Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 8 (1868)
- Issue
- 11 (10.3.1868)
- Date
- 1868-03-10
- Page
- Seite 40 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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40 — verordnete jedoch, daß Juden zu keiner Abgabe an die christlichen Seelsorger titulo ' einer. Stolgebühr verhalten «erden sollen. Trotz dieses Hofdecretes' kassirte alljährlich das fürsterzbilchöfliche Consistorium in Wien (die österreichische Geistlichkeit setzt sich ja auch heute noch über die -Staatsgesetze hinaus und hält sich bei deren Uebertretung vom Arme der weltlichen Gerichtsbarkeit Nicht für erreichbar. R.) bei der israelitischen Cultusgemeinde in Wien die Stolgebühren ein, und der Vorstand war so gemüthlich, sie zu bezahlen. Im Jahre 1865 gab der Vorstand diese Gemüthlichkeit aus und fragte nach dem Rechtstitel dieser Forderung. DaS sürsterzbischöfliche Consistorium stellte hierauf die Einkassirung ein. (N. Fr. Presse.) Prag. -Die Journale brachten jüngst die Rachricht, daß daS Unterrichtsministerium die. Statthaltereien in Böhmen, Mähren und Galizien aufgefordert habe, Gutachten von Fachmännern über die Einrichtung eines Rabbiner- Seminareinzuholen uud knüp'tcn daran die Miltheilung, daß daS Ministerium Prag als Standort des Seminars in > Aussicht genommen habe. Die Frage des Standorts wird jedoch, wie wir hören, vorläufig als eins offene betrachtet,; und erwartet das Ministerium auch in dieser Beziehung ' Vorschläge. (N. Fr. Presse.) Pesth, Ende Febr. Die orthodoxen Mitglieder der : Rotablen-Couferenz haben wiederholt Audienz beim Cultus-! ■ minister gehabt, um gegen das Resultat derselben zu pro-! täfeln und zu agitiren. Ihre Bemühungen werden frucht- «s bleiben. Die „Presse* stellt hierzu die Frage: Wie lange werden diese Concordats-Ritt'er vom auserwählten Volke fortfahren, sich vor der gebildeten Welt lächerlich zu machen? Pestb, 2°>. Sifcvuav. Tie Agitation fei" Rabbiner war sehr stark gegen big-Rotablen-Benainmlung» weil sie v«l der Wahl ausgeschlossen werben sollten und mußten. Denn für wahlfähig erklärt, hätten sie gewiß in den meisten Gemeinden ibrc Wabl durchgesetzk. Tie Zahl derjenigen Rabbiner, loelcke ihre Zeit begreifen, ist in Ungarn aber noch;n gerüig, um diesen in großer Ueberzabl die Entscheidung über di» Fragen, der Zeit anheimzngeben. Es verlautete daher sogar, daß man dein Eultus-Minister die Wahl der Rorablen überlassen wolle, natürlich unter kein : offenen oder geheimen Beirarb von tl-errränten aus jiidiscken : Kreisen. Heute sind ibm denn endlich die Beschlüsse übergeben . worden. Welcher Ärr sie sind, ist noch nickt bekannt: ick hoffe, , es Ihnen nächstens initiheilen zu können- Mörgeli ist Empfang ' in echpore beim Kaiser. - P^riS. Die Wittwe des verstorbenen Furtado bat! dem Centralconsistorium nach einem Legate ihres Galten, > der ein Mitglied dieser Behörde, war, eine Summe von > 10,000 FcS. zu Gunsten der Wittwen israelit. Beamten übergeben.! stadt a. Odenwald. 16t. Lublin in Merzig (R. M-)- 165. Lust! in Slerbsritz (9k- M.1- 166- Eahu in Sarstedt. 167. Heinemann; in Kleinsteinack'. 168. Hause in Reukirche». 169. Rothschild in i Oberaula. 170. liatz in Brilon. 171. Rosenwaldin Oestrich.! 172. Hoffmann in Wenkbeim (R. At.) Anzeige». Leopold Goldschmidt'sche Stiftliug in Mainz. Zweck derselben ist laut § 7 der Statuten: ' „Den Ertrag der jährlich eingehenden Zinsen und- ^Schenkungen an Lehrer der Großh. Hess. Rhein- „prooinz zu vertheilen, welche in anerkannt wirksamer Weise auf Geist und Gemüth der Schüler „wirken, und sich durch Eifer und Berufstreue aus- „ zeichnen.* j Demgemäß werden Diejenigen, welche Ansprüche an genannte Stiftung zu machen wünschen, aufgefordert, ihr deßsallsiges Gesuch bis zum 1. April d. I. bei dem Unterzeichnetev einzureichen. Mainz, den 1. März 1868. Ter Verwaltungsrath der Leopold Goldschmidt'sche» Stiftung. Vsvnnts Lehrerstellen. Verschiedene Gemeinden deS Rabbinats-KreiseS Alzey beabsichtigen ihre oacanlen Lehrer- und Canter-Stellen neu zu besehen. Ter Ertrag der Stellen ist 250—400 Gulden jährlichen GebaltS neben freier Wrbnung und Heizung und den üblichen Emolume-ten. Manche Gemeinden bieten ein beträchtliches Rrbeneinkommen du'ch die Schechita, welche übr'gcns in keiner Gemeinde von dem Lehrer obligatorisch übernommen werden muß. In manchen Gemeinden ist auch! viel freie Zeit und viel Gelegenbeit zum Nebenverdienst durch Privatunterricht geboten. Meldungen sind portofrei an den Großh. Rabbiner Or. Rothschild in Alzey zu richten__• Offene Lehrerstelle. Tie Lehrerstelle zu Böhl ist erledigt und soll wiederbesetzt werden. DaS damit verbundene Einkommen besteht in ' 1) Lehrergehalk'! . .:.. . 250 fl. 2) Vorbetergehaljt . J.50 „ 3) Erträgnissen »uS der Schechita und den Casualien, die mit . .80 „ garantirt werden und 4) Freier Wohnung, Blumen- und Baumgarten, veranschlagt zu.20 „ Achawa. M Beiträgen pro 1867 sind noch als eingegangen anzuführen: .j 1)6. isr. Rothschild in Alzey. 157. Friedberg in Riederwiesen. 15^. Wolssdorf in Erwitte. 159, Wolfsdorf in Beverungen. 160. Rordhaus in Paderborn.- 161. Lippmannssobn in Horn : (Neuep Mitglied.. 162. Earsck in Anröchte. -163. Herzfeld in Reu-! Summa . . . 400 fl. Besonders qualifizirten Bewerbern wird von der betr. Gemeinde außerdem noch eine jährliche Renumeration von 50 fl. zugesichert: Meldungstermin bis 15. März. . Böhl in der bayr. Pfalz, Yen 16. Februar 1868. Der Synagogenaassclrass. Verantwortlicher Srtxxrteur: I. Ä lut g eil st ei n in Ldernheim in Rhemhehru; Selbstverlag der Redaktion. Für den Buchhandel: in EoMmffsion bei Calcit Lerner :n Leipzig. — Tarnps-Schnellpreffendruck von I. Gottileben in Mainz.