Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 32 (5.8.1868)
- Date
- 1868-08-05
- Page
- Seite 152 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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152 — erbietet fick, einen Band hebräischer Dichtungen herauszugeben und den Erlös in die Kaffe der Alliance fließen;u lassen. — Er soll ersucht werden, seine Subscriptions-Ankündigungen in's Französische;» übersetzen, damit sie der Eentral-Ausschuß durch die Bezirks- und Lokal-Ansscküffe verbreiten kaffen könne. DerLokal-Ausschuß zu Ba»onue tbeilt mit, daß die von nm'erent Präsidenten at. dortiger Stabt abgehaltene (innreren; für die Berbreitung. der Gesellschaft den besten Erfolg gehabt babe. i Israeliten aus Georgien. die in -Jerusalem angekonnnen sind, um sicb da dem Ackerbau zu widmen, bitten Cie Alliance, ihnen zur Erreichung ihres Zweckes behülstich zu sein. Die Bitte wird Hw. -Jü’tfer übermittelt, welcher Äiachforschungen in diesem Betreff anzustellen sich frenndlicbst erboten hat. Hrv Baron von Budberg,, russischer Gesandte, Übermacht eine Äbschrfft Ser auf Bitte des Eentral-Äusschusies veranstalteten Untersuchung in Betreff der gegen den Willen ihrer Eltew gelausten jungen Israelitin aus Wolkowisky. Aus duffer Untersuchung ergibt es sich, daß das junge Mädchen, 17 Jahre alt. nach ruffischem Gesetze für den liebet tritt zum orthodoxen Glauben der Einwilligung ihrer Eltern nicht bedurfte. . ' Hr. v. S artiges, iranzösischer (Gesandte zu Rom, tbeilt mit, daß der junge Rava aus Reggio, Freiwilliger im Dienste Garibaldis, (gefangener in Rom, für den die Alliance feine des (gesandten Vermittlung nachgesucht hatte, im Skitale gestorben sei. Der Brief soll dem Ausschuß in Livorno initgetheilt werken. Ein Mitglied schlägt den Ankauf einer gewiffen Zahl von Exemplaren des von Hrn. Goldberg unter dem Xitel „Maase herausgegebenen Werkes vor. Es werken zu diesem Zweck iX'Francs bewilligt. . . Fortsetzung folgt. Wochenbericht. Bom Rhein/ l!^. Iul.iT.Es-war bisher heim preuß. Abgeoroneienhaiitfe . Usus, den Petenten über das Schicksal, welches! ihre Petitionen in der betreffenden Eommission oder im Plenum erfahren, Kenntuiß, reip. die Petiticmen zprückzuaeben, wenn daS Haus während der Sitzungsperiode zur Behandlung derselben nicht gelabte. Tiefes Verfahren ist in diesem Jahre hei dem Petitionen der jüdischen Lehrer nickt eingehalten wo/den und man ist über deren Geschick völlig in Ungtwissenbeit geblieben. Selbst der um das Schulwesen so sehr verdiente Abgeordnete Harkort I., an den .Bl unten au et consort. ihre Petitton gesendet, lief; die Petenten, was er sonst nicht;u thun pflegte, ohne Antwort: nur-Wolssd ors und Karsck erhielten eine solche von dem Abgeordneten Kötter, worüber bereits in diesen Blättern seiner Zeit referirt worden. Man wußte sich, wie zu unsrer Kenntnis; gelangt, dieses Verfahren nicht zu erklären und gab schon mitunter dem Zweifel, ob das Pe titioniren überhaupt wohl Erfolg haben würde, Raum. Das nachfolgende, demHermLehrer Levy inMerzig von dem Abgeordneten Techow zugegangene Schreiben, gibt über die Sachlage Aufklärung und dürfte wohl geeignet erscheinen, den bereits gesunkenen Muth der jüdischen Lehrer auf's Reue zu beleben. Aus diesen Gründen Halten wir dessen, wenn anck verspäteten Abdruck in diesen Blättern, im allgemeinen Interesse für gerechtfertigt und lassen ohne weitere Worte das Schreiben selbst folgen; es lautet: Hochgeehrter Herr Levy! Zudem ich Ihr freundliches Schreiben vom 28v. M. beantworte, freue ick mich, Ihnen wiederholt aussprechen zu können, daß ich nach, wie vor, in Beziehung auf die volle Gleichberechtigung meiner jüdischen Mitbürger denselben Standpunkt einnehme, den ich immer behauptet habe. Ich wünsche von Herzen, das; der Tag bald kommen möge, an dem unsere gemeinsamen Wünsche sich erfüllen, und es gereicht mir zur großen Genugthuung, daß nach dem Gesetzentwürfe über Errichtung und Ausstattung von Elementarschulen, der vor Weihnachten beim Herrenhause eingebracht wurde, Xsie Regierung bereit ist, was sie schon längst hätte thun sollen, den jüdischen Elementarschulen den Charakter von öffentlichen Schulen beizulegen: damit würde dann auch die Stellung der \ Lehrer an solchen UitterrichtSanstalten sich wesentlich j ändern müssen. Leider kommt der Entwurf in dieser i Session beim Abgeordnetenhause schwerlich zur Be-! rathung, da er aus so vielen andern Gründen ganz ° unannehmbar ist. Deßbalb aber werden auch die! Petition der- Herren Blumenau und Treu irt \ biefeni ' Jahre nicht zur Sprache kommen. Die U nt erricht s ko mmission hat beschlossen, die Beschlußfassung darüber bis zur Berathung des bereitsvorgelegten Schulgesetzes auszufetzen. Nichts desto weniger kann ich Ihnen schon jeyt die feste Versicherung geben, daß ich mich seiner Zeit der Sache mit Wärme und Nachdruck annehmen werde. Ich habe vor Kurzem' Gelegenheit gehabt.; dies in Beziehung auf die höher» Schulen schon zu thun, indem die Regierung wieder gemahnt ist, von ihrer engherzigen Auffassung abzulassen, und jüdische Schulamtskandidaten zur festen Anstellung an Realschulen, wo sie von den Patronaten gewählt werden, zu befähigen. Mit dem besten Dank für Ihre gefällige Zuschrift (?), in der ich einen erueuetm Beweis; erkenne, verbinde ich den herzlichen Wunsche daß es! Ihnen wohlgehen möge und unterzeichne titsch boch- \ achtungsvoll mit der Bitte, den Herren, die fick dort