Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 7 (1867)
- Issue
- 49 (5.12.1867)
- Date
- 1867-12-05
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Der IsrseWseke IeKrer. ' '> Zeitschrift für die gefammten Jnlereffen des israelitischen LehrerstandeS und zugleich Organ für dm Verein znr Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer, Lehrer- Wittwm und -Waisen in Deutschland. 49. ' Mainz, den 5. Dezember 1867. (Siebenter'Jahrgang.) Wöchentlich I Nummer. Vierteljährlicher AbonnemenispreiS 27 kr. --- 1/4 Thlr, Bei sranlirter Zusmdung unter Kreuzband jährlich 2 fl. 12 kr. Anzeigen zu I Egr. die Petitzeile. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. NW" An unsere Vcfer! "W Mil sJiv. öschließt der siebente Jahrgang des ,.Zsr. Lehrer." Wir doffen, daß unsere alten Freunde demselben treu bleiben werden und daß eS unseren fortgesetzten Bemühungen für das Wohl der Schule und des jüdischen Lehrerstandes gelingen wtrd, stetneue Freunde heranzuziehen, damit auf diese Weise unsere Zeitschrift mebr und mehr werde, was sie zu sein berufen ist: ein Organ für. die gelammten Interessen des isr. Lehrer st audes, eine Fadnc, um die sich die ganze jüdische Schulwelt in Einigkeit schaart. Wir knüpfen hieran die Mitibeilung, daß es unseren fortgesetzten Bemühungen gelungen ist, einen Mißstand zu beseitigen, derseither zu viele» gerechten Klagen Veranlagung bol; wir meinen nämlick: die so häufige Verspätung unseres Blattes. Die St. Pr. Obcrpostdirection Tarnistadt bat auf unser Gesuch für die seither mangelhaften Berbindungen des hiesigen Ortes eine gründliche Abhülfe freundlickst zngesagt. Um jedoch allen gerechten Ansprüchen noch sicherer zu genügen, haben wrr beschlossen, von Neujahr ab unsere Zeitschrift nickt mehr wie bisher am Tonnerstag. sondern schon -am Mittwoch zu expediren, so daß es uns gelingen wird-, diese bei unseren freundlichen Lesern und geehrten College» als Gruß auf den heiteren Freitaqsabendtisck erscheinen " ju lasten. . Wir bosstn so, und indem wir in Folge gütiger Mitwirkung vielerwackerer Männer in möglichst präciser Form alle Ereigniffe aus der jüdischen Schule, aber auch die bedeutsamsten Vorkommnisse auf dem gesammten Gebiete des Schulwesens und des Iudenthums registriren, unseren Lesern zu genügen und die uns gestellte Ausgabe zu erfüllen und dürfen erwartest, . der isr. Lehrerstand uns treu zur Seite stehen und wohlwollend unterstützen wird. Möge also der „Isr- Lehrer" ein Bild der Einigkeit und der regen Thäligkeit werden für die geineinsamen Interessen, zugleich ein Heil für die Schule und des zur Erweckung aus winer Erstarrung eines strebenden Lebrerstandes so sehr bedütsiigen Iudenthums. Odernbeim in Rbeinbesien, den 1. Kislaw lLicktmonat!) 1>67. Ter .Herausgeber des „Isr. Lehrer": J. KlinijonHteiii. Zum neuen bayerischen Schulgesetze. ± Aus der bayerischen Rhein pfalz. In unfern Lehrerkreisen herrscht eine große Aufregung, von'der diese Blätter wobl auch Kenntniß nehmen müffen- Die k. baieriscke Sraatsregierung hat den eben in München versainmelten Ständen einen im Ganzen für Lebrer und Schule sehr wohlwollenden, die Befferstellung Beider ernstlich anstrebenden Entwurf zu einem Schulgesetze vorgelegt, der aber einen dem israelitischen Schulwesen in der Pfalz — wohl ohne es zu wollen — sehr nachtheiligen Paffus, den Art- 18 des Gesetzes, enthält, gegen welchen sowohl die Lebrer als auch die israelitischen Notabeln der Pfalz, in zwei besondern, bei Herrn JnstitutSvorsteher Lehmann zu Neustadt an der Haardt ab- " gehaltenen Versammlungen petitionirend aufzutreten beschloffen haben. Uns vorbehaltend, sofern es Ihnen und Ihren Lesern erwünscht sein sollte*), den sehr interessanten, im Ganzen dem Fortschritt huldigenden Entwurf in einem der nächsten Blätter einer Besprechung und Beurtheilung zu unterziehen, sind wir in den Stand gesetzt. Ihnen vorerst die Eingaben mitzutheilen, welche in diesen Versammlungen beschlossen wurden. Da aus derjenigen der Lehrer die Lage der Sache und namentlich der die israelitischen Schulen gefährdende Theil des Entwurfs klar.hervorgeht, fo dürfte *) Selbstverständlich, wir bitten darum. Red. deren Mittheilung auch in weitern weisen von Interesse sein. Derselbe ist dieser Tage nach München an den IV. Ausschuß der Sländckammer abgegangen und lautet folgenderinaßen: „Verehrlicher Ausschuß der Hoben Kämmet der Abgeordneten! Gehorsamste Vorstellung der israelitischen Lebrer der Pfalz, Art. 18 des Sckulgesetz-Entwurf's betteffend. Mit Spannung sab das bayerische Volk, sah besonderdie bayerische Lebrerwelt dem neuen Schulgesetze entgegen uud mit Freude bat der größte Tkeil der letzteren den nunmehr veröffentlichten Entwurf begrüßt. Denn wenn derselbe in seinen einzelnen Bestimmungen auck Manches zu wünschen übrig lassen mag, Eines stebt fest, Eines ist wiederholt darin ausgesprochen, ist auf fast jeder Seite des Gesetzentwurfes documentirt: die Absicht deS Gesetzes ist auf eine Verbesserung der Verhältnisse des Lebrerstandes gerichtet und dieser wird in Zukunft ohne allen Zweifel eine bessere, würdigere Stelle einnehmen, die ihn befähigen wird, sich um so fteudiger und aufopfernder seinem ebenso schwierigen als heiligen Berufe hinzugeben. Aber eine Klaffe der Lehrer kann sich leider diesem freudigen Bewußtsein nicht hingeben, eine Klaffe der Lehrer hat mit einem einstimmigen SchreckenSrufe das Erscheinen des Gesetz-Entwurfs begrüßt, eine Klaffe der Lehrer sieht durch eine einzelne Befttm-