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Der israelitische Lehrer · 1867-09-19 · 38 (19.9.1867) · p. Seite 154

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
7 (1867)
Issue
38 (19.9.1867)
Date
1867-09-19
Page
Seite 154 (sequence 2)
Language
German
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154 — Da- Aufmerksam machen und die Beobachtungdaß aller Sinnliche, und das von diesen, verrührende Angenehme, sowie Unangenehme, veränderlich und vergänglich ist, führt drhin, der zu erkennen und erstreben zu wollen, was dauernd ist, — das Uebersinnliche, Nichtirdische, und somit wird, daSVerangen nach dem Bierden den, der-i Ewigen angeregt und belebt. Die Jugend soll demgemäß vor Allem hingewiesen werden zu Gott, u'3 dem Schöpfer aller Wesen und'Leiter aller Begebenhei'en, und in der Erkenntnis, von dem Allwissenden soll ihrem Handeln die gehörige Richtung gegeben werden In Rücksicht auf ihre Handlungsweise werde das dunkle Gefühl von Recht und Unrecht, das jedem Ambe innewohnt, durch zweckmäßige Uebung rm r i ch t. g en B e u rtcheilen deutlich gemacht und befestigt; das Gewissen geweckt, das Ge'ühl für Scham und Rene zart und wach > erhalten, die Umgebung beobachtet, und Alles wd möglich entfernt, was ein böst-s Beipiei -ur Nachahmung geben ' kann, oder hrrtherzig macht; das Schamgefühl des K.ndes werde, wenn es gefehlt hat. möglichst ge'chont, der kindliche unschuldige Frohsinn nichtgetrübt, 'andern vielmehr zu unterhaltet gesucht; stets für angemessene Beschäftigung gesorgt; es werde ihn--« Gelegenheit verschafft, edle Handlungen curzustben, und sie dann daraus aufmerksam gemacht, welches Vergnügen — und zwar bleibende Vergnügen — die Uebung edler Handlungen gewähren; eS werde ihnen dargestellt, dss Gute — aus Liebe zu Gotl und zum Guten — zu thun - * Alles beziebe man ans vi<> L'^e zu Gott! Diese allein sei der Hauptgrund unserer Willensbe- Him.nung!! .. Necensio n. Hanna. Gebetuns Ändachtsouch rc. von Jakoo Freund. 1867. Breslau, Schlettersche Bua.Handlung (H. Skutsch). So viele der deutschen Gebetbücher auch bereits erschienen'sind, wir haben. Tieren noch Nicht zu mele, nicht nur w-il keiN's ganz vollkommen ist und den Gebrauch des andern au-schließt, sondern weil deutsche Gebete sich schnell ' adnutzen iy*W veralten und somit das vollkommenste Gebetbuch auch dep Gebrauch anderer, bedingt. Wenn sich auch der Verfasset und Sammler', -ieies Gebetbuchs gegen die vermeintliches Absicht verwahrt, daß' er dasselbe zum Gei brauche beim öffentlichen Gottesdienste bestimmt habe: so j scheint dennsch die Anlage und Bearbeitung auf eine solche! hinzudeuten. Wir unserseits sind der Änstack, daß man solcher ncbtti dem öffentlichen Gottesdienste hergehenden Privatandacht keinen Vorschub leisten dürfe. Das Religions gesetz und die öffentliche Ordnung ''ordern es auch so, und wenn die trad-ck-onelle Ernrichtang des Gottesdienstes dies für den größten Theil des Pubakuiws nicht mehr ermöglicht; so thut eben Reform Roth, sowohl für die Synagoge, wie Schule Zur Privalapdacht im Hauie. begrüßen wir indeß jedes neue Gebetbuch, auch das vorliegende, mit Freuden. Die verschiedenen Partien sind von verschiedenen Männern bearbeitet. Um eine größere Abwechselung hervorzubnngen, hätten wir gerathen, dieselben Partien verschieden von verschiedenen- Männern bearbeiten zu