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Der israelitische Lehrer · 1867-10-17 · 42 (17.10.1867) · p. Seite 172

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
7 (1867)
Issue
42 (17.10.1867)
Date
1867-10-17
Page
Seite 172 (sequence 4)
Language
German
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172 Der Apfelbaum. 19. Die Eiche, 20. Ein Bild des Friedens aus deutschem Walde, 21. Der Baumstamm, 22. Der Weiustock, 23. Der Fkkderstrauch, 24. Hanf und Flachs, 25. Die Kartoffel, 28. Die Getreide, 27. Die Schwämme und Pilze, 28. Die Giftpflanzen, 29. Das Gold, 30. DaS Silber, 31. Las QueckMber, 32. DaS Kupfer, 33. Geschichte ei,es FingerhutS, 34. Die Salze, 35. Erdartige Mineralien, Steinkohlen rc., 136 Der Bergbau, 37. Der Kampf der Wölfe,! und Pferde in den pontifchen Steppen, 38. Der Lappe und da« Rennthier, 39. Der Wallfischfang, 40. Der Tiger, 41. Der Eeidenwurm, 42. Der Dhee, 43. Der Kaffee, 44. Die Dattelpalme, 45. Die Baumwollenmanufactur, 46. Das Zuckerrohr. 47. . Der Brodbaum, 48. Die Staudenkoralle, 49. Die ymährung und Verdauung, 50. Das Athmen und der Blutumlauf, 51. DaS Geficht, 52. Das Gehör, 53. Der Geschmack, 54. Der Geruch, 55. 'Das Gefühl, 56. DaS : Thierreich, 57. DaS Pflanzenreich, 58. Das Mineralreich. (Fortsetzung folgt.) •> ■ „ Wochenbericht. Frankfurt a. M , 6. Oktober. Die Hirsck'scke Parrei versiebt stck auf's Geschäft. Sie beulet daß auck ibrer Realschule rerliedene Privilegium, abgebende.Schüler mit der Berechtigung zum einjäbrigen Militärdienst' zu entlassen, weidlich aus. Alle - Zeitungen bringen Annoncen,,um neue Schüler beranzuzieben. Wir > baden nichts dagegen, den sich darbietenden weltlichen Bortbeil eben- [ falls der Schule;u;uwenden, da auch, bierin ein Mittel liegt, sie I geistig;u beben'. Es zeugt dies von lobenswcnbcm praktischem! Sinne- Jedvck sollte man darüber die ideale Seite nickt vergessen : und vernachlässigen. Die Ausschließung von christlichen Sckülern,! welche die preußische Regierung bei Ertbeilung dieses Borreckls! an die beiden jüdischen Realschulen unserer Stadl zur Bedingung gestellt bat, scheint nämlich ausgehört zu baben, die Gemüther zu bermrubigen. Man trösiet sich nunmebr mit dem Gedanken: die Regierung babe keine Zurücksetzung der Juden mit jener Ausnabme- Besiimmung beabsichtigt, sondern sei dabei von dem Grrindsatze ausgegaugen, daß die religiöse Gesinnung wie überbaupt, i'o namentlich für den einjäbrigen'Freiwilligen die Grundlage seiner bcvorrugien Bildung ausmacken müsse. Aus den Religions-Unterricht aber' siebe der Regierung in den jüdischen Anstalten kein Einfluß -zu. Wir baben diese Ansicht und- 'Rechtfertigung der' Regierung vielfach, selbsi in osficiellen Kreisen, ausivreckeu hören- UnS wundert, daß sich die Juden dabei bernbigcn. denn cs liegt eine doppelte Täuschung darin. Erstlich 'siebt der Regierung in den südischerr Ansialten auch' au-s'die winenschastlicken Fächer kein Einfluss zu — nid dock setzt man den Unterricht in diesen als genügend voraus, — und .zweitens siebt die Regierung beim Militär-Examen für die jüdischen Freiwilligen ja gänzlick von der' Prüfung in der Religion ab. Der Widerspruch liegt also aus der -Hand. Es wäre demnach an der Zeit, Aufklärung zu fordern. Bielleickt giebt man bei der bevorsiebenden