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Der israelitische Lehrer · 1867-10-24 · 43 (24.10.1867) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
7 (1867)
Issue
43 (24.10.1867)
Date
1867-10-24
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Der Israelitische Reiner. Zeitschrift für die gesammten Jntereffen deS israelitischen-Lehrerstandes und zugleich ' Organ für den Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer, ^ehrer- Wittwen und -Waisen in Deutschland. J\S 43. Mainz, den 24. Oktober 1867. (Liedenrer Jahrgang.) Wöchentlich 1 Shnrater. Bierteljihrlicher AbonnementipreiS 27 kr. V« Thlr. Lei frankirter Zusendung unter Kreuzband Ehrlich 2 fl. 12 kr Anzeigen zu 1 Sgr. di» Pnitzefle. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. Der Lehrplan für die jüdische Schule. Conferenzarbeit für die Conferenz der Lehrer Rheinlands und Westfalens zu Hamm am 12. und 13. Juni 1867. Lehrgänge für de» Realien-Lefenutrrricht. D. Jüdische Geschichte. (Später auszuführen.) E. Deutsch. I. Orthographie 1. Das Ziel der Elementarklaste ist Kenntniß derjenigen im Unterrichtskreis vorkommenden Wörter, deren Schreibweise sich nach der Aussprache richtet, Gebrauch der groben Anfangsbuchstaben, die bekanntesten Wörter der Dehnung und Schärfung, die bekanntesten Wörter mit V. 2. Die Mittel dazu: Guter Leseunterricht. Vom ersten Schuljahre ad, Abschreiben aus der Fibel, wobei auf Silbentrennung, Vocal und Consonant, Dehnung und Schärfung, Dingwort, aus die Vorsilbe Ver und Ent die Nachsylben, ig und lich Bedacht genommen wird. Im zweiten und dritten Schuljahre findet Niederschreiben präparirter kleiner Abschnitte auS der biblischen Geschichte, Begriffenes aus dem Vorleseunterricht aus dem Gedächtniß statt oder wird Angeschautes dictirt. Dictiren, Corrigiren und Ueberwachung der Abschreibungen geschieht durch HülfSschüler. 3. Fhr Oberklaffe ist das Ziel: Fertigkeit in der Schreibweise aller in der VerkehrSwell vorkommenden deutschen Wörter, — bei besseren Schülern auch die der gebräuchlichsten Fremdwörter. 4. Auf planmäßige Gewöhnung des Auges an richtige Wortbezeichnung beruht der ganze orthographische Unterricht. Alles ist Uebung, nicht Regelwerk, nur wenig Theorie; nicht Regeln, sondern die Wörter selbst sollen orthographisch aufgefaßt werden. Daher wird dem Schüler der ganze Stoff als orthographische Vocabelsammlung in Händen gegeben, die ihm ebensowenig fehlen darf, wie ein Rechenbuch. Dieser Vokabelschatz wird für 3 Jahre bei einer Stunde wöchentlich auf 120 Stunden vertheilt und deßhalb in etwa 120 kleinere Lektionen gebracht. Das leitende Prinzip für die Auswahl der zu einem Abschnitt Zusammenstellung Wörter mit th drein t zu vereinkgenk^rr Wörter ist die Gleichartigen. So bilden alle Lektion, die Wörter mit ß eine, , di; Wörter mit p H eine Lection rc. Zum Berständniß der ar ßergewöhnlichen Wörted werden kleine Sätze beigegeben, in l enen fie ihre Erklärung finden. 5. DaS Verfahrm ist einsach. Der Schüler, da er sein Pensum vor sich hat und nicht erst mühsam nach Beispielen zu suchen braucht, wird zum Ansck auen der Wörter einer Abschnitts angeleitet. Er sieht bai> Wortbild, schreibt ab, lernt «die Bedeutung durch die Satz:. Der Lehrer überzeugt sich durch Fragen, dann wird das l Such geschloffen, da-Gelernte dictirt, von dem Lehrer fi lbst nachgesehen. Nach Beendigung des orthographischen Vocablenmrsus werde« zusammenhängende, mustergiltige Eprachstücke dictirt. 6. Die angedeuteten 120 kleine Lektionen werden unter nachstehende Abschnitte gebracht: I. A. Schärfung 1. 11, 2. mm, 3. nn, 4. tt, 5. pp, 6. ff, 7. ß, 8. ff, 9. rr, 10. bb jo. -II. B. Schärfung mit ungleichen Konsonanten: Lection 12. ick,'13. tz, 14. nk und ng, 15. nd, nt, ns, 16. nz, nch, 17. lg, lk, Ich, 18. ls, lz, ld, lb, lp, 19. rch, rchst, rcht, >rg, rät, rz, rzt, 20. bt, pt, ch't. Schwierige Lautbezeichnungen: Lection 21. PH, 22. V, 23. chs, 24. x, 25. qu, 2 >. C, CH, 27. tio. 28. 3), y, 29. Pf, 30. Rh. IV. Dehnung: Lection 31 Th, 32. a, aa, ah, 33. ä, äh, 34. ee, eh, e, e wie äh, i 5. i, ie, 36. ieh, ch, 37. o, oo, oh, 38. ö, öh, 39. u. uh, 10. ü, üh. 41. ai, eu. V. Umlautung: Lection 2- VI.Auffassung des Anlauts, Lection rc. VII. Abstammung, Lection rc. VIÜ. Wörter mit Vorsylben, Lection rc. IX. Wör er m>t Nachsilben, Lection rc. X. Die Zusammensetzung, Lecticn rc. XI. Das und daß. XII. Grobzuschreibende Nichtdingnörter. XIII. Gleich- und ähnlich lautende Wörter. XIV. Fren ldwörter (an 40 Lectionen). Orthographie von Echäffer entspricht diesem Lehrgang. Elementarklasse nimmt während dieser Stunde Gebetübersetzung bei einem Hülssschüler. E. II. deutsche Sprache. 1. Der grammatische Unterricht tritt selbstständig auf.

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