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Der israelitische Lehrer · 1868-06-03 · 23 (3.6.1868) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
23 (3.6.1868)
Date
1868-06-03
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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er Isrrrelitiscke Uelrrer. Zcitschrist^sö die gestimmten Interessen des israelltischm LchrcrstandcS. Arg an für den Verein „Ach.nun". ^o 23. Mainz, 3. Juni 18li8. 8. ^rllrrAUNA. W chfnllich I Xiumurr. Bieiteljährlicher -X onn>,iiu,m<Sir i6 27 Ir. — •/, Itlr. B i f.antirtcr ZNtiidu,q u)it.r Kreuzband jährlich > fl. 24 kr. — 24 -gr. und den Betr>q de» Porta'«. Anzeigen >u l Tgr. die Petit,eile. Bestellungen nehmen alle Postämter und Bnchdandlungen an. Lehrer und Grmeiitde. - In Briefen an einen Borstand. 7. Eie haben mich, hockneehrter Her. mit einem Schreiben b ebrt, das wobi in der Absicht aeschr eben tind abgrse„d,t worden, wir recht viel Unm'cnehmes Tiber meine Haltung be> Jbrer Le> rerrntlaflnng angelegenl eii zu sagen. Wie niögrn Sie sich bei Ab sassuug dasselbe» aeireut »nd darüber b>aUiUivk>nscht haben, d, ß Eie die ^e w genheit eines hrers »o bei b zu züchtigen verstanden: daß Sie mich recht empfindlich beleidigt Hab n. E »vf.n en S.e jedoch fir j res Eckreibe» min>n anfnck'igste nnd wärmsten Dank; es hat vollbracht, was Eie sicher nicht er wait.ten »yd beabsichtigten: es h>t mich innerlich erfreut und beglückt. Dank also her: ich n Dank! Es gab eme Zeit, wo man in jüdischen Gemeinden die Lei rer wechst lte. wie ein Kleid. Maien doch auch die Lehrer zumeist von sv'cker Art, daß ibnen die Ailflösiti'g des Bandes, das sie mit der Gemeinde «ine knr e Weile verknüpfe, iveaiq oder aar keinen Kummer maäte. Eie nahmen den Wanderstab, wenn sie den Ched.rsta» b müde waren; wenn man ibr>r nichtsnutzigen Handlung^weite berzlich satt wir, oder auch wenn ihnen das P> rweck.n an einem und demselben Orte langweilig eischien, weil man ihren etwa keinen Branntwein mebr borgte; Eie gingen dann! Modi«? Das war gleichgültig. Mit Schnarren «nd Echnurrrn trieb,'» sie sich eine Weile umher, brachten sich so ganz aemnthlich durch, bis sie auch b:es Leben wieder mvde waren, bis sie den Wander Hab wieder in die Ecke stillen und den Echulstab — das notbwendigfte. vorzüglich eund eindringlichste, ja säst daeiuziae Lehrmittel Mer Zeit und jener Menschen, — wieder zu ergrei en Lust fühlten. Dann gab es immer wieder eine Stelle, wo man für einiaeZeit a> sruhen, Kinder I nten — und Ri der schachten konnte. So ging das Leb n dieser — Lebrer? — darf man diesen ehrenvollen Flamen so rntweiben? — fort, bis es zu Ende wir; ein trauriges, unnützes Leben. Diese Zeit ist. Dank Go t, zn Ende, für immer zn Ende. Daß es ganz und gar mit diesem Bachurimw sen nicht mehr gebt, davon hat mich Ihr geehrtes Schreibe» wieder überzeugt. Und das ist ein Grund, m ch rn freuen. Sie scheuen das Urtheil der P esse, des lebenden P»bl kums; sie legen ein Gewicht ans die Meinung der Leser dieser Blätter, die doch Ulme st Lehrer sind. Cie suchen die Berab'ch edung Ihr s kranken mo unglücklichen Lehrers zu beschönigen, als einen Akt der Noibweiidigkeit. darzuslellcn;'Sie h lten willküh l ches Verfahren mit dem Lehrer für verwrflich: das ist vi.l, sehr viel! Sie werb-m. das darf ich mit Beitimmth it annehmen, in Zukunft mit Ihren Lehrern glimpflicher verfahren; Sie werden stch erinnern, daß man heutzutage nicht ungestraft, auch beim, Lebrer nicht. die Anforderungen der Hnnianität außer An en läßt: das ist noch mehr! Sie haben ab>r auch nock etwas gan. Neues erfahren; Sie wissen j tzt. daß die Lehrer der Gegenwart nicht mehr allein, isolirt distebe»; daß hinter ihnen eine große Zahl von wackein Callegen — wenn auch leider noch nicht Alle — stehen. Eie wissen jetzt, daß es eine» ehrenwertsten Lehrerstand gibt. wählend Cie bis jetzt nur ver-inzelte Leh er kannten; daß es Organe .gibt, in welchen di-le ihre Anklagen niederlegen; die es als ihre oberste Pflicht h >lten. für die Schule «nd also für die Lehrer zn wirken; Eie haben erfahren, daß die Besseren dietes bisher ziemlich — oder u n ziemlich — vernachlässigten, gedemüthigten und unterdrückten Standes sich des unterdrückten, leidenden und beleidigten Genossen annehmen; Sie haben selbst daz»

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