Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 7 (1867)
- Issue
- 47 (21.11.1867)
- Date
- 1867-11-21
- Page
- Seite 192 (sequence 4)
- Language
- German
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192 I (neu, a»cb das Letzte dem Bedürftigen zu opfern; ein ebenso die- I (erd Weib mit wohlerzogenen Rindern stehen ihm zur Seite. ' Ihm ist dagegen auch das Glück zu Tbeil geworden, in einer Ge- ' «einde zu sein, wo dies sckönstens anerkannt wird; wir dürfen ' fügen, in» ganze» Orte bat Herr Weil nickt einen Feind, vieliaebr ist ihm jeder in; frcundsckaftlickster Weise zugethan. Dies ^igle I auch die iAeier d»S DienstiubiläumS, Barchfeld wurde bekanntlick im vergangenen Frübling von der Rinderpest Veimgeiucki, »o daß "eine Stockung, fast aller Geschäfte und Lertsienstlostgkeit einträl. Trotzdem wollte es die ift. Gemeinde, nacklrem diese Zeiten kaum vorüber, ück nickt versagen, ihrem Jubilar eine glänzende Ovation darzubringt'n. Der Letztere; wurde, gefolgt von der ganzen 'Gemeinde, von seinem Hause nach der Synagoge geführt und da ans den; geschmückten Ehrenplatz > zwiscken die tdemeindevorsreber gestellt. Lcack Beendigung der Gej bete traten unerwanei 9 Mann Musik ein und wurde von der > ganzen Gemeinde unter Musikbegleitung em deulicke« Lied gel sangen. Der Zpbilar wurde vok den geickmückien Almemor ges führt und mit vasiendenWonen von Hin. Lebrer Lewald (Vesien | Jubiläum ebenfalls vor Zabren in solenner Weise begangen | wurde stngered«, worauf der erste Borstrber, .Herr Herrmaiin-! das Wort nabch und nochmals, wie -der erste Redner, -die treue, : hingebende Wirksamkeit des Jubilars b-ervorbob und betonte,' wie derselbe auck durck seine belebrenden Vorträge in der Ebebra lange 1 Jabre seine Zuhörer erbaut batte' lind wie durck alles dieses dir Gemeinde sick yerrsiudrei geniudtM, einstimmig zu besckliesten, ibm - ein tMIdgeickenk von vierzig Tbalern zu überreicken. Bom ' zweiten Borstebst. Hrri, Backrack. wurden sodann mehrere ein- I gelaufene Belobhuig« und Beglückwün'ckun göickreiben überreickl. Ein junger Molun, Herr ,1 akob Lefor, übergab unter passender Ansprache im Zkamen «'einer <^efell«cka't in sinniger Weile einen Wechsel am sich selbst ausgestellt', lautend aus el s Tbaler. welcke Summe nack den Festtagen sogleick einm'Heben sei. T ierergriffen danke mit herzlichen Worten nir io'viele Liebesbeweise der Jubilar und schloß: „Wenn der Arbeiter für seine Muhe Lohn und Anerkennung findet, >ist er befriedigt und glücklich und dies sei er im höcksten Mastes' Manches wettergebräunre (Besicht sab inan von Thräneu der TheilnaKme undRüvrung überstiegen und jeder nahm Antdeil mir wckbrem Herzen, Auch der. Herr Bürgermeister erhöhte die Feier durck! seine Anwesenheit, Außen genannten (Laben waren noch zahlreiche »beschenke. Gedichte. (Glückwünsche :c. .eingegangen (unter andern ein 7 st.-Loos zur Frankfurter Lotterie von Herrn Rreisvorsieber sWeck zu Schmalkalden.) - Rack dem! Mittagessen wurde unter Begleitung «ammilicker jungen Leute vft: Jubilar mit Musik von seinen, Hanse nack dem Vergnügungsiaale geleitet-, wo Herr Lickte n stätter, an welcketn, wie auck an Herrn Lefor, der Fubilar für da« Borbeteramt tüchtige, fähige Unterstützung sinket,, ein schönes Gedickt vortrug, worin er anerkannte, wie Herr Weit sick um die Ausbildung der Genannten wye auck des Snnagogenchores Verdienste erworben habe- So vnjtu's die «Feier m beiterstbr Stimmung, Ehre einer (Lememde, die ibre Beamten und deren Müben zu sckätzen weiß; Ebre dein Beamten, der es versteht, wie Herr Weil in solches Berdältniß zu seiner (Gemeinde unbewußt und unberecknet sick u> stellen. Beiden Tkeilen bier die verdiente Anerkenuung zu sickern, ist der Zweck dieser Zeilen. Zac. Eckma«n,Lehrer. Äazeigeu. Die Isr. Religions-, Elementar- und Borbeierstelle zu Schotten, Grohh. Hessen, ist zu besetzen und bitten wir tüchtige Reflectanten, ohne Familie, sich wegen des Näheren an Unterzeichneten Vorstand wenden. Jacob Kaufmann. Nebenverdienst für Lehrer. Dieser igen Herren Lehrer, welcke ibr Einkommen durck einen vasieuden Nebenerwerb obne alles Risiko erhöben wollen, werden gebeten, ibre weribe Adresse unter der Chiffre I«. M. Nr. 1000 an die Herren Haasensteiu h» Dogler i» Frankfurt a M. franco ein^rsckicken. l.6Kl-6N-8t6»6 V3v3Nt. In der isracli'ischen R>ligions-Gemetrde zu Rieder» Olm bei Main; ist eine Stelle offen für einen geprüften, jungen israelitischen Lebrer, Porbeter und Schächter. Gehalt 220 fl Nebenverdienste 100 Tblr., Schächterdienst mit inbegriffen, neost freiem Logis und Heizung Eintritt bis zum 23. Februar 1e>66. Offerten baldigst an den Vorstand der i,r. Reltgionspkmeiude zu Rieder-Olm bei Mainz: A. Klein. . IV* Offene Stelle. "WD In der israelitischen Religionsgemeinde zu Düdelsheim, im Äreife Büdingen, (Gr. Hess. Provinz Oberheffen) ist die Stelle eines ReligionslehrerS Cantms und Schächters varaut geworden und anderweitig zu besetzen. Ter fixe Gehalt beträgt 275 fl. " Außerdem tragt die obligatorisch mit dem Amte verbundene Echächtersunktion 120 fl. Wohnung frei und die gewöhnlichen Accidenzien Befähigte Bewerber, welche diese Stelle alsbald oder bis zum 1. Januar künftigen Jahres antreten wollen, wollen ihre Bewerbungen unter Beifügung ihrer Zeugnisse demnächst an den unterfertigten Vorstand eiusenden Düdelsheim, den 13. October 1867. Der L«rsta«t> der israel. Aeligimrsgemeinde. .4 m m o x c e. Ein junger Mann, mit guten Zeugnissen versehen, sucht auf den 15. November c bei einer Gemeinde eine Stelle als Privatsthrer. Etwaige Offerten wolle man gefl. unter Chiffre H. M. Nr. 4 an die Exp. ds. Bl. gelangen lasten. Verantwortlicher Redakteur: Z. Klingen st ein in Ldernheuu m Rheinhesien; tzelbstverlag der Redaction. Für den Luchhandei: in Commission bei «7skar keiner m Lerpzia.' - TB«n»f>€chvellvrefiendruck von I. <8ott sieben t, Mainz.