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Der israelitische Lehrer · 1867-09-19 · 38 (19.9.1867) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
7 (1867)
Issue
38 (19.9.1867)
Date
1867-09-19
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Drr IsrgMisclie Jebrer. Zeitschrift für die gesammten Interessen des israelitischen Lehrerstandes - und zugleich Organ für den Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer, Lehrer- Wittwen und -Waism in Deutschland. J\$ 38. Mainz, den 19. September 1867. LivdsQlsr T ' Lentlich 1 Kumnut. Vierteljährlicher Abonnemcntöpicis 27 kr. - 1/4 Thlr. Bei frankirter Zusendung unter Kreuzband jährlich 2 fl. 12 I. Anreizen zu 1 Sgr. die Petitzeile. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen au. Wie kann der Lehrer auf das sinnliche, wie anf d< s geistige und wie auf das sittlichreligiöse Begehr,ingSvrruiögen der Schüler nützlich «in, - wirken? ‘ beantwortet' j von Aatiob Hrthal, Lehrer in Fellheim. , (Schluß.) b) In Bezieht, ng aus das Gemüth. Tr. ie >'indeeuatui w'ich, und für alle Eindrücke und Farnen enpsänglich ist, so vermeide man alle nachtheiligtn Eindrücke D^al balle wiiel als möglich von K'Nvern Eint rücke des Widrigen, Häßlichen und Derabscheuungewürdig, n, alle Sieben Handlungen und Beispielen, entfernt die Veranlasiunggeben, drePhantasiezu oerbcrttji; wende hingege. alle Eindrücke des Schönen, Nützlichen und Anständigen an. Wenn auch die Befriedigung so mancher Begierde erlaubt ist, so wcrde sie beschränkt, da» it sic sich nicht in: Gemürhe ststsetzr und zur Leidenschaft werde. Man laste anfänglich mehr sreren Laust nach und nach immer weniger, gewöhne an Beherrichr-rig der Sinnlichkcit, an Abhärtung und Entsagung. Sehr zweckmäßig ist es, die Jugend zur Beschauung der Natur anzuleiten. Tie Natur mit ihrer Fülle von Produkten und Cchönhe'ten wird Gelegenheit zu den schönsten Vorstellungen und Begriffe. , und Veranlassung geben, >n Kinde'n bei Betrachtung derselben Linr. für höhere Freuden, als die grvdfinnlichen Genüsse darbieten, zu erwecken. II. Gkifiigrd BegehrungSvermögr». Die Beschauung der Natur bietet zugleich ein Mittel zur Einwttkung auf daS geistige BegehrungSvermögen, bei welchem oben an steht: lj Wißbegierde, diese wild angeregt und befördert ») durch Fortsetzung der Uebung in dem oben angedeuteten Anschauen, Vergleichen und Unterscheiden; b) durch lebhaften Bortrag; 0) durch väterliche Therlnahme an dm Fortschritten der Kinder; -.f - t 6) durch beständige Bersinnlichung ders.x" hm Verstandes; ' \ ^.,^ 'Vy e) durch Hinweisung auf einstigen Gebrauchh^lmd^ k) -durch Rücksichtnahme auf die Kräfte und Fähigkeiten der Kinder. Es soll dann hingelmkt werden 2) auf Verfeinerung des Gefühls und Erweckung des Sinnes für edlere Freuden. Durch die Entwicklung des Verstandes und den geweckten Sinn für gewisse edlere Freuden, als die Befriedigung sinnlicher Triebe niederer Art darbieten, werven die Kinder einen Tri.b fühlen, auf der ihnen geöffneten Bahn zu den Gmüsten besserer Art weiter zu gehen, werden z. B. bei dem flnschaueu irgend eines schönen Geschöpfes, eines Kunstwerkes, einer anziehenden Lektüre mehr Vergnügen fühlen, als an körperlich n Genüssen und Bequemlichkeit, ihre Gefühle and Neigungen werden mehr verfeinert und veredelt werden und wenige' Untugmden aufkeimen. 3) Es werde enlgegengearbeitet a) dem Habetried, dadurch, daß man der Jugend von Allem den Werth, Gebrauch und Mißbrauch zeige; sie aufmerksam n:ache aus den Fehler des Eigennutzes, auf die Verachtung des Geizigen,' und wie dieser sich selbst auch der unsch'ldigften Freuden beraubt; sie belehre, das Geld vernünftig zu gebrauchen; ihnen etwas gebe zun Verschenken, Gelegenst, it gebe Gutes zu üben, und sie belehre, nicht aus Reichthum stolz zu sein. H eran reiht sich die Bekämpsnng und Unte drückung b) des HerrschtriedS. Zu diesem Behuf? dulde man kein Selbstlob, lobe man nie zu sehr und zu oft Einzelne; n,an lehre sie sremdm Werth achtm; mar weise sie hin auf die Temuth, als Mittel zur Veredlung und auf die Folgen derselben, bei Gott und Menschen beliebt zu sein, lehre sie Bruderliebe und gute Anwendung der Gaben Gottes. III. Sittlich-religiöse» vrgeheungsvermöge». Auf dieses kann hingearbeitet werden, durch Hinleitm auf das Uebersinnlicke und durch die Entwicklung der Bernunst.

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