Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 7 (1867)
- Issue
- 37 (12.9.1867)
- Date
- 1867-09-12
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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I Kr Krselitisrkr Aelurr. Zeitschrift für die gesammten Interessen des israelitischen LehrerstandeS und zugleich Organ für den Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer, Lehrer- Wittwen und -Waisen in Deutschland. J\§ 37. Mainz, den 12. September 1867. (Siebenter Jahrgang.) Wöchentlich 1 Nummer. Vierteljährlicher Abonnementspreis 27 kr. - - iu Thlr. Bei frankirter Zusendung unter Kreuzband jährlich 2 sl. 12 kr Anzeigen zu 1 Egr. die PetitzeÜe. Bestellungen nehmm alle Postämter und Buchhandlungen an. , - Bekanntmachung. Achaten! Ich bitte, die geehrten seitherigen Abnehmer von Exemplaren der „Achawa" zu verständigen, daß schon in der nächsten Woche die Versendung des 4. Jahrgangs unseres Buches bewerkstelligt wird. Auch ersuche ich alle Diejenigen, welche seither noch nicht Agenten unseres Vereinsbuchcs waren und nun zum Vertriebe bereit sind, sowie diejenigen, welche den Fortbetrieb von erneuerter Bestellung abhängig machten, mir ihre geneigten Aufträge schleunigst zukommen zu lassen. Ich kann hiebei die Versicherung nicht zurückhalten, daß die diesjährige „Achawa" Vorzügliche- und höchst Interessantes bietet und die darin befindlichen Arbeiten — 14 Bogen — wohl zu dem Besten gehören, was unsere „Achawa" noch brachte und überhaupt die jüdische Volksliteratur zu bieten vermag. Ter 1. Jahrgang der „Achawa" ist ungebunden ganz vergriffen. Jedoch sind noch einige Exemplare der 1. und 2. „Achawa", fein zusammengebunden, zu 1 fl. 45 kr. von mir zu erhalten. Lberuhe im, den 12. September 1867. «Hk. Kliug*en@:tei:ii. Bericht über die Konferenz der Lehrer Westfalens und.Wtjeinlands zu Kamm, am 12. und 13. Juni 18«7. - (Schluß.) Als zweiter Gegenstand war die Seminarfrage auf die Tagesordnung gesetzt. Tiefe wichtige Frage, die schon ieit einem Jahre die jüdischen Kreise der Schwesterprovinzen so lebhaft beschäftigt, konnte von der Lehrerconserenz füglich nicht übergangen werden. Müssen doch die Lebrer Rheinlands und Westfalens, die zum größten Theile aus der Anstalt zu Münster hervorgegangen sind, einen natürlichen Antheil an dem Schicksale derselben nehmen. Herr Rittergutsbesitzer Lob von Caldenhoff, der Präses des CuratorivmS der Anstalt, war in der Versammlung erschienen und! legte in einem längeren, intereffanten, ven der Versammlung mit der größten Aufmerksamkeit angehörten Vortrage, die Entwicklung der Seminarangelegenheit bis zu ihrem heutigen Stadium dar. Tie Versammlung konnte ^>ie in dieser Angelegenheit gethanen Schritte des Herrn Löb, vorzüglich die zur Bildung eines Curatoriums, nur billigen. Nack den Erklärungen des Herrn Löb ist die Existenz des Seminars, wenn von den Gemernden nicht mehr wie bisher zur Unterstützung desselben gethan wird, in Frage gestellt I Tie Versammlung mußte dieses zu ihrem größten Bedauern constatiren, und machte eS jedem ihrer Mitglieder zur heiligsten Pflicht, in seinem Kreise mit allen Kräften für die Anstalt zu wirken, um die Gemeinden zu reichlichen Beiträgen zu vermögen. Nicht allein die Pflicht der Pietät, die die Lehrer gegen ihre Bildungsanstalt hegen müssen, sondern auch die großen Verdienste, die die Anstalt um die intellektuelle und moralische Bildung der Glaubensgenossen beider Provinzen gehabt hat, wenn dies auch ron gewisser Seite zu leugnen versucht wird, sollte Jeden veranlassen, sein eifrigstes Interesse der Anstalt zu weihen. Hoffen wir aber auch, daß, wenn die Existenz der Anstalt gesichert ist, dann auch eine Reorganisation derselben eintritt, die wirklich den Ramm einer solchen verdient, und die vorzüglich die inneren Verhältnisse derselben den Anforderungen der Gegenwart gemäß umändert. Den Vorwurf, der den Lehrern von gewisser