsse airS dem hannov. Provinzialfonds werden sollten, so müßten darüber jerst die Provinzialstände gehört werden. — Wenn nun eine so gering dotirte Kasse, wie eS eine Lehrerwittwenkasse nur überall sein könne, solcher Zufluß in Aussicht stände, so lohne eS sich wohl der Mühe, die Constituirung noch etwas hinauszuschieben. — Der Vorsitzende, Hrn. vr. Meyer für seine Mittheilung sowohl, wie für die zum Besten der Caffe verwandte Mühe dankend, wollte nunmehr zum 2. Punkte der Tagesordnung: „Ueber die Mittel einer guten Schulzucht" übergehen. Da jedoch der Referent, Sommer — Verdm, den Antrag stellte, Punkt 4. „Ueber die Stellung des Lehrers in seinen dienstlichen Verhältnissen re." erst vorwegzunehmen, auch diesen Antrag so genügend motivirte, daß derselbe einstimmig angenommen wurde, erhielt derRef. Frank, — Gronau daS Wort. Frank, der seine Arbeit klar durchdacht, hatte dieselbe, nach einem früher geäußerten Wunsche, schriftlich mitgebracht, trug dieselbe jedoch frei vor. Er sprach nach einer paffenden Einleitung über die 3 Punkte: 1. Wie die Stellung des Lehrers gewesen, 2. wie sie ist, und 3. wie sie sein soll. — Der Raum des Blattes gestattet mir nicht, über den ^gediegenen Aufsatz und die intereffante Debatte, die sich daran geknüpft, ausführlich zu sprechen; nur einige Punkte will ich hervorheben. Referent constattrt, daß der Gehalt des Lehrers nicht derartig ist, daß dieser sorgenfrei leben könne; er spricht eö bedauernd aus, daß für die ältern, nicht mehr dienstfähigen Lehrer nicht gesorgt werde, um sie vor Elend zu schützen; hebt ferner hervor, wie sich der Lehrer eine gebührende Stellung verschaffen müsse; daß den Vorstehern der Gemeinden zu viele Rechte, in Beziehung zu den Lehrern, eingeräumt sei; daß daS Amt deS Schächters nicht mit dem Lehrerberufe im Einklänge stehe; endlich, daßdie amtliche Stellung zu den Rabbinern nicht eine derarttge sei, die dem Lehrer Freude an der