Wabl zum Abgeordnetenbause den zukünftigen Vertretern' miscrer Stydt Auftrag hierzu- ' Frankfurt a. M- Tie „Lidaskalia" schreibt: Ein erbaulicher Gottesdienst- Als.Curiosum wird auß P......g, einer größeren Stadt Ungams, unweit Wien, berichtet, daß der Cantor der dortigen Jsraeliten-Gemeinde am jüdischen Sleujabrstage, einem der größten mosaiischen Kesie, zur Erbauung der im Tempel zahlreich versammelten Andächtigen, nickt nur Arien auS Verdi's „Troubadour" sondern auch auS Offenback's „schönen Weibern" zum Besten gab- (Das ist nichts Neues — leider auch noch nicht- Veraltetes in Synagogen, wo der herkömmliche Ritus noch unangetastet besteht und 'dürfte eben auch in unserer nächsten Näh« zuweilen Vorkommen. Bekannt ist mir;. B. daß der Cantor einer größeren Synagoge sich was darauf zu Gute tbut, daß er daherrliche Gebet ’H’nN nach der Melodie eines betanntm Gassenhauers abtrillerte. Möge sich die zeitgemäße Synagoge vor derartiger Enlweibung deS Heiligtbums büten. Tabei möchten wir aber darauf dringen, daß auch der würdigste Chorgesang nie den Schwerpunkt des Gottesdienstes bilden sollte, sondern nur die Predigt; ein Gottesdienst ist so lange kein würdiger und wäre auch für Orgel, Chor und Gesang des Cautors in trefflichster Weile gesorgt, als nickt das belebende Element —die Predigt und das deutsche Gebet!— den steten Mittelpunkt bilden. Red.) — Hohes Alter. Man schreibt aus Güßing, Eisenburger Comitat: Am 28. September starb hier ein Mütterchen, Namens Rebekka Neumann, israelitischer Confession, im Alter' von 105 Jahren. Sie batte 30 Enkel und 51 Urenkel. Für israelitische Religiouslehrer. Die israel. Religionsgemeinde zu Rieder-Ohmen, Großberzoglhum Hefien, Provinz Oberhessen., welche einen Gehalt von 250 bis 301» Gulden (ohne Accidcntien) zufichern kann, beabsichtigt alsbald einen Lehrer aufzunehmen. Reflektanten wollen Ihre Franco-Lfferten an den Vorstand obiger Gemeinde baldigst gelangen lassen. „ Für den Vorstand: <?. Frank Concurrenz-Eröffnung. "Mk Die Stelle eines isr. ReligionslehrerS urd Vorsängers bei der hiesiigen isr. Gemeinde ist erledigt und kann sofort besetzt werden; mit derselben ist ein fixer Gehalt von 350 fl. pr. Anno nebst freiet Wohnung verbunden; auch kann von dem Lehrer dar Echächter-Aml ausgeübt werden und sind bei verschiedenen Accidcnzien auch Gelegenheit zum Nebenverdienst durch Privatunterricht vorhanden. Concurrcnzfähige Bewerber wollen sich baldgefälligst unter Vorlegung ihrer Prüsungszeugniffe und seitherigem Wirkungskreise ay den unterfertigten israelitischen Vorstand Hierselbst anmelden. Briefe franco. Steinbach b. Gießen, am 9. September 1867. Mayer Katz. Au die Mitglieder des ^eyrerlejeuereins inRheinheffen. Wir' ersuchen dringend sämmtliche Mitglieder unseres alle" Bücher, die dieselben zur Zeit im den Bibliothekar Klingen st ein einsen-! Vereins schleunigst Besitze haben, an den zu wollen. AlSheim u. Odern he im, den 3. Oktober 1867. - K. Marx, Vorsitzender. I. Klingenstein, Schriftführer. Verantwortlicher Redactenr: .I. ZNin gen stein in Ldernbenv in Rbeinhesten; Selbstverlag der Redaktion. Für den Buchhandel: in Coimmsiion bei Cslcr deiner in Leiriig. — Zarnvi-Schnellprestendrurk von I. Galt »leben in Mainz.

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