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Der israelitische Lehrer · 1868-02-04 · 6 (4.2.1868) · p. Seite 24

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
8 (1868)
Issue
6 (4.2.1868)
Date
1868-02-04
Page
Seite 24 (sequence 4)
Language
German
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24 W.'s ohne dessen Wissen vorgenommen. Er trug den gewiß nicht beneidekswerthen Sieg davon und wurde engagirt. Wie lange er sich di^es Sieges erfreuen, wird, wollen wir nickt entscheiden. — Wir haben keine Worte, das Verfahren dieser Eollegen zu charakterisiren- An Euck, ihr Eolllgen, richten wir nun die Frage: War Vas Benehmen dieser Leute ebrenbast kollegialisck, und wie ist es mit dem Verbote j’» t»i zu. vereinigen? Wir werden auf diese überaus wichtige Frage i»i Allgemeinen noch einmal zurückkommen. Red.. . ' ■£. Z. Berlin, 24- Januar. Bei der Beratbung über den Etat des Cnltusministeriums unk insbesondere der Realschulen im Abgeordnelenbause kam l>r. Ko ick aus den Umstand zurück, daß im Departement des Eulmsministeriuius wie in demjenigen des Justizministeriums den Juden die Zugänglichkeit zu den öffentlichen Aemtern noch nicht gestaltet werde. Zunächst habe er kein EuliuSminister seine Anerkennung dafür auszusprechen, daß an der Universität zu Königsberg jetzt auch andere als nur evangelische Lebrer angeftellt werten könnten. -Könnten! ob-der auch? Red. Aber auf den andern Gebieten lägen die Tinge noch wie früher. Im verflossenen Jabre habe der Regierungs-Eoinmissär erklärt, daß der Anstellung von jüdischen Lehrern an den Realschulen nichts mcbr entgegensteden solle.; gleich wohl aber >ei gleich darauf wieder im gegeml'eiligen Sinnt verfügt worden. Tie Toeivren Jutrosinsk» und Warschauer, die schon sei».-Jabre» als Hültslebrer an der Realschule zu Bosen unterrichteten, und. deren besondere Tüchtigkeit insbesondere auch von ibren Vorgesetzten anerkannt sei, könnten nicht zu einer denniliven Anstellung gelangen. Das confessionelle Prineip der Siaaisre'gierung müsse verlassen werden. Was solle man in den neuen Provinzen zu diesem Principe sagen? Tas raum cuifjue niüsse koch endlich.auch den Juden in Preußen zu Theil werden. Bravo!' Ein anderer Zwudn-nfall wird l'ier r om Regierungs-Eommissär Hrn. Lebuerl berücksichtigt; kie Bemerkimg Koich's bleibt einstweilen ganz unbeantwortet. Abgeordneter T echo.w unterstützt die Ausführungen des »r. >io>ch. Ter Magistrat, zu Breslau wolle eine neue Realschule mit der 'Bedingung errick'ttn, daß auch Juden an derselben/angestellt werden könnten,'woraus der Eulrusminister jedoch nickt eingeben wolle. Was die Angelegenbeit des l<r Jutrosinsky betreffe, die das Haus schön wiederholt beschäftigt habe, so müsse dieselbe rock endlich zum Abschluß kommen, damit man endlich bestimmt wisse, waS kn fraglicher Beziehung in Preußen gelte und was mein. Ten Juden gegenüber dürfe man nur sagen: gleiche Reckte, gleiche Pflichten! Abg. Herrlein: In Kurbeffen bat man von einem confessionellen Ebaracier der Iw deren Lehranstalten früber nichts gewußt. Jetzt scheint es anders werden zu sollen: das ist nickt gut, und es würde zur Folge haben, daß wir die besten Lehrkräfte verlieren. Man läßt sich so etwas nickt gefallen und man wird mir einer 'Petition an den König geben." Berlin, 2si. Jan. Es gibt sonderbare Käuze mir besonderen Bedürfnissen zur Zeit in der Welt. In der Abgeordnetenkammer hat ein Dr. Roienstock in einer Petition beantragt, daß der Austritt! aus dem jüdischen Religrcnsverbande durch bloße Anzeige bei ,der betreffenden gerichtlichen Behörde und ohne die weitere Verpflichtung der gleichzeitigen Aufnahme in eine andere Religionsgesellschass solle erfolgen können. Abg. v. Ho verbeck beantragt. daß über diese Petition ein besonderer Bericht, behufs der weitere» Beratbung im Plenum, erstattet werde- Dieser Antrag wird angenommen. München, II. Jan. Die Kammer der Reicbsrätl-e nahm den von der Kammer der Abgeordneten amendirte» Artikel deS Wehrgesetzes an, wonach nur solche Rabbinatscandidaten von der Militärpflicht befreit sind, welche das Gymnasium absolvirt haben. In der Kammer der Abgeordneten batte Hr. Dr. Ruland die an die Rabbinatscandidaten gestellte Anforderung der Herbeibringung eines Gymnasialabsoluroriums beseitigt wisse» wollen, mit der ausdrücklich interessanten aber nickt sebr geistreichen — Bemerkung : „Er sei kein Judenfreund." Wir wollen das glauben, können auch durchaus keine Freundschaft darin finden, wenn man dem ver-rorlelen Backurimwesen dadurch Borschub leistet, daß man die BildtMg der Rabbiner zurückschraubt. Diejenigen Abgeordneten re., welche in solchen Fragen auf Seiten der oft exorbitanten Wünsche der Orthodoxie fteben und mit der Bildung und Erfüllung gesetzlicher Berpflichlungen, Prüfungen re. bei den jüdischen Religionsbeamten Racksicht haben, sind aus begreiflichen (Gründen nickt immer die Freunde der Juden. A n; e i g e *>. Hierdurch den Herren Lehrern und Cantorerr die ergebenste Anzeige, daß die Subscription aus die „Traditionellen Synagogengesänge*4 | eröffnet und Bestellungen von Hrn. L. Waldbott ich Oberi lustadt (Pfalz) und von mir franco entgegen genommen > werden. Gleichzeitig die Bemerkuith, daß für Hannover, Nassau, Württemberg, Hessen u. s. w. Agenten sür den : Verkauf gedachten Werkes gegen gute Vergütung suche und können sich Restectanten an mich wenden. Brilon (Wcstphalen) im Januar 1868. Katz. Die Lungenschwindsucht wird naturgemäß, ohne innerliche Medicamente geheilt. Adresse: Dr. 11. Rottmann in Mannheim. (Gegenseitig franco.) In Commission der SW. S. Meßner'ichcn Buchhandlung irr Casiel ist erschienen und durch jede Buchhandlung zu beziehen: p a r ß ft i n ö, Kurzgefaßte Beschreibung Paliistina's (nach seiner StammeScintheilung) für Freunde des heiligen Landes und für isr. Schulen von Benedict Kaufe,, Lehrer aa der öffentlichen israelitischen Schule in 'Reukirchen, Preis 6 Lar. Verantwortlicher Redakteur: I. Llin gen Pein in Ldernhenn in Rheinhesien; Selbstverlag der Redactwn. Für dm Buchhandel: in Lommistion bei'L «kar Leiner m LeipriS- Dampf-Echnellpresimdrnck von I. Gott-leben in Mainz.

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