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Der israelitische Lehrer · 1868-05-20 · 21 (20.5.1868) · p. Seite 61

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
21 (20.5.1868)
Date
1868-05-20
Page
Seite 61 (sequence 5)
Language
German
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CI Wochenbericht Alzkv. ,Der berühmte Aegyvtologe Brngsch hebt Herder, daß die hierog ypdiscken Urkunden Acavotent sckon rer :>OuO Jahren Zeugniß ablegen für das Eulriirleben jenes Landes, sowohl in titerariscker, wie monrktsrt'er Hinsicht. Man rühmt auf den Gradsäwiften j'ner Z it bereits Kt, Tobten eine Moralität und Humanität nack, welche Anklänge an die Grnnesätze der Bidet hrt. Da lesen wir nach Drugsck: „Er (der Derüorbene) hat die Hungrigen gesecist, die Nackte» bekleidet u. s. w." (dal. Jes. Ü8, 7. ff.) In den um L>X<tt Jabre jüngeren Nrfundcn, also bald n ch Mose), finden wir, ebenfalls nsie Brugfch bebauptet, bereits den namenlosen Gatt der Mosaischen Offenbarung: „Ich bin, der ick bin." Wenn fick di.se Enthüllungen bestätiren. so erleidet dadurch die Originalität der biblischen Offenbarung einen bedeuten, den Abdruck. E) ist aledann deutlich, d st MoseS die Grundpr incipien sein r Lehre A gyptiscker Bildung, vielleicht Acgypiisckrn Mysterien verdankt, denn eS ifi nickt anzunedw.eu, daß der n ue Mosaische Gottesbcgriff alsbald von den Aegypl rn aufgenommen worden Ri, wenn nicht gar selbst die jüngeren Urkunden der mos iiscken Do z il angehören, da die Thiisacken jmer lernen Vorteil fick nickt mit ckrencloaisckcr Genaniakit feststellen lassen. Moses' Verdienst hätte in di sem Falle wohl nur darin bestanden. diese Geheimlehren zum G.meingule Israels und der Menschheit gemacht zu haben. E< war dieS ja auch da? Streben Sokrates, die Erkennt» fj der Gebildeten populär zu macken. Er ging an dem Widerstande zu Grunde, wclcken die Bevorrechteten und Eingeweihten der. Allftiärunz und Bildung des Volkes rntaegens.hten. Moses rnustte zur Voll üdrnng seines Werkes fliehen und außer Landes ziehen. Die weitere Nachfoisckung üder diesen zweiselhaiten Fund ist in theologischer wie in historischer Beziehung von^ Interesse. Tr. R. Alzey. Tie Nachrichten über die Falascka's in Atessynien sind in letzt, rer Zeit dürftiger geworden. Wir dürfen nunmehr naS der Beficgiinz und dem Fall deS Königs Theodor wohl bald wieder ausführliche, auf gründlicke» Fsisckungen beruhende Milthtilungen erwarten. Tenn wenn dir Engländer auck, um politischen V rwickelungen zu entgehen, das Land nicht zur eigenen Coionie macken werden,-so dictirt ihnen dock die politische Einsicht, einerseits zur Verhütung äbnlicl er Vorkommniff.', wie dicj nigen, welche den j tzitzen Krieg veranlaßt baden, andrerseiis zur B h.rrsa ung des Weges nack Indien, der fr«n,ösischen M..cht gegenüber, welche sich in Suez sist- 1 setzt hat, sich den gewonnenen Einfluß im Lande zu sich««. Wir glauben sogar,.daß die Rücksicht auf Jndie« hauptsächlich zu dieser nun glücklich beendeten Expedition gerathen und die B freinng der Gelangenen nur den willkommenen Anlaß und Vorornd g.bsken b>t. Hwrr besile > und beherrschen die Eagländrr bereit? auf beiden S ite» des rotben M er 'S einige <kü tenpunkte (M ssona, Tedschurab, Aden) aber j.dens llS ist die Beherrschung der See durck den B sitz ganzer Küsten nrekk-'i, mehr gesickert, alt durch den einrelner Kü tensiädte. Und w nn auch Abestyrien' kein .Kn renland it, d r Besitz des nächsten BinnenlrnV) übt schon r«-» ae»uzenden Druck auf die s.ck-vrchen B.'heres ber d r Kn t nstr nme auS. Jeoenfall, hoff » w r. w!rd der englische Mrckteinfliiß st>rk und airdiueriid genug fein, um 0 eVerbä.t» niste d r j idrschen Falaschas nunmehr weiter za erforschen und zu sichern. Vom Rbein,?q. April. Von ber^Esnserenz z« Dcrtmiuld zurück tekedrt, tb ile ich Jbn n, oh re dem allgemein-n Berichte vergreifen zil.woll'N, au) dc>u Gedäcktniste E.uig'S ü.'er di.selbe mir. Die Confer nz Mag wobl von 4>lLebrern besucht guv sen sein, darunter nur 5 ,h inische. Die rheiuis den L brer und namentlich die der größeren Städte glänz » seil Fahren dar ck Abwesenheit nnd biernnler nehnua die Eo.legen za E-ekeld alt würdige Nachfolger durch Abw senbeit a f den Eo. f reuzn mit Rad n gekrönter Doegä rger w.'bl de» erst » Platz ein. Denn als im Jibre (81 > die erste Eon- {- ferenz jüdischer Lehrer im Spruigel Erefeld sich bildete, wurde sie von den L hrern in Erefeld ig rorirt. U n sie gew sterinaßen zur Th.ilnabme za zwinacn, schlug M H. Eodn, jetzt Kaufinanii in Uedem, damalt Lebrer in Grevenbroich, vor, eine Eonferen; in Erefeld abzudalte». Dieser Vorschlag wurde anaviroininen und erst dann fehlten die Erefeld r Lehrer nicht auf d r Eons renz.*> Mil Fag konnte dieses Wegbleiben von der Eonferenz getadelt werden und schützen sogenannte gemachte und schriftlich cingereickte Entschuldigungen >,ickt vor di sein: Euisckuldigt sich doch seit Jahren jährlich College W. in M. <Auf der Eonfercnz vernahm man die Bemerkung, er thate wohl daran, wenn er seine Entschuldiguirg in Permanenz ert.ärtel, der, nachdem er vor I hren ein Resirat, das ihn, leider i«. die Glied,r gefahren zu fein scheint, zu liefern _ übernommen, aber nickt gelief.rt, die Eons.renzen nicht mehr besucht hat. Wir können mit unie,m Tadel gegen die Eollegen nickt mehr zurückbalten, w.il ihr Nickter- > scheinen von einer verwerflichen Jndiff r.nz, die die heiligen J> teressen unseres Standes f.ckädigt, Z ugniß ablcgt und die rhcinisch-westphählische Eonferen; sc Ich e.ha- •) A ir haben vor, eine <8. schichte b-r Co„f renzen abru» f. flm. Darin »erden «ie auch über ui-s.rn F-eund Boden» heimer — »« ist bi s>r Titel von uns kein, Bum.ßnng', er hat un» seit st sein „Haa inu* mir di.ser eigen >il idigen Emsch' ist g. sche, kl — nnd seine B«rbiensre um Cöiiferenj,» u, d Lchul» w sen berichten. — Lied «v«be es uns. »,nn ui < die geehrten Callegen durch Zusendung von Material unrcrstützen »ollten.

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