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Der israelitische Lehrer · 1868-07-01 · 27 (1.7.1868) · p. Seite 110

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
27 (1.7.1868)
Date
1868-07-01
Page
Seite 110 (sequence 2)
Language
German
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beiliegend«, Ltaluien auf. Minimum 6 Franken , jährlich. - j Mainz, 17. Juni 1868. .! Tr. ^B. Lahn.! Von eineni Privattnsnne erbielte« wir folgend« scköne > Zuschrift: Echzell in der WeUcrau vom 24. Juni. „Äanitjl Du i daS Ganze nicht fein, scktieße dem Ganzen Dick an, bist Du ein Glied des Ganzen."' Ter Alliance -Israelire ('niv ereelle foll das Wort des Dichters gelten allen Israeliten soll eS predigen — dieser Verbiudung , die alle zersplitterten &räft< des JuKenthums, aus denen sie sich bildet und die sie zu versckuielzeu strebt, in Anspruck nehmen mnß, um das zu werden, war sie werden will. Groß ist auch das Band, das sic.bereits geschlungen, das frei vonZwangdie > noch so Auseinanderstehenden vereint. Es ist die unverwüstliche Bruder- und Nächstenliebe unsres volles, i die es spornt, den Bund/zu stärken, den Humanität gegründet. Wie daS wahrhaft Gute im Israel anerkannt wird, zeuge hiesige Gemeinde. Bor wenigen Tagen hielt der Lehrer an der hiesigen Sckul«, Herr Bamberger, nach beendeten, Gottesdienste eine Aosprache an die Versammelten, worin er über Entstehen/ Wirken und Streben der All. Jsr. I n. mit solcher Innigkeit redete, wie nur daS Bewußtsein, eine gute Sache zu befördern, ej vermag. Der edle E,ie>, »ui ».etchem Herr Bamberger di« Sache; behandelte, verdient, in weiteren Ar eisen beachtet zu werden. Hier am Platze war der Erfolg, ein höchst erfteulicher, denn von kanin zwanzig Zuhörern haben sogleick zwölf ihren Beitritt zur Alliance erklärt. Möchten im ‘ deutschen Israel noch recht viele Lehrer, wie Herr Bamberger, der All. 6s. 1\ das Wort reden; auch ihr Strej ben wird Erfolg haben, und sie werden süßen Lohn finden, in dem Bewußtsein, eine Sacht gefördert zu haben, die \ Israel verjüngt, die ein geistige-Band schlingt um Alle. An UnS, die Israeliten Deutschlands, tritt der Mahnruf, i nickt die Wenigen aus unserer Mitte, die bereits den! - Brüdern dieses Bundes der ganzen Erde sich angereiht,. vereinzelt dastehn zn’ lasten. . Wir, die wir von uns j sagen dürfen, daß wir an Zahl- Intelligenz und bürger» ' lichcr Stellung unfern Glaubensgenossen der zivilisirtcsten Staaten gleichstehn, wir sollten bei der Gemeinsache unsre-; Stammes zurücksteben? Gerade «eil auch wir die Erj rungcnschaften der Neuzeit empfinden, sollen auch wir! uns eifrig bemühen und den Brüdern der übrigen Welt dieselben Rechte zu erlangen helfen. Vor noch nicht vielen j Dezennien drückte uns dasselbe Joch; sollten wir nicht j die Bürde, die unsre Väter belastete, den Brüdern erleichtern helfen? Die Zwecke der Alliance sind bekannt; ein großer Theil ihres Wirkenbesteht darin, die meisten j Js«»eliten de- Orientder Erschlaffung, in welche die! Derhältnifle sie gebracht, durch geistige Heranbildung zu j ntziebrn; dieallein würde genügen, unsre Theilnahme zu wecke». Viele der Inden Afrikas sind dem Stamm entsproffen, der einst die übrigen J-raeliten überragte; die spanischen Glaubenshelden waren ihre Väter, die ihrem Gott und ihrem Glauben treu, dem theuren Vaterland«, daihnen feind geworden, entflohen, um in der wilden Landschaft Schuh zu finden vor Tyrannen, angriffen. So möge da-Beispiel der kl eine n Gemeinde im weiten, reichen Vaterlande nicht verloren sein; helfen wir die Aette schließen, die noch jetzt in kleinen Ringe« ausgelöst das Judenthum bildet. Wie der Erde Ströme im Meere sich vereinen, mögen der Erde Juden einim Stteben sein, ohne Dernachlästigung ihrer Meuschen- und Bürger-Pflicht in vaterländischen Kreisen, Bürger¬ und Menschenrecht überall zu erwerben. Drum, Israeliten Deutschlands, es gilt unterdrückten Brüdern beizustehen, laffet un» anschließen dem Ganzen, — der Alliance .Ivraelite Universelle. D. I. Rothschild. Wir haben schließlich noch aui einige diesbezügliche Fragen Auskunft zu ertheilen: ES ist selbstverständlich, da die Mitgliedschaft ein« freiwillige ist, daß ein Zw..ng für eine gewisse R«he von Jahren nicht besteht. Ter jährliche Beitrag von 6 Franken ist das Minimum wohl; aber doch das, was die Mitgliedschaft vollständig sichert. Mehr kann nicht gefordert werden, und die Mitgliedschaft erlischt eben dann, wenn die Zahlung dieses Beitrags aufhört. Die Bildung von Ortsvereinen ist erwünscht. BezirkScomite'S ebenso wohl als ein alle zusammrnfaflendtS deutsches Comite, für das sich wohl seiner Zeit schon die richtigen Männer finden werden, können erst gebildet werden, wenn zahlreiche Zustimmungen, die wir zweifellos zu erwarten berechtigt sind, eingetroffen find. Wir find zur vorläufigen Vermittlung in jeder Hinsicht bereit und erachten eS. weil nur dann eine Übersicht möglich ist, sogar für dringend nothwendig, daß vorläufig alle Anmeldungen an uns gehen. Sobald die Zahl der Mitglieder entsprechend ist, werden wir io versahren , wie wir auch früher in ähnlichen Fällen verfuhren, und die ganze Angelegenheit in die richtigen Hände zu leiten suchen. Vorläufig stehen wir wohl auch nicht allein, aber, da ja nur die Beitrittserklärungen entgegenzunehmen sind, glauben wir es genügend, wenn wir keinen Namen nennen, Dadurch find wir für die Gesammtergebnisse auch nur allein verpflichtet und verantwortlich. Die Redaction de« JSr. Lehrer. Wir hatten Obiges beendet, als unS von der Alliance israelite universelle der folgend« Brief mitgetheilt wurde, welchen sie von Natif Pascha, Gouverneur von Jerusalem uud Palästinaerhalten hat:

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