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Der israelitische Lehrer · 1868-07-15 · 29 (15.7.1868) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
29 (15.7.1868)
Date
1868-07-15
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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er IsrgMisclie Lekrcr. Zeitschrift für die gesammten Interessen des Iudenthums und insbesondere des israelitischen L e b r.e r st a u d c s. Organ für -en Verein „Achawa. M 29. Den 15. Juli 1868. 8. Jahrgang. Wöchentlich 1 Summer Viert el,Lhrlicher LbonnenientspreiS 40!r. — N> r Sgr. Anzeiger, zu Sur. die Betitzeile Best.llungen -nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. Achawa. Der §.H unserer Statuten bestimmt, daß der jährliche Mttgltederbeitrag bis zum ersten Juli des laufenden Rechnun gs; ahreS gezahlt werden soll. , Es werden daher alle diejenigen, welche mit ihrem Beitrage für 1668 noch im Rückstände sind, freundlichst ersucht, denselben demnächsr an unfern Rechner. Herrn Leopold Dann in Frankfurt a. M, franco, einzusenden. Im Auftrag, bn Verwaltung: Der Grsckäitsiübrer - C# , A. KlingtnKein. Alle Postanstalten und Buchhandlungen nehmen stets Bestellungen an auf den „Israelitischen Lehrer." Shakespeare und die Juden. Von vr. Rothschild. Unter dem Titel und Datum: „Nicht der Jude,. . der Christ bestand auf. seinen Schein, der auf ein I Pfund Menschenfleisch lautete (Alzey, im Mai) enthält die „Mainzer Zeitung" einen Artikel, den wir hier wiedergeben zu sollen glauben. Er hat specifisch jüdisches, wie allgemein literarisches Interesse. Denn ] noch immer ist die Welt geneigt, alle Juden sich nach 1 dem von Shakespeare gezeichneten Bilde eines Shylok! zu denken, und nicht Jeder hat die Mittel zur Abj Weisung eines derartigen VorurtheilS und zur Verthei-; digung gegen die damit verbundenen Vorwürfe sofort j bereit. Andererseits ist man über die Tendenz des | großen Dichters in Zweifel und nicht einerlei Mei- I nung. Stein im Volkslehrer 1805, wie Philippson in seinem historischen Roman Jakob Tirado verdenken denl Dichter die Licentiä poetica, womit er die historische Fabel umgedreht und die Rolle des Juden und Christen aus angeerbtem Vorurtheile vertauscht habe, sei t§ nun aus Jrrthum oder Judenhaß. Wir haben in jenein Artikel Shakespeare und die Juden zu rechtfertigen gesucht. Ohne Zweifel hat Shakespeare die Juden nur von einer schlechten Seite aufgefaßt und geschildert. Er konnte dies nach dem Voruribeil seiner Zeit um so weniger anders, als er die Juden aus eigener Bekanntschaft und Beurcheilung nicht schilderte, da zu seiner Zeit in England Juden noch nicht wieder wohnen durften. Sicherlich hätte er sonst in Jessica nicht die entartete Tochter geschildert, da die jüdischen Familien die traditionelle Pietät gegen Eltern und die auf Gatten-, wie Elternliebe und Kindespflicht sich gründende Einigkeit und Innigkeit des Familienlebens bis auf den heutigen Tag bewahrt haben. Dennoch >• ist er auch hier gerecht genug, diese wie jede Entartung des jüdischen Lebens auf Schuld cbristlicher Der-

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