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Der israelitische Lehrer · 1868-04-08 · 15 (8.4.1868) · p. Seite 16

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
15 (8.4.1868)
Date
1868-04-08
Page
Seite 16 (sequence 8)
Language
German
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r Hier wirk" zur Heimat nun die Fremde; D aS Njegesebene bekannt; Wozu er kaum mehr sich bequemte, DaS dünkt geläufig seiner Hand; Der Sohn kehrt heim zum Vaterhause, S.'in Leben'war nur eine Pause, Ein Traum der ganze Ovident; - Er ist erwacht —' und die Genalten, Die vor ihm wandeln, sind die alten. Er sicht verjüngtim Orient. So zieht er, als die Nacht sich licktet, Ju's Land hinein mit rüst'gem Fuß; Wobin er nun das Auge ricktet, Die Wüste selbst beut ihm den Gruß; Die Hügel scheinen ihn zu kennen, Er weiß mit Namen sie ui. nennen, Die Hügel Dan und Benjamin; Die Wandrer, welche ihm begegnen, Si,.d seine Brüder, denn sie segeuen Ja uür Salau'i alekaJ ihn. Ei» Sckmerz -nur dringt durch seine Seele, Ei n Seufzer über seinen Mund: — Da7 Land' spricht laut von Schuld und Fehle, Das Land spricht vom gebiockucn Bund; Die kahlen Höb'U, die öd.n Fluren, Der Städte und der Dörfer Svuren, — . „u’ lwiter führt, die S'.raße ibu, DcS ganze Land in seinen Wunden Eprielt, wie er niemals e-, cmpiundeu, Laut, daß sein Segen ist dahin! So von deS langen Tage-" Hitze Und seines Krimmers Lau gedrückt, Eneicht. er eine Bergeesrine, Die iveil hinaus gen Osien blickt: — Da liegt im Glanz, der Abendsonne Jerusalems — da liegt in Wonne Perfenll Dworlowicz auf den Knien! Nur einen Augenblick jiideis^n. — Denn alle H>tze ist veracisen. Und aller Kummer mus; culflieh'n. Ihn trennen ivenige Mimiken Bon geiiier Schnsiickd beii'acm Ziel! Die lejte Kraft, das letzte Sputen, Was ist dem Grosse beut za viel? Schnell ist der Gihon übeischrilken, Dte Stadt erreicht; — da steht er mitten Im alten, heil'gen Joppechor! Da wüst-er weinend sich'zur Erden Und schickt mit rührenden Gebcrdcn Tein heiß Gehet zum Herrn empor: 16 —! „Gott meiner Väter, der die Pfade DeS Schmacken bis hieher gelenkt, Gott meiner Väter, besten Gnade Mir diesen Anblick noch geschenkt! Gott, der Du Israel erkoren! — Od uns auch Alles ging verloren, Gettoffen vom gerechten Fluch, — . O laß Dein Volk, trotz unsrer Sünden, Laß nnS Erbarinung wieder finden Und tilg' uns nicht aus Deinem Buch! „Ob auch zerbrochen diese Mauern, j Die einst das Heiligste geseh'n; Ob auch Judäa's Berge trauern, Seitbcm bas Schrecklichste gescheh'n: — Du wirst beleben seine Glieder, Du sammelst das Zerstreute wieder Und bauest, was in Trümmer fiel; Du kannst Dein Erbtheil nickt vergessen, DaS Maß der Sünde ist gemcsten. Doch Deine Gnade hat kein Ziel!" So fleht er, und in Fleb'n versunken Hat er für Irdischestem Ohr, Ob auch ein Reiterhaufe trunken j Sich plötzlich drängt zum Joppethor, Versunken in sein heißes Beten Wird kalt im Tbore er zertreten, Wie es dem Türkenschcick genebm; Nock kniend liegt der Leib des Tobten, — Die Seele tragen Gottes Boten Zum himmlischen Jerusalem! & n % e i g ea« Zur Conferenz des Vereins isr. Elementarlrhrer für Wrstphalen und; Uheinprovin) in Dortmund, am 20. und 21. April.! ' - ,j j Die Sitzungen finden im „Kölnischen. Hofe"! (Louis Wencker) statt. Bis zu einer gewision Anzahl wird den Mitgliedern der Eonferenz gastfreie Ausnahme in Familien zuzesichert. Bielefeld, 29. März 1868. ver Vorstand. ' B.ra, ln»r liche R-Lsttion u. B.ilag von Joseph «lingenstein. Lehrer ,r Oteruheim in Koeinheffen. Für den Buchhandel an e°».m.stion bei Oscar Lrinrr in Leipzig. — Druck der I. »öhm'schen Buchdruckerei in «lze,. J

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