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Der israelitische Lehrer · 1868-02-11 · 7 (11.2.1868) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
7 (11.2.1868)
Date
1868-02-11
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Der IsrselMeKe Ichrer. Zeitschrift für die gesammten Interessen des israelitischen Lehrerstandes. Organ für den Verein „Aedawa." j&T. ' Mainz, den 11. Februar 1868. (Achter Jahrgang.) Wöchentlich 1 Rümmer. Viertelsährlkcher Adonnementsprcis 27 kr. — > 4 Thlr. «ei ftanfirter Zuimdung unter Kreuzband jährlich 1 st. 2» tr.—24 Sgr. und den Betrag des Portos. Anzeigen zu I Sgr. die Petitzeile. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. Uebersetzen der Bibel und Erlernung der hebräischen Sprache. Ueber diele beiden Unkerrichtsgegenstände ist schon viel geschrieben und in Conserenzen geiprochen worden und noch herrscht darin ein. Verschiedenheit der Ansichten und der Behandlungsweise von Seiten der jüdischen Lehrer Es dürfte dcshal!' eine öftere Besprechung dieser Fächer in diesen Blättern, als d§n geeignetsten hierfür, nicht überflüssig lein, und die fltesultate, welche durch die Praxis erzielt weiden, könnten zur Klärung der Ansichten am meisten beitragen. So wird das Uebersetzen der Bibel betrieben entweder a. durch gute Bibelübersetzungen, welche den Schülern zum Präpariren und Wiederholen in bie Hände gegeben werden; oder b. durch Niederschreiben der Ueberietzung unbekannter hebräischer Wörter oder auch ganzer Sätze in der Unterrichtsstunde selbst;,oder e. dured Hilfe eines Wörterbuches oder Vocabulariums. Gegen a ließe «ich a^er einwenden, daß die Schüler aus einer vollständigen Bibelübersetzung auch diejenigen Stellen Nachlesen würden, die der Lehrer im Unterrichte absichtlich überschlägt Bei b. wäre die Zeit in Anschlag zu bringen, die das Niederschreiben von hebräischen Wörtern mit deutscher Uebersetzung in An-pruch nehmen könnte und müßten diese Arbeiten überdies vom Löhrer corrigirt werden. Bei c. märe ebenfalls die Zeit in Erwägung zu ziehen, die das Nachschlag.n und Aussuchen von unbekannten Wörtern erfordert und müßte eine gewisse Bekanntschaft der Schüler mit der Grammatik vorausgesetzt werden. Ich glaube, daß a. die einfachste und sicherste Weise wäre für das Uebersetzen der Bibel in der Schule. Wir müßten aber solche Bibeln (zunächst Pentateuchs) für die Schule haben, woritt die für die Kinder unpaffende Stellen und Geschichten ganz wegbleiben, wre z. B. ’ctt« von Johlson bearbeitet wurde, welches Buch überhaupt für Ansänger sehr brauchbar ist. Für reifere Schüler und höhere Klaffen aber wäre eine Erweiterung dieses Buches erwünscht, namentlich müßten noch mehrere poetische Stücke darin ausgenommen werden:—Im ähnlichen Sinne ist auch die deutsche Bibelübersetzung von Auerbach bearbeitet und könnte diese einer hebräischen Bearbeitung als Richtschnur dienen. Ein solches Unternehmen wäre zunächst etwa Sache! und Aufgabe der israelitischen Bibelanstalt, deren j Ziel doch jedenfalls mit'dir Schule ist. 1 Das Vokabularium von Nathan nnd das Schulwörteri buch von Cassel dienen unter anderm in mehreren Schulen j als Hilfsmittel zum Uebersetzen des Pentateuch. In beide« i. ist aber das und jtod; nicht angegeben und fehlen! diese Zeichen auch in andern Vokabularien zum 1 B. M. j. und Hilssbüchern zum Uebersetzen der Gebete Das lleber- I setzen der Bibel und der hebräischen Gebete kann aber nicht j gleich andern fremden Sprachen durch Hilfe der Grammatik > in jüdischen Schulen erlernt werden, weil die Kinder früh« j zeitig zum Lesen und Uebersej en des Hebräischen gebracht! werden sollen. Können die graben ziemlich gut hebräisch i lesen, so wird mit dem Uebersetzen der Bibel (»Din) und der Gebete begonnen und man läßt die hebräische Sprache! nebenher folgen. Diese soll tas Mechanische beim Ueber- | setzen verbannen und das beffe:e Verständniß des göttlichen! Wortes überhaupt fördern. Zrr Erlernung der hebräischen Sprache selbst haben wir j?tzt mancherlei Hilfsquellen: Grammatiken, hebräische Lesebücher, Uebungsbücher, praktische Ausgaben und Elementarbücher. Es' fehlt aber ein gutes Schulwörterbuch vym Hebräischen ins Deutsche und vom Deut'chen ins Hebräische. Dieses müßte kurz, faßlich und vollständig sein. 1 Als Hilfsmittel zum Uebersetzen und Verständniß der Bibel (und der Gebete) wären nlrch meiner Erfahrung also für die jüoische Schule nöthig: 1) eine hebräische Schubbibel mit Hinweglaffung aller Stellen, welche für die fugend unpaffend sind, nebst einer deutschen Uebersetzu.g (getrennt) und 2) ein gutes Schulwörterbuch vom Hebräischen ins Deutsche und vom Deutschen in's Hebräische. WolieNbüttel Z. Wimmelbacher. " I . ' 11 11 Wochenber i ch t. ' Alzey, linZaiiuar*,. Die.iAlliance irr. univ." versendet fol-! genden Brief- Er enthält den zweiten L)riginalderickt des Herrn : I. Halevi, welcher bekanntlich von der Alliance zur Aufsuchung der jüdischen Falaschas in Abessynien ausgesandl worden ist. »er en, 24. Nov. 1867. An den löblichen Verein „Alliance *) Durch Zufall verspätet. R.

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