Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Lehrer · 1867-09-05 · 36 (5.9.1867) · p. Seite 147

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
7 (1867)
Issue
36 (5.9.1867)
Date
1867-09-05
Page
Seite 147 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/4896751-5428720-5431777--1717-4898161
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

147 eipS auch sie direct berührt. Ein berufsfreudiger, von; Lchtem Lehrergeist durchdrungener Lehrerstand ist auch für sie eine Lebensfrage. Das freie Geschäft der Erziehung und Bildung erfordert aber, daß der Erzieher und Bildner frei sei von d« Bekünnnerniß um die Existenz der Seinigen, 1 auch nach seinem Tode. „Ein von Sorgen um das tägliche! Brod, ein beim Blick auf die letzte Stunde niedergedrücktes : Gemüth kann die Aufgabe beilerer Bildung nicht erfüllen!" Möchte das Interesse wöhlthäkiger Gemeinden und Privaten sich mehr wie bisher der Unterstützungscasie zuwenden. Die Conferenz, die große Wichtigkeil der Unterstichungscasse nicht verkennend, beschäftigte sich fast einen ganzen; Tag mit derselben. Es wurden von verschiedenen Seiten Vorschläge gemacht, auf welche Weise Mitte! für die Unter- , stützungscasfe flüssig gemacht werden könnten und diese eifrig discutirt. So wurde der Vorstand beauftragt, durch die; Presse die Theilnahme für die Unterstützungscasie zu er- > regen, und die unbedingte Nothwendigkeit derselben dem! großen Publikum klar zu machen. Ferner beauftragte die Versammlung dm Vorstand mit einer geeigneten Verlags- I Handlung in Verbindung zu treten, um einen CursuS von Schreibheften anfertigen zu lassen und sie zu verpflichten, von den abgesetzten Heften einen mit derselben zu vereinbarenden Rabatt in die Unterstützungscasie fließen zu lassen. Der Vorstand sollte aber erst über diese Frage nach Anhörung einer von der Confermz gewählten Commission entscheiden. Die Wahl einer solchen Commission war nolhwendig, weil sich die Versan.mlung über einige technischpädagogische Fragen hinsichtlich l>«r Einrichtung der Schreibhefte nicht einigen konnte. - Es wurden Spier aus Bocholt, Kaufmann aus Ahlen und Mündheim aus Hamm m diese Commission gewählt. Bei der Discussion wurde hervorgehoben, daß durch ein gleiches Unternehmen der evangelischen . Lehrerwittwencasse, wir glauben des Kreises Duisburg, eine; bedeutende Summe zugeflossen sei. Zm Falle sich däS Unternehmen realisiren sollte, bitten wir die Collegen um zahl- 1 reiche Betheiligung. Mittags vereinigte ein frugales Mahl die Conferenz- Mitglieder im Hotel Gutmann. Das Interesse für Die Conferenz trat auch hier in gruppenwelien Discussionen einzelner Fragen lebhaft hervor. Bon einer kleineren Lehrerconferenz zu Rheda waren s. Z. die Collegen Wolfsdorf aus Erwitte und Cramer aus Reuenkirchm zu der Rotablenverfammlung in Cöln am 1. November deputirt worden. Die diesen Herren offerirte, von der Versammlung privatim aufgebrachte Entschädigung wurde von ihnen zu Gunsten der Vereinscasie großmüthig abgelehnl. Die an demselben Tag in Harburg*) tagende Versammlung HaNnover'scher jüdischer Lehrer wurde von der Conferenz telegraphisch begrüßt. Der herzliche Gegengruß von Harburg konnte der Versammlung nicht mehr mitgetheilt werden, da derselbe irrthümlich statt nach Hamm — an Blumenau in Bielefeld adressirt worden war. Nachmittags beschäftigte sich die Versammlung ferner noch mit der Neuwahl einer Theiles der Vorstandes. Nach *) Soll wohl heißen: Hildesheim. Hier tagte zugleich mir der allgem, deutschen die hannoverisch« jüdische Lehrerversammlung. Der Vorsitzende, Herr Fleijchhacker, ist aus Harburg. — Red. dem Statute scheiden nach dreijähriger Amtsperiode 3 Mitglieder vesfelben durch das Loos au». Das Loos entschied für das Ausscheiden von Blumenau .