Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 7 (1867)
- Issue
- 35 (29.8.1867)
- Date
- 1867-08-29
- Page
- Seite 143 (sequence 3)
- Language
- German
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143 gewöhnt werden im Zustande der Freiheit ste nicht zu miß- | brauchen; dazu geben Gelegenheit die Intsrstitien, die Vakanzen, die spiele. Hier soll der Lehrer seine Schüler zuweilen auch beobachten uns freundlich sie mahnen. Ein richtiges Urtheil über die Schuldisciplin bietet oft das Benehmen der Kinder auf der Straße, die Art ihres Gcüßens, die Dienstfertigkeit gegen Fremde rc. Das Turnen ist ein vortreffliches Mittel zur Angewöhnung der Ordnung, besonders das neue Jägersche Turnen nach der würtemb. Turnordnung. Natürlich rn Stadtschulen. '.'Ulf dem Lande, wo der Schüler schon zu Hame Mitarbeiten muß, gewöhnt in der ordentlichen Haushaltung das Tagesgeschäsl schon an eine gewisse Ordnung Die gute alte Hausordnung hat in der Familie viel zum geordneten Lebenswandel der Familienangehörigen beigetragen. Die Lostrennung des Arbeiters von oer Familre durch ore Fabriken läßt leider schlimnie Folgen bis m die Schule hinein verspüren. Die Industrieschulen sind ebenfalls vortreffliche Ocd nungsschulen, doch sie liegen nicht in unserem Rayon. Nun leoe wohl, lieber junger College, entschuldige, wenn ich so viel über die Ordnung geschrieben habe. Ich wünsche Dir bei Einhaltung der rechten Ordnung den Verdienstorden des frohen Bewußtseins erfüllter Psticht und oin Dein treuer College. Odern bell», i io wette i>C„eralb»rsan»nl>i>ig des Vereins zur Unterstüvnng :e. ivnrde am Dienstag den Angnst, Abends 7 Ubr, geschlossen, na»bdein die anwesenden .Herren zwei Tage lang fiel» der miibeoollen nnd bei der großen Hive doppell anstrengenden Debatte über eie Neojinon der Siainien nnrer;ogen. 'Die bo.bgeachteten nengeiväbtten Verwaltnngsmilglieder ans Frank fuft a-;>.>{. •— insbefoiidere die Herren Leopold Dann nnd Leopold Beer — baben il>re rege Dbeilnabme an nnserein Werke dnrck AuSbarre» bei allen Verbandlnugen vomILlnfange bis nun Schluffe beibäligl. Wir wollen dem ooin Sst'rislfübrrr ansgebenden Berichte* in keiner Weife vorgreifen. Dow dürfen wir iwon jevl die erbebende lleberzeugnng, die vyn sämmtlsicheti Anwesenden geibeili wurde, bier anssprewe»: Unier Verein gebt mit i'Hmi einer großen und glückliwe» .Hitfiuift entgegen!> f l Kiel, 17. Ang. Ci» k- Erlaß oom -' > vtum, beiressMd du Berbällniffe der Inden in Schleswig-Holstein, lautet: „‘.'lurrai Bericbl oom •>. Juni d. J. will iä> in Abänderung der Besinn niungen des F. 'I I des >Äe«'ei?es über, die Verhältnisse der .luden inr Herzogkbnin Holstein!nnd des Ist» der Berordnung oom S. Februar 1*51 stber die Verbältniffe der Iiiden im Her;oglbnm Schleswig biervnrelr die Befngniß zur Ernennung jder jndisäien l^eistlsicheN t» den Hertogtbüiner» Schleswig und Holstein, io wies;»r Feftsevung der denselben ans iKeineindemtiteln beizulegenden Einnabmeii. den betreffenden Regierungen übertragen-" Galae;, Aug. In den Indenverfolgnngen schreibt di, i fr. chr ": „Mil dem beute Morgens bier ans stonstanttti'opel angekoininene» Dampfer„Normanby" langten sieben Israeliten, der Eintritt wurde ibnen vet boten und der Hafen-Offizier verwebrte ibne» den Austritt ans dein Schiffe. Vergebens beriefen sich die Leute auf ibre theils k. köste veidtifcüeu, tbeils türkischen makellosen Reise-Docnmente. Der Of stier sagte scherzend.den Leuten: „Es isi doch oiel vernünftiger, il r bleibt apf dem Schiffe, als daß wir euch in die Dona» werfen." Als dem k. k. Eonfnl Hr». o. Kreiner berichtet wurde, wie die rnmänischen Organe