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Der israelitische Lehrer · 1868-04-08 · 15 (8.4.1868) · p. Seite 15

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
15 (8.4.1868)
Date
1868-04-08
Page
Seite 15 (sequence 7)
Language
German
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meiden, überall die StanbeSehre zu wahren, in L,hrcrfiaqe» in geschleffenen Reihen zu kampsen und ^Ins gegenseitig mit Wohlwollen zu behandeln. Ta» wird unseie Standes ehre klüftige» und unseren Aeußerunpen eine «höhte Bedeutung verleihen, doch uns nicht hindern, das Reckte wacker zu vkltl ridigrn, daS der entn iürlung t niereS Cte-ndee Eesehrlich,tapfer zu bekünipsen. Unsere Zeitschrift soll und wird jetzt mehr und mehr ihre Slingabe erfüllen alle Interessen deS Judenthunis zu besprechen; sie wird in die Gemeinde und in die Hände der Nicktlebrcr dringen und mehr und mehr aus ihrer exclusiven Richtung als blose Lehnrzeitnng heraus'nten. Sie wird dies insbeiendrie darum zu tlnm verpflichtet sein, weil-ihr die bedeutungsvolle Berpflick tinig geworden, die Jnt,r<ffscn der Alliance isr. nniver'elle zu wahren nnd diese hehre Bereinigung auch in SMifdfinitb 151* verbreiten. Mögen uniere g, sei ätzten Kollegen das im Ange bchal:- tr». i ns leisen in ui seien, Wüten für das Heil des Lebnrstaudes durch die Förderung jedes wahren Fortsdritts 1:1 b sl.r die Föidcri ng des Fortschritts sorgen durch die Hebung des Lehrerslandes, Fbuillclon. vvrorlcüvvier.*) Bau W. P. „Jerusalem, in deinen Tboren O bürst.» meine Küpe st-h'n, Ja? Eecklbeil, das uns einst erkoren, - Neck diese blöden Auge» seh'u! Wie. wollt ick Alles d.inn vergessen, DaS Tbränenbrod, Pas ick gcg.sf n, Das Manna auf dem Pilgerpsad! Mein leyl' Gebet mit Freuden srainmcln. Und mich zu nieinen Däiern sainineln, Zu ruh',, im Thäle Josaphat!" So serack Dworkoivicz, Wilna's Zierde, D>r Meister der Akademie, Desi Frömiuigkeir ibr idre Wü>de, Test Weiebeir ibren Glan; verlieh; Dkm Rabbi w.ll nickt mebr gcuüacn Der Talmud mit den trocknen Zügen Nickt Misckna und nickt Gembra; > Da» Land der Däter will er sckauen, Sick an ledcnd'ger Spur erbauen, Der Heimat aller Scheckina. *) Lir entnehmen da» schöne Gedicht, da» eine« »rate^lnntttchrn bieisltichen;>,m Persafser hat, wie der freundliche Cir» «in jüdi cher ls.istlichtr, UN, müthkilt, den JugrnbUittrrn »«7. Er fragt nicht nack der Zahl der Jabrr, Die an daS Ziel des Leben» reicht; -Er achtet nicht, daß seine Haare De» Grabe» Nähe sckcn gebleicht; Er scheidet au» der Seinen-Kreise, Greift freudig, nach d r Däter Weise, Zn Wände» stab uud Pilgerhut; Dmch Rußland» schneebed.ckle Felder, Durch seine Steppen, seine Wälder Erreicht der Greis die Mceresslulh. Dort trifft er in Odessa'» Hasen Ein Sckiss, da» nack Egypten fährt. Und kann flickt'ruhen, kann nickt schlafen, Bi» ibm die Uebcrfahrt geioährl; Ob drauf;ur Reckken nnd zur Linken Ihm Stambul, Smyrna, Rbodu? winken, Wohin sich leu!t de» Schilfe» Kiel, — Sein Hofs»nng»a»ker ist 'gelichtet. Sein Sehnsucht?stener ist gerichtet Nur nach dem Einen hül'gcn Ziel. Ta hebt au» blauer Meercsf.rno, Von. seiner Eescrn Schmuck nmlanbt, Der Hermon zu dem Reick der Skernc Enipor sein sckneegckröiitcs Hauxl! Und von dem Gipfel de» Propheten, Wo er den Regen einst erbeten, Dom Karmel bi? zum Ganzen Dehnt sich, umsäumt von Seron» Rosen Und Lilien, ein zweit-» G.sen, Sich das Gebirge Ephraim! Wa» schimmert dort vom grünen Hügel 7 Ein Städtchen an de» Meere» Strand? Dwcrkowicr, wer verleibt dir Flügel? Dein Blick hat Joppe schon erkannt! Hier darfst Du landen, hier die Stätten, Tie heilige», zuerst betreten, Und Joppe folgt Jerusalem! Er wirft dem Sckiff Herrn sich zu Füßen: „O last mich'» heute noch begrüßen, Wenn r» dir möglich nnd genehm!" Die Brandung stürmt; doch solcher Bitte Fügt freundlick sich der rauhe Sinn; Ein Wink, — und in de» Nacken Mitte Enteilt der Grei? zum User hin; Ein Ruck, — und eh mit starken- Hände« Tie Sckiffer neck ihm Hilfe sende», Erklimmt der Greis de» steilen Strand, Begrüßt er, w» den störr'gcn Rücken Einst Jon» bot, mit feuchten Blicken Und lautem Dank da» heit'ge Land.

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