(Bielefeld), Treu (Münster) und Goldstein (Grevenbroich), die aber fast einstimmig wiedergewählt wurden. Als Stellvertreter wurden gewählt für Blumenau: Rubens (Gütersloh), für Treu: Cramer (Neuenkirchen) und für Goldstein: Goldberg (Steele.) (Schluß folgt.) Wochenbericht. S der»beim. Bo» unser»! Eorreipondenten „vom rh'beiii" haben wir gegen die Erklärungen der Herwen Blumenau it. Eahn in Nr. eine abermalige Emgegining längst empfangen. Wir glaube», im Fnleresse unserer Z'eser und aus Aäuung vor unserem Eorrespondeuieu selbst vervtlicklel;u sein, die bewusue Geschickte 'allen -,ii lassen. Es bautetl sich dabei nur um eine Persönlichkeit, und es ist iväbrlick nickt der Mübe werib, den Raum in uiiserm Blatte um iolcker i'avvalien willen;u vergeuien- 'Niemand wird glauben, daß unser Eorseipondenl, der »nr solche Berichte lieferte, deren lbalsächliche Begründung nickt angegriffen wurde, „ans Furcht," zurückgewickeu iei. Bielmebr und wir überzeugt, daß der geehrte Herr Einsender jevl »ick gewiß züfrieden'gibi, wenn wir, Angesichts'! der uns gewordene» Vorlagen erklären, daß seiner Eure voll-! lo ui inen Genüge geickeben i'ei'imd das: er um des edelsten Grnndes willen ziirüstweicheii, reiv. die Astaire toklsckweigen möge: um des Friedens willen. Sein ebrenooller und acklnngswerlber Gegner, Herr Bl., wir? darin gewiß mit ims nbereiustimmen, daß die Sacke einer' weiieren Aüstlärung durckans nickt l^darf. , ' Red. d. „Fsr. Z'ebrer." Fran kt»rr, im August. Die Freunde des Vereins „Ackawa" wird e°s inleresstren zu eriabren.. das; Herr F. Rorbiels in Easiel, der anck schon trüber diesem Verein ein freundlicher Gönner war, demselben zur Erinnerung an seinen jüngst verstorbenen Bruder Simon Roibrels ans denen ihm zugeiaUenen Hnilerlassenschartsantbeil eine lsrofrb. Hess. B bligaiion von >»»»». alü Sckenkung überwiesen bat. - Die „Franknuler Zeiinng" schreibt: Wir basen neulich^ berichtet, das; der Enlinsminister in seinem Bescheid aus eine Eingabe des Scknlraibs der biengen isr. Realschule die Zulassung der Scknler zum Freiwilligendienste obne Sveeialvriiiung an eine gewisse Bedingung geknüost bal- 'Nnnmeor wird nnö .Näberes über das betreuende :>>eseripr inilgeibeili. ' Es. beißt in demselben, das; die isr. Realschule und die Unierrichlsanstali derüs.. Religions-! gesellschail „als Realschulen, zweiier Drdniing nnier dem Bemerken l anerkannt werde», daß ckristlicke Schüler ans denselben keine i Berecktignng erwerben können." '.Ran iieui, diese Fassung be- 'sagl im Wesenilicken dasselbe' was wir bereis niugeieeili naben. Es wird daniik bezweckt, für die Folge zu verbiödern, das; christliche Scküler die von .Eiden gegriindeie Vebranstalt besuchen, da sie. in derselben nickl die nämlichen Berechlignngen bezüglich des Mililärdienstes sinke» würden, wie in christlichen vebranstalleu gleiche» Ranges. . Wir eriabren ferner, das; M. 'amnilliche Schule» Frantsuris iuspirende Ministeriateomniissär.- so viel wir wissen Geheimerarb Stiebt, der bekannte Beneriiger der bekann- > len — Regulative, die jüd. Schulen vollständig ignorirle. I DaS war sicher ein Zeichen der Zefl; imd wir glauben darum, j daß die bezügliche Anträge des Schulraibs nickt zeitgemäß, viel-!' mebr i'el>r venrübt war.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.