Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 19 (29.4.1868)
- Date
- 1868-04-29
- Page
- Seite 43 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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43 zu machen, und Mißerfolge dürfen deßhalb nicht soj fort ziirnck'chrecken. - I. Alzey. DaS Ausland Nr. 17 theilt aus dem! Athenäum m>t,> daß d!e von Bruce aufgeste te, aber vielfach anaetweifelte Nachricht über die barbar sche Eilte der Afrikaner-Stämme, Stücke Fleisch aus dem Körper des lebendigen Thieres zu schneiden und zu verjehren, sich doch nun duich die mittels der ab.ssynischen Expedition überkommenen, im Etartdard entbaltenen Nachrichten bestätigt. Angen eueen erzählen, wie man in Abessynien die Thicre wirft, ihren Striche Fleisch unter der a»fge!obcnn Haut aus schneidet, die Laut wieder zuklebt und dann das von Schmerz und Stöbne» erschöpfte Thier gewaltsam ansiito unter die Heerde jagt. Ter Talmud k.nnt ebenfalls diese heidnische Unsi te (Ewer min hacliaj); er veilangt das | Slbtuffen von ihr aus alliewein menschlichen Oliünden und zählt das bezügliche Gebot z» den Ur eboten des Menschenthnms, den sogenannten Norchjdischen. E ne solche Barbarei degradirt den Menschen zum Tbiere. Alzey. Die JilunriNe Ze tn»g enlbält in ibren letzte» Nnm.ner» imertffante Au'scitze über die Polksgelnäuche der Osterzeit: Osteibro', Osterts-r. So viel Anllang diese Gebiäucke auch an das Jii-enthnm hab>n, so enischeidet inan sich doch für de» U-'pniira derelbe» aus dem Heidentbuiit. Das Jndentbum selbst kann aber auch oft den Anklang seiner Gebiäucke an die verwandten h idui'chen nickt leugnen, obne damit sagen zu wollen, daß d:e jüdische» Gebräuche eine l»ionische Unterlage haben. So ist das Ei b i der Pasi ih- und Trauermal-lzeit seinenr U iprunae nach g, iwß nickt jüdisch. Lasur bürgt sbo-i die Unsicher heit »uv Man,lichsalti keil bei der E klärung di i. s Gebrauchs. . Tie sprachliche Teutnua aus der Per wandticha't der hediäncken und chaldäi'ch'N Benen nung für „Ei," wie die allegorische, daß das „Ei" die Li>be darstelle, sind nur Ze chen für das manrelnde ricktige <-ernänbniß. Dahin aebört auch die fiiblvr1 linifche r eutuag, daß das Ei weaen d>s mangelnden Ruhepiinkles an den Gilaul „die Umwälzung Hffl schick s" erinnere. Biel mehr ist das Ei da« Symbol der verschlossenen Ziikunit, welche akS eine heitere sich o>t aas der düstern Gegeuw >rl entwickelt. Daher -stammt auch der Gebrauch des EieS bei Tt uermablzeiieii, u»j> auch für die P ss'hm'hizeik ist mit Aus sicht aus dir Wendung des Geich ck S für Israel die Anwendung des Ei>s bedeutungsvoll. Das Piffihseuer der Christen hat Aebn'ichkeit m t dem Cb'amezseuer der Juden. Aber die FtübjahrS wie WinterS- (Martini ) Feuer waren auch bei den Hei en in Gebrauch. Sie deuten auf ras wachsende Sonnenlicht hin, welch S die schöpferische N ilurkrait neu erweckt und belebt. Auf dieses keimende und sich verjü»- genve neue Naturleben deutet auch bas E> im Hett denlhnm lün. Das Jndenthum hat di.sieit Gebräuj. cken der heidnischen Naiurreltgioi'.e.t eine sittliche Bet ziehuna gegeben. Mö.Uick, daß au : ieio.: Frühjahrsfeuern die Heiden ihre Eier st'geleit, wie die Zuden an d.ut Ehimez-(Piss,h'l fetter ihi Et für d n Le trabend bereiten. R. Ans Bayern, 2». Avril. Die Nr. 1 *» II. 17 der „Bayet'schen Lehret zcituilg" sagt in ihrem Bericht über den .Adreffenstnrm gegen den b..yr. Schulgesetzentwns", daß Stadtpf.nrer E. in Z. gegen einen Lehrer aeäußeit h ibe: „Wein das Schulgcsev durchgeht, so Hetzen wr das Polt aus, daß cs euch steinigt wie die Inden." En sehr frommer Porsatz der Diener der R ligion der L ehe, und ein Ausdruck, der gar keines Eommentars bedarf und doch zum Nachj denke» anssotdert. Wir sehen, L.hrer und Jude» habe» geivissermaßett solidarische Z it resien; die Fetnde der Bildnnt Hanen beide als die Pionntere der Bildung und die Prüsstciiie, der Httutrt.ital. Aber, Herr P'.iner,' weun I »ten intich geholsen werdeit wurde, dürste es doch vielleicht heißen: heute die I ,dei>, morgen die Lehrer, üb crmorgen die Psaffen, u»ier w ichen Namen man natürii h heutzutage nicht den e''renwer.hen Stand der Geistlichen, sondern nur-die Männer versteht, die in ihrer Eigensucht rohe Gewalt der Bildung vorziehen. . Würzburg, 22. Aü.i!. P iggit gelten Sunt lg entsp in» sich n tler d n t» der Sytagote zu U tler-!i>ack v'riamnteltei: Jiraelilen ein Wo.twechsel, solcher, in eine alltem.iie Ran'^rei ausanens. u. Ä. tu h-ere Perwundnnä^n und Perhg'tn» ten zur Folge hitkeu. Die bezügltcke U tlersachang soll bereits einveleitet sein. Do» au f ü r st e n t h üme r. Das in Bukarest erscheine,ide »Echo Da tivieu" erklärte am 10. April, nach b.stinirnleit Nackrichien aus Baken habe zwar „keine Entente gegen die Inden stattgesniideit", aber die „Persolgung und Austreibung pezt Z tt v e n aus den Ortschaften des Bakener Comitots werde mit. unsäglicker Herz'on .keil und Hartnäckigkeit betrieben." Z'im Belege druckte das Blatt einen vom Bürgermeister Gheorghi in der G.meinde Noirietij an „die hier befiiv'.ichen Herren Inden" aus Gin ad „höherer Anordnnngeu" gerichteten Ausw iiungsbef.hl ab, der dahin lautet: „Sie werden hi.rniil anfge'ordelt, diese Gemeinde hinnen 24 Stunden zu verlasien, da Sic k-ut Recht baden, sich in Landgemeinde» niedtrzulasieii." Die Wener Avendpost vom 16. Apeil berichtet über die Erkundigungen, welche Baron Eoer im Aufträge der östceichiicheit Regierung eingezog ut hat. Aus Jassy meldet der östretchiiche Consul uulerm 13 April, aus B keu seien allerdings Klage» von 7l vertriebenen Doi'jnven eiiigelaut'en, auch sei eS im Dorre selbst zu Excessen gekommen, bei denen 30 Schaffe auf daö X.