laffen. Doch ist die Anlage des Ganzen gut Das Büch wiro zur Hebung der Haus- und Friedhofs - Andacht beitragen Manchmal wäre wohl mehr Tiefe der Empfindung und eine dadurch gehobenere Sprache zu wünschen. Eigenthümliche, um nicht zu sagen: verdrehte C-nsiruktionen machen nicht das Charakteristische der Gebersprache aus. Ernzeine sprachliche llngenauigkeiten sind uns hier unv da ebenfalls ausgefallen, welche bei einer zweiten Auflage, die wir dem Buche baloigst wünschen, zu vermeiden wären. So schreibt Geiger S. 258: „Lernet dem Geiste eure grafte zu widm n" statt: ,Lernet ... widmen" Un'ere eingehende Besprechung ist em Zeugniß für die Werthschätzun des Bu^es; wir empfehlen dasielbe als ern stnön ausgesiattetes Andachtsmittel n cht sehr a ien frommen jud.'chen Fam>':en R. W o ch e n b e 11 d> t« Al;ey, 9. Sepl. Die „Ailiauce isr. univ.“ har ibr neuestes Bulletin versandt. Wir ennielmen demselben mir Vergnügen den stachen Zuwachs neu« Mitglieder, besonders auch in Deutschland. Auch das deutsche Israel! fängt somit au. die Wichtigkeit jdieses Iiittiluls anzuerkennen. Wir werden forisahren, für die Ausbreijiung desselben zu wirken. Auch die Zuwendung neuer Geldmittel ifür die cirilisatoriscken Zwecke des Vereins in Form von Gei schenken unv Vermächtnissen bat sich gemebrr. So gebt der Verein leinet' schönen Zukunft entgegen: sein umbildender unv beffet'nder Einilusi aur die isr- Perbällnisie wird iiniuer wirksamer- So ist i auck der jetzt aunaucheude ckNedauke, eine universelle Synode für ■ das ganze au' dein Erdreich zerstreute Israel nach Paris zu berufen, wobl eine Folge fch eiuigeiideil Bestrebungen der „Alliance" unv im Schooste derselben geboren worden: Wenigstens treten / Männer der „Alliance'! für denselben ein und liegt der Gedanke, in einer solchen! Synode ein einigendes Band für die geistigen Interessen des Iudenrbums zu schaffen, äbnlich wie die „Alliance" ein solches für die weltlichen Inrereffen der Juden geschaffen lat, nabe und muftie sich von selbst aufvrlngen- Wir kommen aur diesen wichtigen Gegenstand zurück. Heute beschränken-wir uns auß auszügllcke Mittbeilungen des Bülletin- Die erste Seite des Bülljcim ebrl in einem vom Drauerrande umschlossenen Sitzungsberiible das Andenken des verewigten Munk, des neuerwäblren Präsidenten der „Alliance." Es ist beschloffen worden, die Präsidenrensielle iin ersten Iabre unbesetzt unv mit ausdrücklicher Hinweisung daraus beim Beginne einer jeden Sitzung den Vice-Präsidenten einrrelen zu lasten. .Tie Belichte weisen nach, das; dies bei jeder' Sitzung geschielt). Auch wurde beschlossen, das Bildniß Ptunk's im Sitzungssaale auszuhängen. Der von dem vörinaligen Berichte her bekannte, auf die Ausbreitung des Ackerbaues in Palästina gerichtete Anttag Ralonek's, Rabbiners in Sniblweisienburg, wurde talin erledigt, daß sick die „Alliance" bereit erklärte/ die für diesen Zweck ihr zugewieseuen Geldspenden enlgegenzunebmen. Der Antrag, die Eolonisirung Palästinas zu uiilerstützen und die Auswanderung dahin anzuregen, wurde mit Recht zurückgewiesen. Der Direktor der Schule m Volo, Weiskops, ist für die Direktion der Schule in Bagdad ernannt- Die verschiedenen, von der „Alliance" gegründeten Schulen gehen einer fortschreitenden Entwicklung entgegcii. Auch das Projekt.

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