die k. k. Reisexäffe respekttren, begab-er sich »erfönlich;um Hafen, langte aber;u ~ i diewn siebe» Vaffagreren nach Brarla : bören. nat der kaifkönigl. Consnl gegen diefe Willkür protestirt und Geiiugtl'nnug verlangt — ob ipai an, da der.L-amoter in abgegangen war. Wie wi s etwas belfen wird, bleib Präfect. ivenn er von fei durch Lüge n»k Entstellung dabingestellti wabrfcheinlich wird der ter Regierung darüber befragt roird, der Wabrbeit sich ans der Affaire zieben- In ja auch über die früberen is>äneltbateir auf die unverschämteste Weife gelogen »nd bericht, l worden, nnd ließ sich Lupasko von dem Indenoerfolgnugs-Elib Dankadressen für ferne Energie und feine» Vairiottsniits ootiren werden Inden nicht nur ai auf öffentlicher Straße ttiü stoliwi lvllagi. fo ivirk recht »listbandelt und, um -'i Slnnden einge'verri. > berab 'mctu angeordnet :oa! ten folche'S doch »übt erlar i ko»t»ienden Grausamkeiten welche das ostust baben, ti tLeb Nicht glauben wollen.' Iaff». li. Äug. I stellenden Artikel tu den Blätter- So tbetlt inan glaubte manchen Anreicher das Verbrechen "einer Ber melten 'ich tu der betreffe: enror wurden verständigt. llngeachtet aller liegen Versicherungen f dein flachen Lande, sondern auch bier llirt, und wenn sich fo Einer bei der von den Oiganen der'elben dort erst tiefe iSemeiiibeu;u befchönigeil, auf Wenn dien 'Iraiisainteuen. von oben en, ivürden sich Lw fiibalterne» Beainben-. Wenn wir die iägltch bier vorauszäblen wollten, wurdeg Diejenigen, eivilifirten Staaten;n leben, es sicherte ^eenen d»n Indenveve bilden einen l'leiigen Eorrefvondenzen auswärtiger er „Bresie" nachsteber.deil Vorfall mit, der sich gestern bientngetritgen, und die /lngednld russischer Agenten, im Trüben fischen tu kennen, verräib. Em lüdifcher Schloisergefelle >var nach dein'Gennffe eines in der Schänie eines Christen genoifene» Glasis Braniii^vein iodr;nsani»iengestür;i, uny inan nach waorneome»;u dürfen, daß bier Ilftnng vorltege- "Viele Inden verfam- :den Straße, die Vol.itei nnd der Bronnd Levterer ordnete die' Versiegelung der Flasche, ans der mai^ dem Schlosier gef eilen etngeichenkt, und die Transvorlirittig des Tovten .beoivs der Aulobiie tn das tsr. Svital an--, si.amii war »doch der Wage», auf dem der Lelchnain tag, bis in die Nähe des rnfsifchen Eonfulais gelangt, alb eine beträchtliche Antaol Ebr stell .sich dein Inge tu den Weg warf nnd unter Lärmen nnd schreien die rleberfiibrang des Leichnams in ein christliches Svttal. den Inden, von diesem .'erlangten. L te ehen'o, tatst reich aiiweienllnsiniieii stili-ig gemacht, verlangten die ftriele Ansfiibrnng des sttialsanwaltlichei! Befebls, lind bald wurde man bandgemesn. Wie Hofe des russischen Eoi »nd Ltaugen beransget,mgech. nnd es er'chollen die li»-rnfsifchen Aeeente gerufenen Wort tiisammen!" Es regnete und der in zwei S lrasilr vrobte die Schlägerei in : ..Rieder mit Len ^uden. baut-sie alle auf die .sttdeu Hiebe uird VerwiinLnngen, angesauiinelie Haufen der dämpfenden der ganten Stadt tn verbreiten, -obliict- „ . ... ... im rechten Momente tavlretche Polsteideii nch zwei k. k. ilntertbanen Namens Iankiel Klein und salo-! maunidjafi und der Ere> ß wurde betgelegt. Nur fand man es für .non Fatligolv, dte durch dre Moldau nach Galizien reifen wollten I , ans venr Hanf»» der Ercevirenden zebn Juden heraus;»- *1 Der wohl erst in 14 Tagen erscheinen wird. ' greifen nnd ins Eriini lala.'fängniß tu'sperren, und das.- Eigeitversehen mit gehörig vidirteii Reisepässen, an t unter diesen befan^ iicherwetse erschien »och durch einen Ianber fab man ans Lein fulaisgebälldeü eine lintatst von Slosten l